KEB-Naturtipp: Hirschzunge
- Die Hirschzunge ist eine wintergrüne Farnpflanze und deshalb auch jetzt im Februar zu finden. Typischer Standort sind lichte bis schattige, feuchte, u.U. auch felsige Steilhänge oder Täler, insbesondere sogenannte Schluchtwälder, die es beispielsweise an der Mosel gibt. Aber auch auf alten Friedhöfen oder in Brunnenschächten ist dieser Farn gelegentlich zu finden.
- Die Hirschzunge ist eine Rote-Listen-Art und nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Es gibt Zuchtformen mit krausen Blatträndern, die in Gartencentern angeboten werden
- Sie gehört zu den Streifenfarnen, d.h., die Sporenbehälter auf der Untersteite der Blätter sind streifenförmig angeordnet
- Den Name Hirschzunge verdankt sie ihrer für Farne ungewöhnlichen, ungefiederten Form, die an die Zunge eines Hirsches erinnern kann
- Seit der Antike gibt es Belege für die medizinische Verwendung von Hirschzungenfarn. Hirschzungenelixier nach Hildgard von Bingen ist in einschlägigen Läden zu bekommen, es sollte dort nicht mit geschütztem Farn hergestellt sein. Es „hilft der Leber, der Lunge und bei schmerzhaften Eingeweideleiden“, so die Überlieferung.
- Zu den Farnen allgemein schaut unseren Naturtipp vom Dezember 2025 (Rippenfarn)