„Den Farn“ gibt es nicht. Farne sind eine Pflanzengruppe von weltweit etwa 12.000 Arten, in Mitteleuropa immerhin auch etwa 100 Arten. Farne, die auch als Urzeitpflanzen bezeichnet werden, da sie schon vor 400 Mio Jahren die Erde besiedelten, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie keine Blüten und keine Samen bilden, sondern Sporen.
Die Verbreitung durch Sporen bedeutet, dass aus diesen ein Vorkeim wächst, auf dem sich männliche und weibliche Geschlechtsorgane befinden. Erst wenn diese zusammen gekommen sind, entsteht ein neuer Farn.
Bei vielen Farnen bilden sie die Sporen auf der Unterseite der sogenannten Farnwedel. Der Rippenfarn, den wir heute vorstellen, ist „dimorph“, d.h., es gibt zwei Arten von Blättern, fruchtbare und unfruchtbare, und nur die fruchtbaren tragen Sporen. Die fruchbaren Sprosse sind dünner und stehen in der Mitte der Farnwedelrosette. Sie vertrocknen im Herbst.
Der Rippenfarn gehört zu den wintergrünen Farnen, weshalb er jetzt im Winter eher ins Auge fällt. Die unfruchtbaren Wedel stehen im Sommer aufrecht und liegen im Winter eher am Boden. Sie sind „fiederschnittig“, d.h., das Blatt ist von der Achse aus tief eingeschnitten, die sich daraus ergebenden Blattformen sind aber ohne Stil an der Achse angewachsen und nicht weiter unterteilt, sondern glattrandig. Wegen dieser Blattform wird der Rippenfarn in der Schweiz auch „Leiterli-Farn“ genannt.
Die Blätter oder Wedel werden meist 20 bis 50 cm lang.
Der Rippenfarn wächst auf saurem Boden, also eher in Nadelwäldern als in Laubwäldern. In Rheinland-Pfalz ist er nicht gefährdet, im Saarland sehr viel seltener.