Weihbischof Brahm besucht Aenne Wimmers Hospiz in Simmern:An der Seite der Menschen mitgehen

Simmern – Der Trierer Weihbischof Robert Brahm besuchte im Rahmen seiner Visitation im Pastoralen Raum Simmern das Aenne Wimmers Hospiz in Simmern, eine Einrichtung der Kreuznacher Diakonie.
Beim Rundgang durch die hellen und wohnlichen Räumlichkeiten wurde deutlich: Jedes Leben ist einzigartig, vielfältig und vergänglich. Das Gespräch in großer Runde eröffnete Krankenhaus- und Hospizseelsorgerin Andrea Nörling mit einem Impuls und fasste zusammen: „Im Hospiz geht es nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu schenken.“ Dieses Leitmotiv sei der rote Faden und je nach Profession webten sich gleichsam bunte Fäden aus palliativ-ärztlicher Begleitung, Pflege, psychosoziale Betreuung und Seelsorge zu einem individuellen Weg, der so vielfältig und bunt ist wie die Menschen.
Im Austausch mit Weihbischof Brahm wurde deutlich, dass zunehmend mehr Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit begleitet werden und es zeigt sich, wie wichtig dann eine Seelsorge ist, die auf die existentiellen und spirituellen Fragen sowie Ressourcen der Gäste absichtslos eingeht – mit offenen einladenden und zugehenden Angeboten. Der Fokus liege darauf, da zu sein und da zu bleiben, an der Seite der Menschen mitzugehen. Und oft gehe es auch darum, auszuhalten, dass es vielleicht keine Antwort gibt.
Suche nach Sinn, Hoffnung und Zuversicht
Die Erfahrung zeige, Menschen suchten bis zum Lebensende nach einem Sinn, nach Hoffnung und Zuversicht. In den Seelsorgegesprächen stehe der Sterbende und seine Angehörigen im Mittelpunkt. Diakon Tobias Gotre äußerte die Hoffnung und den Wunsch, dass sich alle in ihren Verantwortungsbereichen dafür einsetzten, dass die Seelsorge in der Hospizarbeit auch in Zukunft mit fachlich ausgebildeten Seelsorgenden personalisiert werde.
Die Teilnehmenden der Austauschrunde resümierten wie kostbar es sei und wie wichtig, dass sterbende Menschen und ihre Angehörigen würdevoll in ihrer Einzigartigkeit, in ihren Lebensfragen und Ressourcen in ihrer Lebensphase menschlich, professionell, individuell, spirituell und kultursensibel begleitet werden. Diakon Gotre danke Weihbischof Brahm für sein Kommen, für sein Interesse und den offenen Austausch.