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Trierer Heilig-Rock-Tage bieten buntes Kulturprogramm:Bistumsfest mit Ausstellungen und viel Musik

Auch in diesem Jahr bieten die Heilig-Rock-Tage wieder ein vielfältiges Kulturprogramm. Das breite Angebot ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.
Eine Musikerin am Schlagzeug
Datum:
8. Apr. 2026
Von:
Constanze Sonnenschein

Trier – Auch in diesem Jahr bieten die Heilig-Rock-Tage vom 17. bis 26. April ein vielfältiges kulturelles Programm rund um den Dom an. Neben abendlichen Konzerten auf der Kulturbühne, bei denen Liebhaber jeder Musikrichtung auf ihre Kosten kommen dürften, können Interessierte durch Filme und Führungen die älteste Bischofskirche Deutschlands genauer unter die Lupe nehmen oder bei den Abendloben Inspiration in Wort und Musik finden.

„Unbegreiflich: Ich hoffe“

Das Leitwort des diesjährigen Bistumsfests “Unbegreiflich: Ich hoffe” prägt dieses Jahr auch das kulturelle Programm der Heilig-Rock-Tage. In dem Stationen-Theater „Greif zu“ setzt sich Melanie Snijder-Telle durch Musik, Tanz und Theater mit der Frage auseinander, wie ein junger Mensch hoffnungsvoll durch eine ihn überfordernde Welt gehen kann. Das Schauspiel findet an folgenden Terminen an unterschiedlichen Stationen um den Dom statt: an beiden Samstagen jeweils um 16 und 18.30 Uhr; Montag, Dienstag und Freitag um 18.30 Uhr sowie Sonntag, 26. April, um 16 Uhr. Auch der Dialog zwischen dem Theologen Christopher Hoffmann und Schauspieler und Autor Samuel Koch, der vielen wegen seines schweren Unfalls bei „Wetten, dass…“ bekannt sein dürfte, beschäftigt sich mit dem Leitthema der Heilig-Rock-Tage. Am 19. April um 15.30 Uhr spricht Koch in der Liebfrauen-Basilika darüber, wie ihm sein Glaube auch in schweren Zeiten Hoffnung geben konnte. Im Museum am Dom ist die Sonderausstellung „Zu Tisch! Das (letzte) Abendmahl zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“ zu sehen, die das ikonische Motiv des Abendmahls als eines der bekanntesten Bildthemen der Vergangenheit und Gegenwart zeigt. Die Foto-Wanderausstellung „Souls – Gesichter der Migration und Geschichten der Menschlichkeit“ im Mediensaal der Dominformation zeigt täglich Fotos von Menschen und ihrer Migrationsgeschichte. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Im Kreuzgang des Doms laden die Fachstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt und die Diözesanstelle Weltkirche täglich in die Ausstellung „Erkennen. Reagieren“ ein, die sich mit dem Thema Kindersicherheit im kirchlichen Umfeld auseinandersetzt.

Musikreihe im Begegnungszelt

Täglich ab 19 Uhr (Ausnahme: Samstag, 18. April um 18:30 Uhr und Sonntag, 26. April um 14:30 Uhr) sind alle Musikbegeisterten dazu eingeladen, bei emotionalen und beschwingten Klängen zusammen zu kommen und im großen Begegnungszelt auf dem Domfreihof das Tanzbein zu schwingen. Künstler*innen aus der Region und darüber hinaus sorgen für einen guten Mix aus Pop, Rock und Irish Folk. Die junge Band „The Pocket“ machen am Freitag, 17. April, mit zeitlosen Funk- und Disco-Klassikern den Auftakt. Am Samstag, 18. April, sorgen die Bands „Blue Basement“ und „Kanonenfutter“ mit ihren Punk- und Metall-Covern für rauere Töne. Wer es etwas leichter mag, kann sich auf den Liederabend mit Tanja Silcher am Sonntag, 19. April, freuen, an dem die Künstlerin die Zuhörer*innen auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens mitnimmt. „The Wonderfrolleins“ verwandeln am Montag, 20. April, das Begegnungszelt in eine Schlageroase, während Marla Moya am Dienstag, 21. April, rauere und emotionalere Töne anschlägt. Die „Rambling Rovers“ entführen am Mittwoch, 22. April, in die rauchige Welt des Irish Folk. Für das Abendprogramm am Donnerstag, 24. April, machen die „4 Breakfast only“ eine Ausnahme und spielen ihren mitreißenden Swing zur Abendstunde anstatt am Frühstückstisch. Regionale Töne spielt am Freitag, 24. April, „The GAP-Project“. Zuhörende dürfen sich auf eigene Kompositionen auf Deutsch, Englisch und Moselfränkisch freuen. Einen abwechslungsreichen Mix aus Pop, Rock und leichtem Soul bietet am Samstag, 25. April, die Band „Rough Mix“. Abschluss der Konzertreihe ist das Mitmach-Rockkonzert am Sonntag, 26. April, um 14 Uhr für die ganze Familie unter dem Motto „Just sing – let’s rock!“.

Besinnliche Töne zum Abendlob

Jeden Abend – außer am Samstag, 18. April wegen des Taizégebets um 20 Uhr – findet das Abendlob statt, das eine einmalige Verbindung von Wortimpuls, Musik und abendlicher Atmosphäre des Doms bietet. Die Essener Domsingknaben unter der Leitung von Harald Martini machen am Freitag, 17. April, den Auftakt und singen Werke unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Reger. Das Wort hat Dr. Felix Genn, emeritierter Bischof von Münster. Sonntags führt das Frauenvokalensemble „Vox Coelestis“ unter der Leitung von Alina Gehlen Werke unter anderem von Greg Jasperse auf, das Wort hat Birgit Mock. Am Montag, 20. April, lassen Byungki Lee und Dayoung Kang Oboe und Orgel erklingen, den Wortbeitrag spricht Samuel Koch. Passend zum Leitwort der Heilig-Rock-Tage „Unbegreiflich – Ich hoffe“ singt der Kathedraljugendchor Trier unter der Leitung von Thomas Kiefer am Dienstag, 21. April, hoffnungsvolle Stücke für Chor mit Matthias Balzer als Impulsgeber. Ein modernes Abendlob bietet am Mittwoch, 22. April, das Ensemble Ars Nova Lux, unterstützt durch Worte von Prof. Ingo Proft. Um Krieg und Frieden geht es im Abendlob am Donnerstag, 23. April. Musikalisch gestaltet wird es von DomorganistMarcel Eliasch und der Sängerin Rebecca Blanz, die Wortbeiträge kommen von Schülerinnen der Blandine-Merten-Realschule Trier. Am Freitag, 24. April, führen der Trierer Domchor und Vokalsolisten des Schöneck-Ensemble Koblenz-Trier unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer die Bachkantate BWV 21 auf mit Impulsen von Florian Dienhart und Judith Rupp. Nicht nur Programm fürs Ohr, sondern auch fürs Auge gibt es am Samstag, 25. April. Lichtkünstler Laurenz Theinert improvisiert im Dialog mit Domorganist Marcel Eliasch, das Wort hält der Priester und Poet Stephan Wahl aus Jerusalem.

Hinweis: Korrektur Daten und Uhrzeiten Stationen-Theater (9.4.2026)