Jörg Koch ist Engagemententwickler im Pastoralen Raum Prüm :Christliches Engagement wirkt in die Welt hinein

Trier/Prüm – Wer sich für ein kirchliches Ehrenamt im Pastoralen Raum Prüm interessiert, ist bei Pastoralreferent Jörg Koch an der richtigen Adresse. Als Engagemententwickler berät er Ehrenamtliche und die, die es werden wollen, unterstützt bereits vorhandene Strukturen, vernetzt Akteure und entwickelt neue Formate.
„Hier kann ich meine Leidenschaft für Kirchenentwicklung und die Möglichkeit, die Ergebnisse der Diözesansynode umzusetzen, perfekt miteinander verbinden – mit dem großen Vorteil, dass meine Arbeit nun direkt vor Ort stattfindet“, erklärt Koch. Für diese Stelle hat er eine anderthalbjährige Fortbildung absolviert, die durch das Bischöfliche Generalvikariat in Trier begleitet wurde. Für Koch ist klar, wo’s hingehen soll: „Ich begleite und unterstütze die Ehrenamtlichen, die schon engagiert sind, damit sie ihre Stärken ideal einbringen können. Zugleich möchte ich mit neuen Projekten Menschen ansprechen, die kirchliches Ehrenamt bislang nicht auf dem Schirm hatten, um zu zeigen: Christliches Engagement hat eine Auswirkung in die Welt. Es gibt sehr unterschiedliche Überzeugungen, wie Kirche heute und morgen sinnvoll sein kann. Diese zusammenzubringen und eine gemeinsame Idee zu entwickeln, wie es konkret vor Ort weitergehen soll, ist meine Motivation.“
Das Wichtigste in der Arbeit mit ehrenamtlich Engagierten sei es, Raum zu geben, und zwar den „Raum, den sie für ihr Tun aber auch für neue Ideen brauchen“, so der Pastoralreferent. Dabei gelte es, sie fachlich und menschlich zu unterstützen. „Ehrenamt soll ja Freude machen. Die Ehrenamtlichen sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Kirche – und das muss deutlich werden. Es ist wichtig, auf die Motivation der Person einzugehen, ihre individuelle Lebensgeschichte wahrzunehmen und herauszufinden, warum genau ihr Herz an dieser oder jener Sache hängt.“ Neben guten Gefühlen könnten auch mal Wut oder Schmerz im Zuge der ehrenamtlichen Arbeit aufkommen – gerade vor dem Hintergrund zahlreicher Veränderungsprozesse. Koch empfiehlt, diese Gefühle zuzulassen und gemeinsam zu überlegen: „Was brauchst Du und wie kann ich Dich da unterstützen?“ Im Gegensatz zu früher, engagieren sich viele Ehrenamtliche heutzutage eher projektbezogen als langfristig, stellt Koch fest. „Da liegt es auch an uns, gemeinsam mit Ihnen ein passendes Angebot zu finden, das Sozialraum und Spiritualität so mit der eigenen Biografie zusammenbringt, dass sie sich dauerhaft engagieren möchten.“
„Die Welt ist voll von Gott – überall gibt es Wundervolles“
Derzeit arbeitet Koch an langfristigen aber auch an kurzfristigen Projekten, in denen man sich ausprobieren kann. „Dabei ist nicht nur der Blick nach vorne wichtig, sondern auch die Reflexion vergangener Veranstaltungen und Projekte: Welche Ergebnisse gibt es, wie können sie umgesetzt werden und welche Aufträge leiten sich davon ab?“ Im Alltag hält er stets die Augen nach neuen Ideen und Möglichkeiten offen: „Unser Beruf beinhaltet auch einen hohen kreativen Anteil und endet dementsprechend nicht pünktlich zum Feierabend. Bei vielem, was mir im Alltag, in meiner Freizeit, begegnet, überlege ich, wie ich das für meine Arbeit nutzen kann. Denn die Welt ist ja voll von Gott – überall gibt es Wundervolles.“ Dann überlege er, wie er diese Impulse in seine Arbeit einbringen könne: „Zum Beispiel, indem man geeignete Kooperationen knüpft mit kirchlichen und weltlichen Trägern, aber auch an konkreten Orten, wo Menschen zusammenkommen, wie Schulen oder Kinos. Oder indem man Räume identifiziert, die noch nicht bespielt werden, aber sinnvoll gefüllt werden können. Ein konkretes Beispiel dafür ist etwa der Aufbau einer Radwegekirche in Watzerath.“
Im Pastoralen Raum Prüm leben 17.322 Katholik*innen, was 66,2 Prozent der Bevölkerung entspricht (Stand Dezember 2025). Insgesamt leben im Bistum Trier rund 1.105.000 Katholik*innen; derzeit gibt es bistumsweit 18 Engagemententwickler*innen. Weitere Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/ehrenamt.