Lokales Team Rayerschied gestaltet zwei besondere Angebote in der Osterzeit :Ehrenamtliche überbringen Frohe Botschaft

Benzweiler - Während in Deutschland im vergangenen Jahr nur noch 25 Männer zu Priestern geweiht wurden und vielerorts festliche Ostergottesdienste nicht mehr selbstverständlich sind, setzt das lokale Team Rayerschied aus der Pfarrei Simmern-Rheinböllen St. Lydia ein bewusst anderes Zeichen: Ostern fällt nicht aus – es findet neue Wege. Mit zwei eigenständig organisierten Angeboten bringt die Gruppe die Frohe Botschaft dorthin, wo das Leben spielt: mitten ins Dorf.
Emmausgang am Ostermontag – „Wir aber haben gehofft!“
Eine kleine Gruppe in Benzweiler hat den Emmausgang am Ostermontag, 6. April vorbereitet. Die Idee geht zurück auf den verstorbenen Pfarrer Thomas Schneider aus Rheinböllen und wird nun zum zweiten Mal allein von Ehrenamtlichen weitergeführt. Startpunkt ist um 18 Uhr das Gemeindehaus in Benzweiler. Unter dem Leitwort „Wir aber haben gehofft! … Zwischen Unsicherheit und Aufbruch“ führt der Weg durch die Abendstunden – mit kurzen Impulsen, die nicht belehren, sondern begleiten. Der Charakter bleibt bewusst schlicht: Natur, Gedanken, Menschen, die miteinander unterwegs sind. Am Ende wartet ein kleines Ritual, das längst Tradition hat: Eierlikör und Ostereier. Wer möchte, bleibt anschließend noch zu einem kurzen Film im Gemeindehaus. Ein Teilnehmer brachte es im vergangenen Jahr auf den Punkt: „Das ist Ostern zum Mitgehen.“
Kirmesgottesdienst in Eigenregie
Der Kirmesgottesdienst in Benzweiler am Sonntag, 19. April um 11 Uhr wurde ebenfalls in Eigenregie vorbereitet. Und wie es sich für das Dorf gehört, spielt ein tierischer Freund eine besondere Rolle: der Hahn, Wappentier des Hunsrückdorfes. Er erinnert an die biblische Erzählung, aber ebenso an das, was Benzweiler ausmacht: Zusammenhalt, Humor und die Fähigkeit, schon früh am Morgen gute Laune zu haben. Der Gottesdienst erzählt von Momenten, in denen Menschen spüren: "Wir gehören zusammen".
„Wir warten nicht – wir gestalten“
Dass solche Formate möglich sind, liegt vor allem am Engagement des lokalen Teams Rayerschied. Die Gruppe setzt bewusst auf Eigenverantwortung vor Ort: „Wir warten nicht darauf, dass vielleicht mal wieder ein Hauptamtlicher kommt. Wir wollen Kirche gestalten – hier und jetzt.“ Mit ihren Angeboten zeigt die Gruppe, wie lebendig Kirche sein kann, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Glauben mitten im Alltag sichtbar machen.