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Fastenpredigten starten am 22. Februar in Kirchen/Sieg :„Das Starke im Schwachen entdecken"

An einigen Orten gibt es die Tradition der Fastenpredigten. Im Pastoralen Raum Betzdorf startet die Reihe am 22. Februar
Brot, Wasser und Kreuz
Datum:
18. Feb. 2026
Von:
red/Julia Fröder

Kirchen – Unter dem Leitwort „Das Starke im Schwachen entdecken“ lädt der Pastorale Raum Betzdorf in der Fastenzeit 2026 zu einer besonderen Predigtreihe ein. Nachdem sich die Fastenpredigten in den vergangenen beiden Jahren intensiv mit der Zukunft der Kirche beschäftigt haben, richtet sich der Blick in dieses Mal bewusst auf den diakonischen Auftrag. Damit greift die Reihe einen zentralen Schwerpunkt der Trierer Bistumssynode auf, die Kirche als eine Kirche des Daseins versteht – nah bei den Menschen, besonders dort, wo Leben brüchig und herausfordernd wird. Die Predigten finden jeweils sonntags um 16 Uhr in der katholischen Kirche St. Michael in Kirchen (Kirchstraße 2) statt.

Die Predigtreihe beginnt am Sonntag, 22. Februar, um 16 Uhr mit dem Blick auf die Hospizseelsorge. Unter dem Titel „Am Rande des Lebens – die unerwartete Stärke des Loslassens“ spricht Schwester M. Lea Wolbring, Franziskanerin und Seelsorgerin im Marien Hospiz und im geistlichen Zentrum auf der Eremitage zwischen Siegen und Wilnsdorf, über Erfahrungen an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Einen Einblick in die Arbeit der Caritas gibt am 1. März Brigitte Mockenhaupt-Weber, Sozialarbeiterin und Mitglied im Rat des Pastoralen Raums. Sie lädt unter der Überschrift „Eine Einladung zur Erkundung des Caritasverbandes vor Ort“ dazu ein, diakonisches Handeln lokal wahrzunehmen. Die Notfallseelsorge steht am 8. März im Mittelpunkt. Regine Wald, Gemeindereferentin und Leiterin des Kurses Notfallseelsorge, geht der Frage nach, wie im Chaos und in zerbrochenen Lebenssituationen überraschend Gottes Nähe erfahrbar werden kann. Eine Woche später (15. März) widmet sich die Predigt der Klinikseelsorge. Pfarrer Dr. Leo Wittenbecher, Referent für Krankenhauspastoral im Generalvikariat Münster, spricht zum Thema „Die Würde der Untröstlichkeit – Was ist, wenn es ist, wie es ist?“ und reflektiert, was es bedeutet, Leid auszuhalten, ohne vorschnelle Antworten zu geben. Den Abschluss der Reihe bildet am 22. März ein Beitrag zur Telefonseelsorge. Bernd Wagener, stellvertretender Leiter der Telefonseelsorge Siegen, thematisiert unter dem Titel „Die Kraft des Zuhörens“, wie Worte tragen und Nähe entstehen lassen können.

Die Reihe lädt dazu ein, diakonisches Handeln als wesentlichen Ausdruck kirchlichen Lebens neu zu entdecken und im Hören auf die Erfahrungen aus unterschiedlichen seelsorglichen Praxisfeldern Impulse für den eigenen Lebens- und Glaubensweg zu gewinnen, heißt es von Seiten der Organisatoren aus der Kirchengemeinde St. Barbara Trierer Insel und dem Pastoralen Raum Betzdorf.