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Rekordteilnahme beim Pilgerweg der Aktion Arbeit :Gemeinsam unterwegs für Würde und Solidarität

Rund 190 Menschen nahmen im Rahmen der Heilig-Rock-Tage am Pilgerweg durch die Trierer Innenstadt teil und setzten ein starkes Zeichen für Solidarität und den Einsatz für benachteiligte Menschen.
Auch als Pilger dabei war der emeritierte Weihbischof Franz Josef Gebert
Datum:
24. Apr. 2026
Von:
Stefan Schneider

Trier – Mit einer so großen Resonanz wie noch nie hats in diesem Jahr der Pilgerweg der Aktion Arbeit im Rahmen der Heilig-Rock-Tage stattgefunden. Rund 190 Pilgerinnen und Pilger haben sich am 24. April auf den Weg durch die Trierer Innenstadt begeben – eine Rekordzahl, die die große Verbundenheit mit den Anliegen der Aktion Arbeit deutlich macht. 

Der Pilgerweg hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Heilig-Rock-Tage entwickelt. Auch 2026 folgten die Teilnehmenden der bewährten Route: Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer geistlichen Einstimmung in der Basilika St. Matthias machte sich die Pilgergruppe auf den rund drei Kilometer langen Weg durch Trier-Süd, vorbei am Schönstattzentrum bis zum Domfreihof. Dort waren alle zu einem gemeinsamen Mittagessen im Begegnungszelt eingeladen.  

Der größte Teil der angemeldeten Pilgerinnen und Pilger kommt aus zwölf Beschäftigungs- und Qualifizierungsbetrieben, die durch die Aktion Arbeit des Bistums Trier unterstützt werden. Hinzu kommen Mitglieder der Gremien der Aktion Arbeit sowie Spenderinnen und Spender, die das Engagement der Initiative seit Jahren mittragen. Die Vielfalt der Teilnehmenden spiegelt das breite Netzwerk wider, das sich für Menschen ohne Arbeit oder mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt einsetzt. 

„Der Pilgerweg ist mehr als ein gemeinsames Gehen“, betonte Johannes Tittel, Geschäftsführer der Aktion Arbeit. Er mache sichtbar, wofür die Aktion Arbeit stehe: für den Einsatz für Menschen, „die sonst schnell vergessen werden“, und für eine Kirche, die sich klar an die Seite von Benachteiligten stelle. Arbeit werde dabei nicht nur als wirtschaftlicher Faktor verstanden, sondern als Ausdruck menschlicher Würde und gesellschaftlicher Teilhabe. 

Die geistliche Einstimmung übernahm in diesem Jahr Bruder Thomas Hochhausen von der Benediktinerabtei St. Matthias. Auch als Pilger dabei war der emeritierte Weihbischof Franz Josef Gebert. Einen inhaltlichen Impuls gab Domkapitular Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit. Er begleitet den Pilgerweg seit vielen Jahren und unterstrich die gesellschaftspolitische Dimension des Engagements: Langzeitarbeitslosigkeit sei kein Randphänomen, sondern bleibe eine zentrale Herausforderung – auch in Zeiten eines insgesamt stabilen Arbeitsmarktes.  

Gruppenfoto vor der Abtei St. Matthias

Der gemeinsame Weg durch die Stadt war bewusst öffentlich angelegt. Er versteht sich nicht als Demonstration im klassischen Sinne, wohl aber als sichtbares Zeichen dafür, dass Kirche Verantwortung übernimmt und soziale Fragen nicht aus dem Blick verliert. Die hohe Zahl der Anmeldungen zeigt, dass dieses Anliegen von vielen geteilt wird – über kirchliche und institutionelle Grenzen hinweg. 

Mit dem Pilgerweg verbindet die Aktion Arbeit Dank und Ermutigung: Dank an alle, die sich in Beschäftigungsprojekten, Qualifizierungsmaßnahmen und der Begleitung von Menschen engagieren, und Ermutigung an jene, deren Weg in Arbeit von Brüchen und Umwegen geprägt ist. Der große Zuspruch im Jahr 2026 macht deutlich, dass dieses zentrale Anliegen im Bistum Trier weiterhin große Unterstützung erfährt. 

Mehr zur Aktion Arbeit unter: www.aktion-arbeit.de. Wer die Aktion Arbeit unterstützen möchte: Spendenkonto: Pax Bank Trier, IBAN: DE13 3706 0193 3001 3990 11, BIC: GENODED1PAX, Stichwort: „Spende Aktion Arbeit“.