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Glücks-Keks-Aktion zugunsten von misereor:Glück teilen war noch nie so lecker

Kekse backen, Glück teilen und damit die Welt ein bisschen besser machen: An mehreren Orten in Neunkirchen werden in der Fastenzeit selbstgebackene Glückskekse angeboten, deren Erlös Menschen in Not hilft.
Drei Frauen stehen auf einer Brücke in der Neunkircher Innenstadt. Zwei von ihnen halten je einen Korb mit bunt verpackten Glückskeksen. Die Frau in der Mitte hält ein großes, pinkfarbenes Plakat mit Informationen zu einer Glückskeks‑Aktion. Im Hintergrund sind Geschäfte, Gebäude und die Blies zu sehen.
Datum:
6. März 2026
Von:
Ute Kirch

Neunkirchen – Glückskekse sind mehr als eine Süßigkeit: Sie sind kleine Mutmacher, Mini-Motivationscoaches und Zukunftsorakel. Man greift zu, nicht nur weil es gut schmeckt, sondern weil man heimlich hofft, dass der kleine Spruch darin einem etwas Großartiges prophezeit: ein bisschen Erfolg, einen Funken Mut oder wenigstens die Botschaft, dass heute ein guter Tag ist, sich etwas zu gönnen. Die Glückskekse, die während der Fastenzeit an mehreren Orten im Pastoralen Raum Neunkirchen gegen eine freiwillige Spende erhältlich sind, bieten darüber hinaus noch mehr: Ihr Erlös kommt zu hundert Prozent dem katholischen Hilfswerk Misereor zugute, das damit Projekte für Menschen in Not finanziert.

„Wir beteiligen uns seit vielen Jahren an der Solibrot-Aktion von Misereor“, sagt Charlotte Ebert, ehrenamtlich Engagierte der Pfarrei St. Marien in Neunkirchen. Dabei verkaufen Bäckereien während der Fastenzeit ein Brot mit einem Benefiz-Anteil zugunsten der Aktion. „Doch es ist zunehmend schwieriger geworden, eine Bäckerei zu finden, die mitmacht“, sagt Ebert. Als sie in diesem Jahr nur Absagen erhält, sucht sie gemeinsam mit Pastoralreferentin Jennifer Schmitt vom Leitungsteam des momentum nach einer Alternative. Beim Stöbern stoßen die beiden auf die Glückskeks-Aktion von Misereor. Statt Brot hilft in diesem Jahr nun der Erlös aus den selbstgebackenen Keksen Menschen, die Hunger leiden. Die Idee macht die Runde und bislang haben sich vier andere Bäckerinnen der Aktion angeschlossen. Darunter auch Margot Baus aus Wiebelskirchen (Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit), die ihre Schokoladen-Glückskekse nach den Samstagabend-Messen in der Pfarrkirche anbieten will.

Glückstipps verbunden mit Fairtrade

„Es müssen keine Glückskekse zum Knacken mit Zettelchen im Inneren sein, wie es sie in China-Restaurants gibt“, betont Jennifer Schmitt. Vielmehr stelle Misereor ein eigenes Rezept zur Verfügung – aber grundsätzlich gehe natürlich jedes Plätzchenrezept. „Hafer-Schoko-Cookies mit Cranberries“ empfiehlt das Hilfswerk, ein Rezept, das Charlotte Ebert direkt ausprobiert und für gut befunden hat. „Aber einen Glückstipp gibt es natürlich trotzdem“, ergänzt sie lächelnd. Im Internet sei sie bei der Suche nach Sprüchen fündig geworden. „Genieß die Sonne“ oder „Bei einem Familientreffen die verschiedenen Charaktere beobachten und sich über die Schrulligkeiten jedes Einzelnen freuen“ lauten zwei ihrer Glückstipps. Zusätzlich verschnürt sind die Glückskeks-Tüten mit dem Misereor-Spendenbändchen mit dem Spruch „Wenn Du schnell gehen willst, geh allein. Wenn Du weit gehen willst, geh gemeinsam“. In einem ersten Schritt hat sie 60 selbst gebackene und liebevoll individuell verpackte große Cookies nach dem Sonntagsgottesdienst am 22. Februar in St. Marien verkauft. „Es war sensationell. Es wurden 175 Euro für 60 Kekse gespendet. Damit habe ich nicht gerechnet“, staunt Ebert. Ein weiterer Verkauf ist am Misereor-Sonntag, 22. März, nach dem Hochamt in St. Marien geplant.

Die Hobby-Bäckerinnen stellen ihre Glückskekse mit fair gehandelten Zutaten her – wie etwa fairer Zucker und faire Schokolade. „Fairer Handel ist ein Anliegen, das wir im momentum seit Jahren unterstützen“, sagt Pastoralreferentin Schmitt. Vom 16. bis 29. März gibt es die Glückskekse im momentum. „Wir wollen schauen, wie die Glückskekse angenommen werden und jeweils nach Bedarf für Nachschub sorgen“, sagt Baus. Anders als die Solibrot-Aktion sind die Glückskekse nicht an die Fastenzeit gebunden und können theoretisch das ganze Jahr über für den guten Zweck gebacken werden. Diesen Umstand macht sich die Pfarrei in Wiebelskirchen zunutze, die in diesem Jahr mehrere Aktionen unter dem Motto „Glück“ startet. So organisiert die Pfarrei in der Zeit vom 19. April bis 17. Mai die Ausstellung „Glück in Glas“ mit dem Künstler Markus Holstein, an der alle Interessierten aktiv mitgestalten können. Während der Ausstellung soll es nun ebenfalls Glückskekse zugunsten von Misereor geben (Weitere Infos zur Ausstellung unter www.dreifaltigkeit-nk.de/orte-von-kirche/ausstellung-2026-glueck-in-glas).

Weitere Bäckerinnen und Bäcker oder Menschen, die beim Verpacken und Dekorieren der Glückskekse helfen möchten, sind willkommen. „Wir können uns vorstellen, die Aktion im nächsten Jahr auszuweiten und etwa über die Schulseelsorge Schülerinnen und Schüler zum Mitbacken und Glück teilen einzuladen“, sagt Schmitt, „die Ideen gehen uns nicht aus.“