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Priesterseminare vernetzen sich bei Ausbildung:Heilig-Rock-Tage: 24 Priesteramtskandidaten aus 9 Diözesen zu Gast

24 Priesteramtskandidaten aus neun Diözesen trafen sich in Trier – ein Wochenende zwischen Ausbildung, Austausch und den Heilig‑Rock‑Tagen.
Gruppenfoto der Seminaristen
Datum:
26. Apr. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – 24 Priesteramtskandidaten aus neun Diözesen (Berlin, Dresden, Essen, Görlitz, Hamburg, Limburg, Münster, Paderborn Trier) sind vergangene Woche in Trier zu einem gemeinsamen Seminarwochenende zusammengekommen. Dabei haben sie auch an den Angeboten der Heilig-Rock-Tage teilgenommen. Beim Trierer Bistumsfest gibt es am heutigen Abschlusstag (26. April) auch Angebote zum Weltgebetstag um geistliche Berufe (Weltgebetstag um geistliche Berufungen – ZfB).

Verantwortlich für das Studienwochenende war der Regens (Leiter) des Priesterseminars im Bistum Münster, Philip Peters. Das Wochenende im April drehte sich um die Frage: „Wir können wir heute die Frohe Botschaft so ‚rüberbringen‘, dass sie Menschen anspricht?“ erklärt Peters. Referent war Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, Neutestamentler an der Theologischen Fakultät Trier. Er hatte gemeinsam mit dem damaligen Regens des Trierer Seminars, Tim Sturm, die Idee, dass es zweimal im Jahr ein gemeinsames Wochenende von Seminaristen aus mehreren Diözesen geben soll: „In der Priesterausbildung stehen wir alle vor den gleichen Herausforderungen. Die Zahlen stabilisieren sich auf einem niedrigen Niveau.“ Nicht nur als Verantwortlicher für die Ausbildung, auch aus der eigenen Studienzeit weiß er, wie wichtig der Austausch über die eigene Seminargemeinschaft hinaus ist. „Im Moment läuft die Ausbildung in der Regel vor Ort gemeinsam mit den weiteren pastoralen Berufsgruppen. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, dies mit einer verbindlichen Vernetzung in andere Diözesen, auch mit inhaltlichen Fokussierungen auf priesterspezifische Themen, zu erweitern.“

Johannes Weiler aus Sohren ist einer der teilnehmenden Priesteramtskandidaten. Er erlebe schon an seinem Studienort St. Georgen/Frankfurt den interdiözesanen Austausch sehr positiv und begrüßt daher dieses Angebot: „Beim Wochenende am 3. Sonntag der Osterzeit befassen wir uns mit den Weiheversprechen, beim Adventswochenende liegt der Fokus auf dem geistlichen Austausch – diese Kombination finde ich ideal, weil sie sowohl das gemeinsame intellektuelle wie auch das geistliche Wachstum fördert.“ Da die Wochenenden an den verschiedenen Seminarstandorten stattfinden, sei zudem die Möglichkeit gegeben, die unterschiedlichen Prägungen der Priesterseminare kennenzulernen.

Domführung der Gruppe mit Generalvikar Tim Sturm

Dass das Studienwochenende mit der Eröffnung der Heilig-Rock-Tage zusammenfiel, ist für Regens Peters eine schöne Fügung: „Mit einem Teil der Gruppe konnten wir das Pontifikalamt zur Eröffnung mitfeiern. Im Vorfeld gab es schon Diskussionen um die Frage der Verehrung einer Reliquie. Das hat sich dann mit der Predigt von Bischof Ackermann wundervoll aufgelöst“, schildert er. Auch Weiler freut sich, dass es durch die Heilig-Rock-Tage die Chance gibt, sein Heimatbistum näher vorzustellen. „Dadurch, dass wir den liturgischen Akt der Eröffnung mitfeiern konnten, konnte uns auch der Heilige Rock an diesem Wochenende einen spirituellen Impuls geben.“ Am ersten Sonntag des Bistumsfestes feierte die Gruppe das Pontifikalamt im Dom mit; daran schloss sich eine Domführung mit Generalvikar Tim Sturm und Domkustos Michael Keller an.

Zur Gruppe der norddeutschen Seminare gehören die Bistümer der Kirchenprovinzen Berlin, Hamburg, Köln und Paderborn. Informationen über die Priesterseminare in den deutschen Diözesen sind unter Priesterseminare in Deutschland – Herzlich willkommen auf der Webseite der Deutschen Regentenkonferenz zu finden; unter Heute Priester für morgen ausbilden Bischöfliches Priesterseminar Trier gibt es Infos zum Bischöflichen Priesterseminar Trier.