Bischof und Jugendpfarrer firmen junge Menschen aus der Pfarrei Arzfeld-Neuerburg :Herausgerufen in ein Leben aus Nähe und Beziehung
Daleiden/Körperich – Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Trierer Jugendpfarrer Peter Zillgen haben in der Pfarrei Arzfeld-Neuerburg St. Peter und Paul 57 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Die Firmgottesdienste fanden am 21. März in Daleiden mit dem Jugendpfarrer und am 22. März in Körperich mit dem Trierer Bischof statt.
Vor dem Gottesdienst am Sonntagmorgen in der St.-Hubertus-Kirche in Körperich trafen sich die 32 Firmlinge mit dem Bischof zu einem Vorgespräch, in dem die 14- und 15-Jährigen aus der Zeit ihrer Vorbereitung berichteten. Am besten gefiel den meisten von ihnen das gemeinsame Wochenende im Trierer Jugend- und Gästehaus, das einen Schwerpunkt der inhaltlichen Vorbereitung darstellte. Ergänzt wurde diese von sozialen Projekten – darunter eine Nikolausaktion, bei der die angehenden Firmlinge 125 Pakete gebastelt, gepackt und an Menschen in der Pfarrei verteilt hatten. Aber auch liturgische Elemente, wie das aktive Mitgestalten von Gottesdiensten, und ein „Versöhnungsweg“ mit Impuls-Stationen in der Kirche gehörten zu ihrer Vorbereitung. Einige haben die NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel besucht.
Das Evangelium des fünften Fastensonntags, in dem der Evangelist Johannes von der Auferweckung des Lazarus berichtet, sei mehr als nur eine düstere „Grabesgeschichte“, sagte der Bischof in seiner Predigt im Gottesdienst. Es sei vielmehr, entgegen dem ersten Anschein, „ein gutes Evangelium für junge Leute, die in der Firmung gestärkt werden sollen.“ Denn Jesus löse Lazarus die Verbände, befreie ihn so, und rufe ihn zurück ins normale Leben. „Er ruft Menschen heraus, die schon zu Lebzeiten in Gräber verurteilt sind oder sich selbst in ihre Höhlen zurückziehen“, sagte Ackermann. „Firmung heißt bereit zu sein, Jesu Ruf des ‚Komm heraus‘ als einen persönlichen Anruf zu hören und zu bedenken: Jesus hilft uns dabei mit seiner Kraft.“ Dafür stünde bei der Firmung unter anderem das Chrisamöl, durch das Gottes Nähe einwirke und „unter die Haut“ gehe. Das müsse man eben auch zulassen, betonte der Bischof. „Dadurch nimmt er Beziehung auf, will euch innerlich nahe sein und mit seinem Geist bestärken. Das wünsche ich euch für eurer Leben“, sagte er zu den Firmbewerberinnen und -bewerbern vor der Spendung des Sakraments. „Es möge euch helfen, wenn ihr in Gefahr steht, den Mut zu verlieren und euch in eine Höhle zurückzuziehen.“
Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Martina Ludwig, gratulierte den Neugefirmten und ermutigte sie, „als Christinnen und Christen in Gesellschaft und Kirche aktiv zu werden und sie so ein Stück besser zu machen – Möglichkeiten gibt es viele“. Der Bischof dankte am Ende des Gottesdienstes allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Pfarrei sowie dem Pastoralassistenten Tom Mölders, der die Vorbereitung gestaltet und die jungen Menschen in zwei Gruppen begleitet hat. Pfarrer Sebastian Peifer und Pater Horst Brandt feierten am Altar den Gottesdienst mit, den der Kirchenchor Cäcilia unter der Leitung von Dorothea Nusbaum musikalisch gestaltete.

