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XXII. Mettlacher Lutwinus-Wallfahrt:"Hier bin ich, sende mich!"

Vom 14. bis 23. Mai findet in Mettlach die 22. Wallfahrt am Grab des Hl. Lutwinus statt. In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt auf dem Gebet für Berufungen.
Blick auf den Schrein
Datum:
6. Mai 2026
Von:
Ute Kirch

Mettlach – Zur 22. Lutwinus-Wallfahrt lädt die Pfarrei St. Lutwinus Mettlach zusammen mit dem katholischen Lutwinuswerk ein. Von Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 23. Mai, wird an neun Tagen um die Gaben des Heiligen Geistes gebetet. Die diesjährige Wallfahrt steht unter dem Motto „Hier bin ich, sende mich“ (Jesaja 6,8).

Eröffnet werden die Wallfahrtstage an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, um 18 Uhr mit einem Pontifikalamt mit dem Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der in Trier als Dogmatikprofessor gelehrt hat, und dem Dechanten von Echternach Francis Erasmy. Dabei wird der Lutwinusschrein, der sonst in einer Grabkammer im Hochaltar steht, für alle Pilgerinnen und Pilger sichtbar vor den Hauptaltar gestellt. Die Mettlacher Wallfahrt hat eine lange Tradition und erinnert an den Tod des Heiligen Lutwinus vor 1.300 Jahren. Dieser war der Klostergründer der Abtei Mettlach und Bischof von Trier, Reims und Laon. Er starb 717 in Reims. Weiterer Höhepunkt der Lutwinus-Wallfahrt ist die Mettlacher Kirmes „Hellemädag“ am Sonntag, 17. Mai, mit der Lutwinus-Prozession mitsamt dem Schrein zur Lutwinus-Figur am Marktplatz (Beginn 9 Uhr, ab Lutwinus-Kirche) und dem anschließenden Festhochamt mit Monsignore Jürgen Doetsch (Apostolische Nuntiatur, Berlin).

Am Freitag, 22. Mai, sind vor allem Kinder und Jugendliche zur Wallfahrt eingeladen. Um 18 Uhr feiern sie mit dem Saarbrücker Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt einen Jugendgottesdienst, im Anschluss findet der 13. Solidaritätsmarsch für den Verein „Cosas del Corazon“ (Bolivien) durch Mettlach zum anschließenden Abendlob im Alten Turm im Abteipark statt. Am Samstagabend vor Pfingsten, 23. Mai, endet die Wallfahrt um 18 Uhr mit einem Pontifikalamt mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters. Dabei wird der Lutwinusschrein wieder in den Hochaltar überführt.

In der Wallfahrtswoche gibt es ein umfangreiches Angebot an Gottesdiensten. Die Pilgertage beginnen ab dem 15. Mai mit einem Morgenlob um 9 Uhr, um 18 Uhr gibt es ein Pilgeramt (außer 17. Mai) mit verschiedenen Predigern aus dem Bistum und klingen mit einem Abendlob um 21 Uhr aus (außer 14., 17., 22. und 23. Mai). An mehreren Tagen besteht die Gelegenheit zu einer begleiteten Fußwallfahrt. So kann am 14., 18., 19., 20. und 21. Mai um 14 Uhr ab der Kirche St. Gangolf und um 15.30 Uhr ab der Kirche St. Antonius Saarhölzbach nach Mettlach gepilgert werden. Um 17.40 Uhr werden die Pilger an der Lutwinusstatue am Marktplatz abgeholt, eine Prozession führt zur Lutwinuskirche. Die Fußwallfahrten bitte im Pfarrbüro (Tel. 06864-512) anmelden.

Das Leitwort der 22. Lutwinus-Wallfahrt „Hier bin ich, sende mich“ (Jes 6,8) lädt laut Veranstalter ein zum Gebet für Frauen und Männer, den Ruf Gottes für einen Dienst in der Kirche anzunehmen. Das Thema Berufung werde auch in den Predigten der Wallfahrtswoche aufgegriffen. Unter den vielfältigen Berufungen im Volk Gottes sei die Berufung zum Priester von besonderer Bedeutung, da diese die Eucharistie mit der Gemeinde feiern, heißt es weiter. Die Pfarrei freut sich, dass sich unter den drei diesjährigen Priesteramtskandidaten des Bistums Trier mit Heiko Gaub auch ein junger Mann aus der Pfarrgemeinde befindet. Er wird am 12. Juli seine Primiz in St. Lutwinus feiern.

Das genaue Wallfahrtsprogramm, zusammengestellt von der Katholischen Pfarrei St. Lutwinus Mettlach und dem Katholischen Lutwinuswerk Mettlach, ist im Pfarrbüro erhältlich (Freiherr-vom-Stein-Straße 44, 66693 Mettlach, Tel. 06864-512). Informationen zur Wallfahrt gibt es auch im Internet unter www.lutwinuswerk-mettlach.de