Kampagne des Bischöflichen Hilfswerk Misereor :„Hier fängt Zukunft an“

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ unterstützt die diesjährige Kampagne des Bischöflichen Hilfswerk Misereor die Partnerorganisation CODAS Caritas Douala in Kamerun und setzt somit ein Zeichen gegen Jugendarmut und für Umweltschutz. Die Organisation unterstützt junge Duala finanziell bei ihrer Ausbildung und bekämpft so nachhaltig Arbeitslosigkeit und Ressourcenverschwendung. „Wir möchten jungen Menschen eine Ausbildung ermöglichen, die kein Geld haben, aber hochmotiviert sind“, sagt Peter Nyuybe, Experte für berufliche Bildung bei der CODAS Caritas Douala. Neben dem Einsatz in der Kreislaufwirtschaft haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, in der Gastronomie oder der Textilbranche ihre Karriere zu starten.
Die Wirtschaftshauptstadt Kameruns, in der fast drei Millionen Einwohner leben, ist weltweit für ihre vielfältigen Exporte bekannt. Neben Kaffee, Kakao und alkoholfreien Getränken verkauft Douala auch Textil- und Aluminiumprodukte. Abseits davon leben viele Menschen in Douala jedoch in Armenquartieren, die aufgrund von Kriegsflüchtlingen aus dem In- und Ausland überquellen. Die Situation verschärft sich durch fehlende Kanalisationssysteme und eine hohe Arbeitslosigkeit.
Die Brüder Ulrich Gansop und Silas Teyim, die heute von CODAS Caritas Douala unterstützt werden, lebten lange Zeit in solch prekären Umständen. „Mit zehn Jahren war unsere Kindheit vorbei, als mein Vater uns verlassen hat“, erzählt Gansop. Seine Mutter habe sich ab diesem Zeitpunkt allein um vier Kinder kümmern müssen. Die Situation der Familie verbesserte sich schlagartig, als beide Söhne eine Ausbildung in einem Betrieb für Abfallaufwertung starten konnte.
Gemeinsam mit den deutschen Bischöfen ruft Triers Bischof Stephan Ackermann auf, in allen Gottesdiensten am 22. März bei der Misereor-Kollekte ein Zeichen gelebter Solidarität und Nächstenliebe mit Gebet und Spende zu setzen. „Bildung ist Ausdruck von Würde, Teilhabe und Hoffnung. Sie stärkt die Jugendlichen darin, ihre Zukunft selbst zu gestalten.“