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Heilig-Rock-Tage Trier: Priester des Bistums kommen zum Austausch zusammen:In Gottes Auftrag zu den Menschen gehen

Gut 130 Priester aus dem gesamten Bistum waren bei den Heilig-Rock-Tagen zu Begegnung und Austausch zusammengekommen.
Podiumsdiskussion mit Dr. Michael Meyer, Kooperator im Pastoralen Raum Merzig, Dr. Volker Malburg, zuständig für die Fortbildungen der Priester, und Pfarrprovisor Xandro Pachta-Reyhofen von der Gemeinschaft St. Martin (vlnr.)
Datum:
24. Apr. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – „Gott ist der, der zuerst handelt. Das dürfen wir uns immer wieder sagen.“ Diese Botschaft, verbunden mit der Einladung, innezuhalten und „durchzuatmen“, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den Mitarbeitenden der Caritas und den Priestern des Bistums beim Gottesdienst am 23. April im Trierer Dom mit auf den Weg gegeben.

„Gott ist ganz Liebe und hat sein letztes Hemd für uns gegeben. Wir wollen uns stärken lassen in der Eucharistie, damit wir in seinem Auftrag zu den Menschen gehen können“, so Ackermann. Während der Heilig-Rock-Tage hatte der Diözesan-Caritasverband zu einem „Oasentag“ eingeladen (eigener Bericht folgt). Das abschließende Pontifikalamt feierten die Frauen und Männer aus der ganzen Diözese zusammen mit den Priestern des Bistums, die an diesem Tag ebenfalls in Trier zusammengekommen waren.

Sowohl für die Priester wie auch für die Mitarbeitenden der Caritas gelte letztlich keine feste Aufgabenteilung bei ihrem Dienst: „Es geht um den Menschen in seiner Ganzheit.” Mit Blick auf das Leitwort der Heilig-Rock-Tage „Unbegreiflich – Ich hoffe“ erinnerte Bischof Ackermann daran, dass Christinnen und Christen aufgerufen seien, ihre Hoffnung zu teilen: „Wenn wir diese Ressource teilen, nimmt sie nicht ab, so wächst.“

Gut 130 Priester aus dem gesamten Bistum waren vor dem Gottesdienst zu Begegnung und Austausch zusammengekommen. Impulse zu missionarischen Chancen in der Seelsorge gab es von Pfarrprovisor Xandro Pachta-Reyhofen von der Gemeinschaft St. Martin, der die aktuell steigenden Zahlen an Taufbewerbungen in Frankreich beleuchtete, und von Dr. Michael Meyer, Kooperator im Pastoralen Raum Merzig, der Wahrnehmungen aus der Kirche Lateinamerikas einbrachte. Dr. Volker Malburg (zuständig für die Fortbildungen der Priester) nannte einen „offenen Blick für die Gelegenheiten, in denen Menschen ansprechbar sind für Glauben“ und einen „wirklichen Dialog über Leben und Glauben“ als wesentliche Punkte.

Generalvikar Tim Sturm im Gespräch mit Priestern.

Das bestätigten auch beide Impulsgeber. Pachta-Reyhofen sah als wichtigste Aufgabe der Engagierten in der französischen Kirche, die – vor allem jungen – Menschen, die sich derzeit als Taufbewerberinnen und -bewerber meldeten, gut zu begleiten und „über Gott in einfacher Sprache und in der ersten Person zu reden“. Sie sollten von Anfang an das Gefühl haben, dazuzugehören. „Was bringen sie mit, was fehlt ihnen?“ stellte er zwei zentrale Fragen. Pachta-Reyhofen riet dazu, dort zu sein, wo junge Menschen auch unterwegs sind, nämlich online. Meyer nannte die „ständige Begleitung“ der Engagierten als wesentliche Aufgabe, aber nicht nur „verkopft“, sondern auch „mit Fest und Feier“. „Wir sind eine Kirche der Sendung mit dem Auftrag, andere zu suchen“, sagte er und erinnerte daran, dass man Christ und Christin werde „durch Begegnung“. Den gefeierten Glauben und den tätigen Glauben zusammenzubringen, fasste er den Auftrag zusammen. Dann sei eine missionarische Kirche auch eine diakonische Kirche.