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Laienvertretungen befassen sich mit Glaubenswegen und Engagemententwicklung:Katholikenrat kommt zur Vollversammlung im Frühjahr zusammen

Bei der Frühjahrsvollversammlung des obersten Laiengremiums im Bistum ging es um Glaubenswege und Engagemententwicklung.
Blick ins Plenum bei der Frühjahrsvollversammlung
Datum:
2. Apr. 2026
Von:
Judith Rupp

Otzenhausen/Trier – Mit „Glaubenswegen in die Zukunft“ und dem „Engagement als Zukunftskraft für Kirche und Gesellschaft“ hat sich der Katholikenrat im Bistum Trier bei seiner Vollversammlung am 27. und 28. März in Otzenhausen beschäftigt.

Stefanie Feder, Theologin, Theaterpädagogin und Organisationsentwicklerin aus Köln, sprach über eine „Ermöglichungspastoral“. Anhand von gegenseitigen Interviews standen am Ende des Studienteils Impulse wie „den Glauben als Entdeckungsreise verstehen“, „Räume eröffnen statt vorgeben“, die Frage nach der Alltagstauglichkeit des Glaubens oder die nötige Haltung der Wertschätzung. Es gelte, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, charismen-orientiert zu arbeiten und Beteiligung zu ermöglichen.

Diese Themen fänden sich bereits im Abschlussdokument der Trierer Synode, hielten Michaela Tholl und Thomas Biewen vom Team Engagemententwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier im zweiten Studienteil des Tages fest. Tholl ermutigte die Laienvertretungen, jede Gelegenheit zu nutzen, mit anderen zusammen die Gesellschaft zu gestalten. Viele Ideen und Konzepte seien schon niedergeschrieben, aber „es braucht uns, damit das erfahrbar und umgesetzt wird“. Sie trat der Wahrnehmung entgegen, ehrenamtliches Engagement nehme ab. Vielmehr würden sich die Motive verschieben, es gebe klare Erwartungen der Engagierten und brauche flexibel gestaltete Handlungsfelder. Biewen arbeitete unter dem Fokus „Gremien als Grundpfeiler der Partizipation“ mit den rund 30 Frauen und Männer zur Frage, wie Beteiligung in der Kirche gestaltet sein müsse, damit sie Menschen erreiche, motiviere und stärke. Repräsentation und Legitimation, die Attraktivität von Gremienarbeit, neue Beteiligungsformen und die Möglichkeiten durch die Digitalisierung sowie das Ehrenamt als Netzwerk nahm der Rat in den Blick und gab dem neuen Referenten für die Gremienarbeit Biewen einiges an Anregungen mit.

Zu Beginn der Vollversammlung hatte die Vorsitzende Dr. Elfriede Franz an die verstorbenen früheren Katholikenratsmitglieder Monika Groß und Dr. Herta Brinkmann erinnert. Die Sachausschüsse informierten an Infowänden über ihre Arbeit. „So kommen die Mitglieder gut miteinander ins Gespräch“ resümierte Vorstandsmitglied Alfred Staudt. Elfriede Franz, die vom Katholikenrat ins Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) entsandt ist, informierte über den Abschluss des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland und die Weiterarbeit und verwies auf die entsprechende Publikation. Der Bericht aus dem Diözesanrat, in den der Katholikenrat zehn Mitglieder entsandt hat, sowie der Bischöflichen Beauftragen gehörten ebenso zum Tagungsprogramm wie eine Wort-Gottes-Feier und der informelle Austausch.

Der Katholikenrat ist die Vertretung der Laien im Bistum Trier. Informationen zu dem Gremium sind unter Katholikenrat im Bistum Trier | Unser Bistum Trier - Verwaltungsportal zu finden.

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