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Erster Soli-Imbiss der Firmbewerber :Mit Hotdogs gegen die Armut in der Welt 

Zu zweit organisierten die Firmbewerber Colin Wagner und Felix Schmidt den ersten Soli-Imbiss in Düppenweiler - und sammelten so 1.100 Euro für Misereor.
Zwei Jugendliche stehen in einer Küche. Eine Person steht am Herd und rührt mit Küchenzangen in einem großen Edelstahlkochtopf auf der Arbeitsplatte. Daneben liegen ein Topfdeckel und Zutaten wie Hotdog-Brötchen. Die zweite Person steht leicht seitlich dahinter, mit den Händen in den Hosentaschen. Im Hintergrund sind Küchenschränke, ein Fenster, ein Esstisch mit Stühlen und weitere Lebensmittel zu sehen.
Datum:
9. März 2026
Von:
Ute Kirch

Beckingen-Düppenweiler – Gemeinsam essen und dabei Gutes tun: Das war am Samstagabend beim ersten Soli-Imbiss nach dem Gottesdienst in St. Leodegar in Düppenweiler (Pfarrei St. Matthias Haustadter Tal) möglich – eine Premiere, die vor allem zwei Firmbewerbern zu verdanken ist.  

Aktuell bereiten sich rund 200 Jugendliche im Pastoralen Raum Dillingen, zu dem auch die Gemeinde Beckingen gehört, auf ihre Firmung im Juni vor. Dabei können sie aus zahlreichen Workshops das für sie passende Angebot wählen. Die Cousins Colin Wagner aus Düppenweiler und Felix Schmidt aus Oppen waren die beiden einzigen, die sich meldeten, um den Soli-Imbiss zu organisieren, dessen Erlös an das Hilfswerk Misereor gespendet wird. Dabei – so geben beide lachend zu – gehört das Kochen eigentlich nicht zu ihren Stärken. „Aber wir wollten das dennoch durchziehen“, sagen die beiden 15-Jährigen. Mit ihrem Einsatz unterstützen sie Jugendliche in den ärmeren Gebieten der Welt.  

Gemeinsam mit Gemeindereferentin Martina Scholer machten sie sich an die Planungen. „Auf die Frage ,Was könnt ihr kochen?‘ gab es zunächst die Antwort: Toast“, erinnert sich Scholer. Kurzerhand entschieden sich die drei, Hotdogs anzubieten. Darüber hinaus wagten sich Colin und Felix das erste Mal an einen Nudelsalat. Zum Nachtisch besorgten sie Schokoküsse. „Eine weitere Schwierigkeit war, dass wir vorher nicht genau wussten, wie viele Leute kommen“, sagt Scholer. Es wurde zwar um Anmeldung gebeten, aber natürlich konnten auch spontan Leute kommen. Schließlich entschieden sie sich, den Imbiss für 30 Personen vorzubereiten – so viele, wie das Pfarrhaus Platz bietet. 

Gottesdienst zur Fastenaktion

In einem gemütlichen Gemeinderaum sitzen mehrere Personen an kleinen Tischen und essen gemeinsam. Die Tische sind mit einfachen Tischdecken gedeckt und mit Getränken, Tellern und Besteck versehen. Auf dem roten Teppichboden stehen verschiedene Holzstühle. An der rechten Seite des Raums befindet sich ein Sideboard mit Lebensmitteln und Geschirr, an dem eine Person arbeitet. Im Hintergrund stehen ein großer Holzschrank und ein weißer Türbereich. Die Wände sind hell und mit zwei gerahmten Bildern dekoriert.

Vor dem Soli-Imbiss gestalteten die beiden den Gottesdienst mit und stellten die Fastenaktion des kirchlichen Hilfswerks Misereor vor, die jedes Jahr alle Menschen einlädt, sich für soziale Gerechtigkeit zu engagieren. „Hier fängt Zukunft an“ lautet das Leitwort der diesjährigen Aktion, in deren Mittelpunkt dieses Mal Kamerun steht. Dazu zeigten sie den rund 60 Gottesdienstteilnehmenden den Aktionsfilm des Hilfswerks.  

Zur Organisation eines Imbisses gehört einiges: gemeinsam gehen Felix, Colin und Martina Scholer einkaufen, treffen sich zum Schnippeln der Zutaten, stellen im Pfarrhaus Tische und Stühle und decken die Tische ein. Sie bedienten die Gäste und stemmten mit Hilfe ihrer Mütter den Abwasch.  

Schlussendlich kamen 16 Gäste zum Soli-Imbiss, die spenden durften, was sie möchten. Am Ende kamen 1.100 Euro für Misereor zusammen. Sehr beeindruckt waren die beiden, dass ein Mann allein 1.000 Euro spendete.