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Zweite Synodalversammlung zeigt Weichenstellungen für die Zukunft:Pastoraler Raum Trier will noch enger zusammenwachsen

Zu neun Themenkomplexen haben sich die Delegierten der Synodalversammlung des Pastoralen Raums Trier ausgetauscht. Und: Es gibt sechs neu gewählte Ratsmitglieder.
Dekan Markus Nicolay gratuliert den Neugewählten
Datum:
27. Nov. 2025
Von:
Simone Bastreri

Trier – Ob „Country“- oder „Citypastoral“, gemeinsames Präventionskonzept für alle Pfarreien, neue Leitungsmodelle oder Glaubenskommunikation: Bei ihrer zweiten Synodalversammlung Ende November haben die rund 100 Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Pastoralen Raum Trier gemeinsam auf den aktuellen Stand jener Projekte und Vorhaben geschaut, die sie von ihrem ersten Treffen 2023 mitgenommen hatten. Der Schwerpunkt lag auf Workshops zu neun verschiedenen Themen und der Wahl neuer Mitglieder für den Rat des Pastoralen Raums.

Kapazitäten für Innovationen freihalten

Leitungsteammitglied und Dekan Markus Nicolay zeigte sich auf der Veranstaltung im Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium positiv gestimmt: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir hatten eine Reihe an Aufträgen mitgenommen und dazu Arbeitskreise gebildet, die heute ihre Ergebnisse präsentiert haben.“eit Sommer 2025 arbeite man in Projektverbünden zu verschiedenen Handlungsfeldern. „Für bestimmte Dienste der seelsorglichen Grundversorgung wie Erstkommunion- und Firmvorbereitung oder Beerdigungen bieten wir an, das gebündelt zu organisieren, und hoffen dabei auf Synergieeffekte. Bei zurückgehenden Personalzahlen hoffen wir so, Kapazitäten für innovative Dinge freizuhalten“, sagte Nicolay. Die Krise der Kirche und Nachwuchsprobleme in geistlichen Berufen machten sich indessen bemerkbar. Deshalb würden neue Leitungsmodelle in Welschbillig, Sankt Matthias und Euren erprobt. „Damit sind wir schon Vorreiter, denn bisher galten solche Lösungen eher übergangsweise. Wir planen dauerhaft mit festen Teams, wo Laien an Leitung der Gemeinde partizipieren, sei es im Bereich Vermögensverwaltung oder der Koordination der Seelsorge.“

Sechs neue Mitglieder hat die Versammlung in den Rat gewählt.

Ehrenamtliche interessiert daran, was auf Ebene des Pastoralen Raums geschieht

Für Edith Ries, die wie Michaela Marx ebenfalls zum Leitungsteam gehört, ist der Austausch mit den Ehrenamtlichen aus den Pfarreien auf der Synodalversammlung besonders wertvoll: „Die Leute sind sehr interessiert daran, was auf Ebene des Pastoralen Raums geschieht, der ja doch manchmal etwas weiter weg erscheint. Viele haben sich zum Thema Immobilienkonzept ausgetauscht oder dazu, wie bei schwindenden Ressourcen noch das aufrecht erhalten werden kann, was den Menschen vor Ort wichtig ist, wie Familiengottesdienste.“ Eine Antwort auf die Frage, wie Kirche im ländlichen Raum gestärkt werden kann, soll etwa die „Countrypastoral“ bieten. Dazu hätten schon in verschiedenen, gezielt dafür ausgesuchten kleinen Orten Aktionen stattgefunden. Auch Öffentlichkeitsarbeit und engere Vernetzung stünden weit oben auf der Agenda.  

Einheitliches Schutzkonzept wird erarbeitet

Ab Januar 2026 wird der Pastorale Raum Trier aus zehn dann fusionierten Pfarreien bestehen, die einheitliche Standards zum Thema Prävention einführen werden. Vera Schulz aus der Pfarrei Edith Stein und Jürgen Schmitt aus Euren haben in einem Arbeitskreis mitgewirkt, der in Zusammenarbeit mit der Präventionsstelle des Bistums ein gemeinsames Schutzkonzept erarbeitet. Schulz lobte die konstruktive Arbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen: „Alle brachten ihre eigenen Erfahrungen aus den Pfarreien mit. Wir haben an dem Text gearbeitet und gerungen – es war eine gemeinschaftliche Arbeit auf Augenhöhe.“ Nun seien die Bausteine vorgestellt worden und es gehe in die finale Phase. Schmitt, der sich schon als Messdiener und später im Pfarrgemeinderat engagierte, wünscht sich für die Zukunft, dass sich die Pfarreien „noch mehr mit dem Pastoralen Raum identifizieren und mehr gemeinsam auf den Weg gebracht wird”. Und das, „ohne dass die Dinge vor Ort sterben – sondern, dass beides gelingt“.

Neue Mitglieder für den Rat

Während der Versammlung stand auch die Wahl neuer Mitglieder für den Rat des Pastoralen Raums an, der sich aus den Delegierten der pfarrlichen Gremien und von der Synodalversammlung gewählten Personen zusammensetzt. Seine Aufgabe: sich gemeinsam mit dem Leitungsteam auf Schwerpunkte der Seelsorge verständigen. Gewählt wurden Matthias Balzer, Winfried Benda, Klaus Christmann, Marianne Grandjean, Rudolf Herrmann und Eleonore Müller. Hinzu kommen Anfang 2026 nach der Konstituierung der neuen Pfarrgremien vor Ort noch zehn Entsendete der Pfarreien.

Mehr Informationen gibt es unter: www.katholisch-trier.de.