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Bistum Trier stellt P.I.A.-Jahresbericht für das Jahr 2025 vor:Prävention, Intervention und Aufarbeitung gehören zum kirchlichen Leben

Das Bistum Trier hat seinen Rechenschaftsbericht 2025 für die Bereiche Prävention, Intervention und Aufarbeitung vorgelegt.
Datum:
30. März 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – „Mittlerweile zeigt sich, dass sich ganz viele Menschen in diesem Bistum nicht nur ‚von Amts wegen‘ den Themen Prävention, Intervention und Aufarbeitung verpflichtet fühlen, sondern sie als integralen Bestandteil kirchlichen Lebens verstehen.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Vorstellung des sogenannten P.I.A.-Jahresberichts 2025 am 30. März 2026 gesagt. Der Bericht gibt Rechenschaft darüber, was im Bistum Trier in der Prävention gegen sexualisierte Gewalt, in der Intervention bei Verdachtsfällen sowie in der systematischen Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs geschieht. Für den Bericht zeichnen die Präventionsbeauftragen Angela Dieterich und Dr. Andreas Zimmer und die Interventionsbeauftragte Dr. Katharina Rauchenecker verantwortlich.

Der Bericht bietet Zahlen und statistisches Material etwa zu den Präventionsmaßnahmen, den bearbeiteten (Verdachts-)Fällen oder den Anerkennungsleistungen. Aus dem Bereich der Prävention werden Erfahrungen und gute Initiativen geteilt. Neues, wie der „Leitfaden bei Anliegen zur individuellen Aufarbeitung und Aufklärung von Fällen sexualisierter Gewalt im Bistum Trier“ oder die „Trierer Standards“ zur Einordnung von Verdachtsfällen, wird vorgestellt.

Auch die Beauftragten sehen einen Entwicklungsschritt. So hielt Angela Dieterich fest, Prävention bedeute nicht nur, ein Regelwerk zu haben, sondern „es ist eine Haltung der Achtsamkeit, der Verantwortung und des gemeinsamen Engagements aller Beteiligten“. Das sei Ziel der Schulungen. Der Bericht zeige, „dass uns das auch gelingt und viele Menschen im Bistum hinter dieser Aufgabe stehen und ihren Beitrag zu einer Kultur achtsameren Miteinanders leisten wollen“. Ein Aspekt in den Schulungen sei die sogenannte Bystander-Prävention, ergänzte Andreas Zimmer; also der Ansatz, dass man Menschen befähigt im Bedarfsfall zu reagieren, sexualisierte Gewalt zu unterbrechen und Betroffenen beizustehen. Katharina Rauchenecker verwies auf den Zusammenhang zwischen Intervention und Prävention und stellte den Nutzen nicht nur des diözesanen Monitorings dar, sondern auch des überdiözesanen Berichtswesens auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz.

Dr. Andreas Zimmer, Dr. Katharina Rauchenecker, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Angela Dieterich und Judith Rupp (vlnr.) bei der Vorstellung des P.I.A-Jahresberichts.

Bischof Ackermann teilte bei der Vorstellung des Jahresberichts mit, dass Angela Dieterich Ende April ihren Dienst als Präventionsbeauftragte und Leiterin der Fachstelle beendet, den sie seit 2019 innehatte. Sie wird künftig weiterhin in der Lebensberatung des Bistums in Bitburg tätig sein. Bischof Ackermann dankte Angela Dieterich für die intensive Arbeit in Zusammenspiel mit Dr. Andreas Zimmer, der ebenfalls Präventionsbeauftragter ist, und dem Team der Fachstelle. Sie habe “Aufbauarbeit” geleistet und wesentlich zum P.I.A.-Berichtswesen beigetragen. Mit hoher fachlicher Expertise und Klarheit habe sie die Anliegen der Prävention vorangebracht.

Der Jahresbericht ist unter diesem Link abrufbar.