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Empfang der Sternsinger bei den Länderchefs:Segen für die Staatskanzleien in Mainz und Saarbrücken

Königlichen Besuch gab es in dieser Woche für Saar-Ministerpräsidentin Rehlinger und ihren rheinland-pfälzischen Kollegen Schweitzer.
50 Sternsinger aus fünf Gruppen brachten den Segen zu Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.
Datum:
9. Jan. 2026
Von:
Ute Kirch/Simone Bastreri

Saarbrücken/Mainz Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem Bistum Trier haben die Segenswünsche für das neue Jahr und die frohe Kunde über die Geburt Jesu in die Staatskanzleien von Rheinland-Pfalz und dem Saarland gebracht.  

Zehn Kinder und Jugendliche aus der Pfarrei Daun Heilig Geist waren mit anderen Königinnen und Königen aus den Bistümern Mainz, Speyer und Limburg am Mittwoch, 7. Januar, bei Ministerpräsident Alexander Schweitzer in Mainz eingeladen. „Mit Eurer diesjährigen Sternsingeraktion leistet Ihr einen riesengroßen Beitrag für die Gestaltung einer gerechten Welt. Mir fällt keine andere Aktion ein, bei der so viele junge Menschen gleichzeitig unterwegs sind und sich gemeinsam für einen guten Zweck einsetzen“, betonte der Ministerpräsident und dankte den Kindern für ihr Engagement. Mit den kleinen Königen und Königinnen teilte er auch persönliche Erinnerungen an seine Zeit als Sternsinger. Zum Abschluss überreichte er eine Spende in Höhe von 250 Euro. Bei Getränken und Gebäck blieb Zeit für Gespräche und gemeinsame Fotos. Er sprach den Kindern Mut zu, weiterhin aktiv für eine bessere Zukunft zu bleiben. „Ihr sammelt nicht nur für den guten Zweck, sondern ihr tragt auch die Botschaft ins Land, dass alle dazu aufgerufen sind, ihren Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten“, so Schweitzer.  

Die Sternsingeraktion 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Weltweit müssen Kinder unter gefährlichen Bedingungen arbeiten und dürfen nicht zur Schule gehen. Um diesen Kindern die Chance auf ein besseres Leben und Zukunft zu ermöglichen, setzen sich die Sternsinger in diesem Jahr für das Recht der Kinder auf Bildung ein. Ein Schwerpunkt der Aktion liegt auf Bangladesch, wo die Ausbeutung von Kindern besonders weit verbreitet ist. „Kinder gehören in die Schule, und nicht in die Fabrik. Uns ist wichtig, dass der Wohlstand in Deutschland nicht durch die Verletzung von Menschenrechten in anderen Regionen erkauft wird. Dazu gehören natürlich auch massive Verletzungen der Kinderrechte, zum Beispiel durch Kinderarbeit. Dort, wo wir können, nutzen wir als Land unsere Möglichkeiten und stellen Regeln auf, etwa bei öffentlichen Bauten, in denen nur Baumaterial eingesetzt wird, das ohne Kinderarbeit produziert wurde“, so Alexander Schweitzer.  

Am Abend kehrte die Eifeler Gruppe nach Daun zurück – erfüllt von vielen Eindrücken und der Erfahrung, mit ihrem Engagement Teil einer großen Solidaritätsaktion zu sein.  

"Wunderbares Signal der Nächstenliebe"

In Saarbrücken bekam Ministerpräsidentin Anke Rehlinger am Donnerstag, 8. Januar, Besuch von rund 50 Sternsingerinnen und Sternsingern aus Saarbrücken (Pfarrei Alt-Saarbrücken/St.Arnual), Spiesen-Elversberg (Pfarrei St. Ludwig), Kerlingen und Gisingen (Pfarrei Wallerfangen St. Jakob) und Marpingen (Pfarrei Maria Königin des Friedens). Für das Bistum Speyer waren Sternsinger aus Homburg-Erbach (Pfarrei Hl. Johannes XIII.) vertreten. „Die Sternsinger zeigen sich solidarisch mit Kindern in der ganzen Welt. Sie treten ein für diejenigen, die keine erfüllte und sorgenfreie Kindheit und Jugend erleben und denen die Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung verwehrt bleibt. Das ist ein wunderbares Signal der Nächstenliebe und nicht selbstverständlich. Es ist bemerkenswert, dass sich so viele junge Menschen ehrenamtlich engagieren und die Gemeinschaft im Kleinen und Großen stärken“, dankte Rehlinger den Mädchen und Jungen. Eine besondere Ehre wurde dem elfjährigen Constantin aus Urexweiler zu teil: Er durfte den Segenswunsch „20*C+M+B+26“ mit Kreide am Türbalken im Eingangsbereich anbringen. Das steht für „Christus Mansionem Benedicat“ (zu Deutsch: Christus segne dieses Haus). Vom Besuch in der Staatkanzlei zeigte sich der König begeistert: „Ich fands toll, dass Frau Rehlinger zu uns gesprochen hat. Man kennt sie ja nur aus den Nachrichten. Ich fand es sehr sympathisch, dass sie sich extra Zeit genommen und eine kurze Ansprache gehalten hat. Das war wirklich toll!“ Auch Evangeline und Estelle aus Spiesen-Elversberg waren begeistert: „Besonders gut hat mir bei unserem Besuch das gemeinsame Singen in der großen Gruppe gefallen“, sagt Evangeline und Estelle ergänzt: „Die Atmosphäre war echt feierlich.“ Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt stellte die Einzelheiten der Aktion „Schule statt Fabrik“ vor. Begleitet von Frederic Horf am Flügel sang die Sternsingerschar für ihre Gastgeberin „Stern über Bethlehem“ und „Wir kommen daher aus dem Morgenland“. Nach einem kleinen Empfang verabschiedete Rehlinger die Sternsinger mit einer süßen Wegzehrung - sowie einer Spende für jede Gruppe zugunsten der Aktion. 

Info: Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). 

Dreikönigssingen 2026:Sternsinger aus dem Bistum Trier in den Staatskanzleien in Saarbrücken und Mainz

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