Diözesanrat trifft sich :Synodalität als wichtiger Auftrag

Trier – „Ohne Synodalität ist Kirche nicht Kirche.“ Das hat Dr. Elfriede Franz, Mitglied im Vorstand des Diözesanrates, bei der vierten Sitzung des obersten synodalen Gremiums im Bistum Trier am 27. September betont. Gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann stellte sie den Ratsmitgliedern vor, wie die verschiedenen synodalen Bewegungen und Aufträge – von der Bistumssynode, dem synodalen Weg in Deutschland und der Weltsynode – synchronisiert und bearbeitet werden sollen.
Dazu beschloss das Gremium die Einrichtung eines Ausschusses „Für eine synodale Kirche“, der die Aufgaben des von Rom angeregten Synodalteam übernehmen wird. „Das Team soll nicht die regulären Gremien ersetzen, sondern dafür sorgen, dass Synodalität in konkreten Kontexten umgesetzt wird, damit möglichst viele einbezogen werden“, erläuterte der Bischof. Der Ausschuss kann zu Mitgliedern aus dem Diözesanrat hauptamtliche Seelsorger*innen, Laien oder Vertretungen anderer Kirchen und Konfessionen zur Mitarbeit einladen. Da der Ausschuss erst bei der Sitzung im November eingerichtet wird, hat Ackermann angekündigt, bei einem Treffen der synodalen Teams aus der Weltkirche Ende Oktober in Rom zusammen mit Dr. Elfriede Franz, Florian Gepp als Referent für die Räte, dem Moderator des Priesterrats Dekan Hans-Georg Müller und Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung, teilzunehmen. Außerdem beschloss der Rat die Einsetzung eines Pastoralausschusses, der sich laut Satzung mit „der Identifizierung, Wahrnehmung und Bewertung von pastoralen Themenstellungen und Herausforderungen in der Kirchenentwicklung befassen wird.
Bischof Ackermann informierte über die Themen der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe vergangene Woche in Fulda. Mechthild Schabo gab einen Einblick in die aktuellen seelsorglichen Erfordernisse angesichts der Neuregelung der Bestattungsmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz. Die Fachleute im Bischöflichen Generalvikariat haben dazu ein Papier vorgelegt, das das bestehende Rahmenkonzept zum Bestattungsdienst ergänzt und eine „verlässliche Handlungsorientierung“ bietet: „Wir wollen die Hoffnungsbotschaft von der Auferstehung anbieten und verkündigen“, sagte Schabo. Der Leitende Direktor Andreas Trogsch stellte die „Diözese Trier Energie GmbH“ vor.

Für die Mitglieder des Gremiums standen außerdem finanzbezogene Themen auf der Tagesordnung: die Verabschiedung des Jahresabschluss 2024, der der Öffentlichkeit bei der jährlichen Haushaltspressekonferenz vorgestellt wird, Beratungen zum Kirchlichen Vermögens- und Verwaltungsgesetz (KVVG) sowie der Prozess der Haushaltssicherung. Der Bischof kündigte an, identifizierte Maßnahmen, „die von Inhalt, Bedeutung und Größenordnung einer Diskussion und Beratung im Diözesanrat bedürfen“, in den kommenden Sitzungen auf die Tagesordnung zu bringen. Haushaltssicherung sei ein dauerhaftes Thema, an dem „wir strukturiert und mit politischem Willen, dauerhaft und mit großer Ernsthaftigkeit“ weiterarbeiten.