Zweite Woche der Inklusion im Bistum Trier für Menschen mit und ohne Behinderung :Teilhabe ist Menschenrecht

Bistumweit/Trier – Die „Woche der Inklusion“ geht in die zweite Runde: Alle sind eingeladen, an den rund 20 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten im Bistum Trier vom 27. April bis 10. Mai teilzunehmen. Die vielfältigen Angebote sind so gestaltet, dass sie Begegnung, Austausch und inklusive Teilhabe ermöglichen. Die Aktionswoche ist um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai angesiedelt.
„Die beeindruckende Resonanz im vergangenen Jahr hat deutlich gemacht, wie bereichernd gelebte Vielfalt für Kirche und Gesellschaft ist“, betont Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. Ziel sei es, Barrieren abzubauen und Räume zu schaffen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen können. Denn: „Teilhabe ist ein Menschenrecht. Inklusion ist möglich und bereichert uns alle!“, erklärt Pastoralreferentin Judith Schwickerath vom Arbeitsfeld Inklusion im Bistum Trier, die die Aktionen gemeinsam mit ihrem Kollegen Christoph Morgen koordiniert.
Breites Spektrum an Veranstaltungen
Das Programm reicht von kulturellen Angeboten, Workshops, inklusiven Mitmachaktionen, Vorträgen und Ausstellungen bis hin zu Begegnungsformaten für alle Altersgruppen, kreativen Projekten und gemeinschaftlichen Kocherlebnissen.
Zu den Höhepunkten gehören unter anderem:
- Ausstellungen und Kreativprojekte, darunter „Unbehindert Kreativ“ in Ulmen
- Mitmach- und Kulturaktionen, wie das etablierte und beliebte Format „Blind Cooking“ in Trier, wo sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam Köstlichkeiten aus geretteten Lebensmitteln herstellen, oder die Offene Probe des Inklusiven Musizierensemble Engers in Neuwied
- Party und Demonstration wie die PARTYzipation mit der inklusiven Band Trierer Band JUMP TONES und die Inklusionsdemo sowie der Aktionstag anlässlich des Proteststages
- Führungen, Workshops und Vorträge, die Themen wie bauliche Barrierefreiheit, digitale Teilhabe oder unterstützende Gebärden praxisnah vermitteln, und eine Zeitreise im Museum für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen
Die Veranstaltungsorte bieten barrierefreie Zugänge, teilweise auch Angebote in Gebärdensprache, Leichter Sprache oder mit tastbaren Elementen.
Zeichen für Menschenwürde und demokratisches Miteinander
Die Veranstaltenden verstehen die Aktionswochen als sichtbares Signal für eine inklusive und solidarische Gesellschaft. „In einer Zeit, in der demokratiefeindliche und menschenverachtende Tendenzen zunehmend sichtbar werden, möchten wir ein klares Zeichen für eine inklusive, vielfältige und menschenfreundliche Kirche und Gesellschaft setzen“, erklärt Pastoralreferent Morgen.
Die Aktionswoche, an der über 20 Kooperationspartner*innen beteiligt sind, wird organisiert von dem Arbeitsfeld Inklusion, der Arbeitsstellen für Blinde und Sehbehinderte im Bischöflichen Generalvikariat Trier (Tonpost) und der Fachstelle für gebärdensprachliche Seelsorge und Beratung. Das vollständige Programm mit allen Terminen, Orten und Anmeldemöglichkeiten findet sich online unter: www.bistum-trier.de/inklusion/woche-der-inklusion.