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Pedro und Paolo aus Bolivien verbringen Lebensabend in Trier :Trierer Bischofsgarten wird Alpaka-Gnadenhof 

Der Bischofsgarten bekommt tierischen Zuwachs: Die Alpaka-Brüder Pedro und Paolo ziehen bald auf das Gelände zwischen Bischofshof und Generalvikariat.
Bischof Ackermann mit den Alpakas Pedro und Paolo
Datum:
1. Apr. 2026
Von:
Inge Hülpes

Trier – Die Dom-Bienen sind bald nicht mehr die einzigen Tiere im Garten des Trierer Bischofs Stephan Ackermann: Bald ziehen die beiden Alpaka-Brüder Pedro und Paolo auf das Gelände zwischen Bischofshof und Generalvikariat (BGV).  

Bei einem Besuch im bolivianischen Partnerland der Diözese traf der Bischof während eines Gemeindebesuchs auf die flauschigen Paarhufer. Im Gespräch erfuhr er, dass Pedro und Paolo aufgrund ihres Alters nicht mehr lange für die beschwerliche Arbeit als Lastentier eingesetzt werden könnten und in absehbarer Zeit der Gang zum Schlachter anstünde. Eine Schreckensnachricht für den Bischof, der direkt begeistert war von den zutraulichen Kameltieren. „Ich war beeindruckt von der sanften Art dieser wundervollen Tiere. Hier musste schnell eine Lösung her“, berichtet Ackermann. Einige Telefonate mit den zunächst irritierten Mitarbeitenden der Domrendantur und der zuständigen deutschen Alpaka-Behörde später stand der Plan: Pedro und Paolo kommen nach Deutschland, um in der Moselmetropole ihren Lebensabend in ruhiger Atmosphäre zu verbringen. „In den vergangenen Monaten habe ich jede freie Minute genutzt, um mir Wissen über die Haltung von Alpakas anzueignen. Besonders das milde Klima hier im Moseltal ist ideal für Pedro und Paolo“, so der Bischof. Auch eine Hospitation auf einem Alpaka-Hof in der Nähe habe er bereits absolviert – dem Einzug am 1. April steht also nichts mehr im Wege.  

Bis alle interessierten BGV-Mitarbeitenden in der Pflege der betagten Alpakas geschult seien und sich im dafür eigens erstellten digitalen Betreuungsplan eintragen können, übernehme der Bischof die Versorgung der neuen pelzigen Mitbewohner federführend. Zudem habe er die Mitglieder des Domkapitels sowie alle BGV-Bereichsleiter*innen dazu verpflichtet. Darunter fallen auch Spaziergänge durch die Trierer Innenstadt und das Umland, um genug Bewegung für die Alpaka-Senioren zu gewährleisten.  

Im Gegensatz zu dem Honig der Dom-Bienen, der in der Dominformation käuflich erworben werden kann, wird es von der begehrten und hochwertigen Alpaka-Wolle von Pedro und Paolo keine Produkte geben. „Die beiden haben ihr Leben lang hart gearbeitet. Sie müssen nun nichts mehr leisten, sondern dürfen einfach nur noch sein“, beschließt der Bischof. 

Weitere Informationen zu den fiktiven Alpakas Pedro und Paolo gibt es nicht auf www.bistum-trier.de. Dort finden sich allerdings viele andere spannende Geschichten über das Leben in der Trierer Diözese.