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Fastenzeit: Bischof Ackermann wendet sich mit Hirtenbrief an die Gläubigen:Umkehr aus der Kraft der Erlösung

Bischof Dr. Stephan Ackermann verliest Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit "Von der Kraft der Erlösung im Alltag".
Hier ist ein Portrait von Bischof Ackermann, lächelnd im Kreuzgang zu sehen. Er Trägt ein Ornat.
Datum:
21. Feb. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – „Der Ruf zur Umkehr und Erneuerung, der uns in der 40-tägigen Fastenzeit der Kirche immer wieder begegnet, ist nicht bloß ein Appell an unsere eigenen Kräfte, sondern verbunden mit Gottes Zusage: Du kannst dein Leben ändern aus der Kraft der Erlösung, das heißt: aus dem Glauben an die unverbrüchliche Liebe, die Gott uns in Jesus gezeigt hat.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann im Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit erklärt. Das Wort des Trierer Bischofs wird in den Gottesdiensten am 1. Fastensonntag (22. Februar 2026) verlesen.

Bischof Ackermann erinnert daran, dass in den Gottesdiensten des Fastensonntags die Bitte an Gott geäußert werde, „dass wir durch die Fastenzeit ‚in der Erkenntnis Jesu Christi voranschreiten und die Kraft seiner Erlösungstat durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen‘“. Hätten vor diesem Anspruch, so fragt der Bischof, nicht schon Generationen von Christinnen und Christen kapitulieren müssen?

Doch der Auftrag sei nicht die Erlösung der Welt: „Unsere Aufgabe ist es, Lösungen zu finden für die Fragen und Probleme, die uns tagtäglich umtreiben. Das ist oft schwer genug.“ Manchmal, so Ackermann, beschleiche einen der Verdacht, „dass wir Menschen uns so lange um wirkliche Lösungen drücken, solange nicht die Katastrophe eintrifft oder wir am Ende unserer Kräfte sind. Das könnte einen zynisch werden oder resignieren lassen“. Für das Miteinander habe das jedoch gravierende Folgen. Ein Gegenmittel zu Zynismus und Resignation sei daher „das, was wir mit dem altertümlich klingenden Wort ‚Erlösung‘ bezeichnen. Sehnsucht nach ‚Erlösung‘ keimt da auf, wo alle menschlichen Lösungen zu kurz greifen oder unsere Möglichkeiten übersteigen“.
Diese Erlösung habe „Jesus uns durch seinen Tod am Kreuz erwirkt“. Denn „Gott nimmt das Nein, das die Menschen seinem Sohn entgegenschleudern, in sich auf. So wird Erlösung möglich”. Und auch wenn es wahrhaftig Situationen gebe, die sich menschlich und innerweltlich nicht auflösen ließen, ermutigt der Bischof die Gläubigen, „dürfen wir in unserer christlichen Überzeugung darauf setzen, dass auch sie von der ‚Kraft der Erlösungstat Christi‘ erfasst werden“.

Wer aus dieser christlichen Haltung lebe, dem dürfe man das auch ansehen, zeigt sich Bischof Ackermann überzeugt: „Wer aus der Haltung des Erlöst-Seins lebt, der findet vielleicht den Mut zum ersten Schritt, ohne dazu verpflichtet zu sein. Wer aus der Haltung des Erlöst-Seins lebt, der findet – womöglich zur eigenen Überraschung – die Kraft zu wirklicher Veränderung.“
Das Hirtenwort ist im Wortlaut und als Video unter Bischof Ackermann im Wortlaut | Unser Bistum Trier - Verwaltungsportal abrufbar.

Video: Hirtenbrief von Bischof Stephan Ackermann

Fastenhirtenbrief_Titel
21. Feb. 2026

Der diesjährige Hirtenbrief zur Österlichen Bußzeit von Bischof Dr. Stephan Ackermann trägt den Titel: "Von der Kraft der Erlösung im Alltag". Das YouTube-Video mit Gebärden finden Sie hier.