Trierer Weihbischof spendet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Firmsakrament :Unser Glaube fordert uns heraus“
Trier – „Gott will, dass wir mit unserem Herzen und unserem freien Willen ‚ja‘ zu ihm sagen.“ Mit diesen Worten fasst Melania Pop zusammen, was der Empfang des Firmsakraments für sie bedeutet. Gemeinsam mit acht weiteren Firmlingen erhielt die 19-Jährige an Palmsonntag das Sakrament durch Weihbischof Jörg Michael Peters in der Jesuitenkirche in Trier. Dabei waren die jungen Menschen Teil eines neuen und besonderen Firmvorbereitung-Formats, welches das Jugend- und Gästehaus des Bistums Trier erstmals vom 27. bis 29. März anbot. Es richtet sich an junge Menschen, die sich erst später in ihrem Leben für eine Firmung entscheiden. In einem einzigen Wochenende können sie sowohl Firmvorbereitung als auch das Sakrament erhalten.
Der Jugendpfarrer und Leiter des Jugend- und Gästehauses, Peter Zillgen, begleitete die jungen Menschen durch das Wochenende, setze Impulse und hatte für alle Fragen ein offenes Ohr. Unter dem Motto „Aufbrechen im Glauben“ lernte die Gruppe gemeinsam, was es bedeutet, das Sakrament der Firmung zu erhalten. Neben theologischem Wissen über die Firmung ging es vor allem darum, für den eigenen Gauben Worte zu finden. Daneben lernten die Firmlinge auch die Glaubensgeschichten der anderen kennen. „Wir haben hier so viel voneinander gelernt, jeder hat seinen eigenen Weg, der ihn hierhergeführt hat,“ erzählt Melania Pop. Die jungen Menschen im Alter von 14 bis 30 entschieden sich aus unterschiedlichen Gründen für das besondere Firmangebot. Einige von ihnen hatten erst vor kurzem zurück zu ihrem Glauben gefunden, andere nutzten die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.
Bewusster Aufbruch: Glauben im Alltag lebendig gestalten
In seiner Predigt an Palmsonntag wies Weihbischof Jörg Michael Peters die Firmlinge, deren Freunde und Familie auf die unendliche Zusage Gottes hin, die sich im Kreuzestod seines Sohnes zeige. „Gott war bereit, das Liebste, was er hat, zu geben“, erinnerte der Weihbischof die Gläubigen. Der Erhalt des Sakraments sei ein Schritt auf einer Glaubensreise, die mit ihren Höhen und Tiefen nie endet. „Junge Freunde, unser Glaube fordert uns heraus“, richtete er das Wort an die jungen Menschen. Gott begegne ihnen dabei jedoch immer ermutigend und nicht mit drohendem Zeigefinger.
Den Tag ihrer Firmung erlebten die Firmlinge als Tag der Gemeinschaft, was sich auch in der abschließenden Reflexionsrunde zeigte. Jeder fühlte sich von Gott und von den anderen in seiner Individualität gesehen und wertgeschätzt. So wurde die Firmung nicht nur zu einem feierlichen Abschluss des Wochenendes, sondern zu einem bewussten Aufbruch, ihren Glauben auch im Alltag lebendig zu gestalten.
Informationen für das Format für Firmnachzügler gibt es auf der Seite des Jugend- und Gästehauses unter www.jugendhaus-trier.de oder bei Jugendpfarrer Peter Zillgen (peter.zillgen@bistum-trier.de).
