Seit 700 Jahren kommen Gläubige mit ihren Anliegen zur „Schmerzhaften Mutter“:Wallfahrt in Weidingen lädt Pilgerinnen und Pilger ein

Weidingen/Eifel – Die Wallfahrt zur „Schmerzhaften Mutter“ in Weidingen wird dieses Jahr am Samstag, 7. März, durch einen Gottesdienst mit Weihbischof em. Franz Josef Gebert um 16 Uhr feierlich eröffnet. Im Anschluss sind die Gläubigen zu einer Lichterprozession eingeladen.
Die weiteren Wallfahrtstage sind jeweils freitags am 14., 21. und 28. März. Am 14. März predigt Dekan Peter Strauch (Bad Neuenahr-Ahrweiler), während die Gruppe „Laudate“ für musikalische Untermalung sorgt. Am 21. März steht das Pilgeramt unter der Leitung von Dekan Ralf-Matthias Willmes (Mehring), musikalisch gestaltet von einer Singgruppe aus Mehring. Den Abschluss am 28. März bildet ein Gottesdienst mit Pfarrer Sebastian Pfeifer und der Chorgemeinschaft Neuerburg-Ammeldingen. An diesem Tag wird auch die Palmweihe stattfinden.
Beginn ist jeweils um 15 Uhr mit Begrüßung, Kreuzweg und Litanei. Beichtgelegenheit besteht ab 14.45 Uhr, ein Pilgertreff mit Kaffee wird ab 14.30 Uhr im Gemeindehaus angeboten.
Information
Die Wallfahrt nach Weidingen lädt Gläubige ein, sich im Gebet und in der Gemeinschaft neu auf die österliche Bußzeit auszurichten. An der Stelle, wo heute die barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung steht, soll laut Überlieferung um 730 von St. Willibrord, dem damaligen Abt von Echternach, eine erste Kirche gebaut worden sein. In noch früherer Zeit könnte hier ein heidnischer Tempel gestanden haben. Auch um den Ortsnamen rankt sich eine Legende: So soll er auf einen Weidenstrauch zurückgehen, in dem ein Bildnis der Gottesmutter lange Zeit überdauert habe. Die heutige barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, die zur Pfarrei Arzfeld-Neuerburg St. Peter und Paul gehört, stammt größtenteils aus dem Jahr 1783, enthält aber noch Elemente des Vorgängerbaus aus dem frühen 13. Jahrhundert.
Im Mittelpunkt der Verehrung steht seit Jahrhunderten eine spätgotische Pietà, die um 1500 entstand und die Mitte des spätbarocken Hochaltars ziert. Fast täglich suchen Pilger und andere Gläubige das Gnadenbild auf, um ihre Anliegen, Sorgen und Nöte vor die „Schmerzhafte Mutter“ zu bringen oder Maria für erfahrene Hilfe zu danken. Bei Renovierungsarbeiten wurden in den letzten Jahren historische Malereien freigelegt. Sehenswert sind auch die Seitenaltäre und Beichtstühle, der spätgotische, in eine Seitenwand eingemauerte Altaraufsatz mit Reliefs von Heiligen, der Steinaltar im Seitenschiff sowie die Kanzel mit Darstellungen der vier Evangelisten.