Pfarrei St. Hildegard beteiligt sich mit Fotoaktion an der Kampagne vor Landtagswahl :Weckruf für die Demokratie aus Kirn

Kirn – Mit einer kreativen Fotoaktion beteiligt sich die Pfarrei Kirner Land St. Hildegard ab Sonntag, 8. März, an der Kampagne „Aufstehen für … “ der evangelischen und katholischen Kirchen in Rheinland-Pfalz und Hessen. „Wir wollen im Vorfeld der Landtagswahl am 22. März ein starkes Zeichen für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen und die Menschen in der Stadt dazu ermutigen, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme für die Demokratie einzusetzen“, erklärt Christine Greber vom Pfarrgemeinderat, der die Aktion in Kirn angestoßen hat.
Los geht es am Sonntag, 8. März, um 11.56 Uhr, symbolisch „vier vor zwölf“, im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche St. Pankratius. Der Pfarrgemeinderat lädt alle Interessierten zu einem Getränk ein, um gemeinsam anzustoßen. Angestoßen werden soll aber auch im übertragenen Sinn: „Wir wollen einander anstoßen und in die Pflicht nehmen, dass jede Stimme bei der Wahl wirklich zählt. Wir stoßen in Kirn an – auf eine wache Gesellschaft“, teilt der Pfarrgemeinderat mit. Bei der Gelegenheit machen die Aktiven Fotos dieses „Anstoßens“. Jeder, der sich beteiligen möchte, kann sich entweder mit seinem Glas oder einem persönlichen Gegenstand, mit dem er zum „Anstoßen“ anregen will, fotografieren lassen. Dies könne etwa ein Wecker sein, der symbolisch für einen Weckruf für die Demokratie steht. Der Pfarrgemeinderat hat für die Aktion eigens Buchstabentassen gestaltet, die zusammen das Wort „Demokratie“ ergeben. Diese Bilder werden im Anschluss auf der Seite www.aufstehenfürdemokratie.de eingestellt, sodass aus den Fotos nach und nach eine „Kette des Anstoßens“ wird.
Unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten
Wer nicht vor Ort sein kann, kann ein eigenes Foto direkt auf der Internetseite hochladen. „Die Aktion versteht sich als Einladung an alle, unabhängig von politischer Ausrichtung, ein Zeichen für Menschlichkeit, Zusammenhalt, Vielfalt und demokratische Beteiligung zu setzen. Dafür stehen wir in unserer Pfarrei“, sagt Greber. Die Kirchengemeinde will mit der Aktion auch deutlich machen, dass Demokratie vom Mitmachen vieler lebt, von gegenseitiger Achtung und vom Einsatz für die Würde jedes Menschen.
Dass ein solches Anstoßen nötig ist, zeige der Blick auf die letzte Bundestagswahl. „Zu viele Menschen haben nicht gewählt oder ihre Stimme nicht für die Demokratie eingesetzt. Doch ‚Nie wieder ist jetzt‘ war selten aktueller“, so Greber. Sie hofft, dass viele der bislang passiven Nichtwähler – in Kirn waren das zuletzt rund 20 Prozent – dieses Mal wählen gehen. „Gleichgültigkeit macht unsere Gesellschaft schwach.“