Heilig-Rock-Tage: Mitten im Alltag ergeben sich neue Perspektiven:Weihbischof Gebert firmt zwölf Erwachsene

Trier – Zwölf Frauen und Männer sind am 19. April 2026 im Trierer Dom gefirmt worden. Weihbischof Franz Josef Gebert spendete ihnen das Sakrament in einem feierlichen Gottesdienst während der Heilig-Rock-Tage. Einer der Firmlinge empfing in dem Gottesdienst auch die Erste Heilige Kommunion.
„Der Heilige Geist bringt uns auf die gleiche Wellenlänge mit dem auferstandenen Jesus Christus“, sagte Weihbischof Gebert in seiner Predigt. Er mache möglich, dass „wir etwas ganz selbst tun und dass das gleichzeitig ganz das Wirken Gottes ist“. Mit Blick auf das Leitwort der Heilig-Rock-Tage „Unbegreiflich: Ich hoffe“ erinnerte Gebert an die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe: „Das, was mein Glaube, meine Hoffnung, meine Liebe ist, ist etwas Göttliches in mir.“ Durch die Christinnen und Christen und damit auch durch die Neu-Gefirmten sei der Heilige Geist erfahrbar: „Durch uns soll man spüren, dass mitten im Menschsein das Göttliche ist.“

Der Weihbischof ermutigte die Firmlinge und die Gottesdienstgemeinde, dass Wirken und Erfolg nicht nur durch eigene Anstrengung zu erreichen seien: „Wir müssen es zusammen tun mit Jesus, dem Auferstandenen, auf seine Einladung hin. Wir müssen für seine Aufträge offen sein.“ Jesus begegne uns im Wort und den Sakramenten, aber auch in den Brüdern und Schwestern, vor allem in denen, die der besonderen Hilfe bedürfen. Die Kirche sei vom Wirken des Heiligen Geistes geradezu überfallen worden, beschrieb es Gebert: „Mitten im Alltag ergibt sich eine neue Welt, ergeben sich neue Perspektiven.“

Die Firmung ist eines der drei Sakramente des Christ-Werdens. Das in der Taufe Begonnene wird nach der Erstkommunion in der Firmung weitergeführt und vollendet. In ihrem Zentrum steht die Zusage des Heiligen Geistes als Stärkung und Befähigung zum christlichen Leben. Während die meisten katholischen Gläubigen im Jugendalter gefirmt werden, gibt es jedes Jahr während der Heilig-Rock-Tage auch eine Erwachsenenfirmung im Trierer Dom. Anna Maria Anders und Laura Reuland haben entschieden, sich gemeinsam firmen zu lassen. Die beiden 19-Jährigen aus dem Pastoralen Raum Bitburg konnten das während der Corona-Pandemie nicht verwirklichen. Als sie von der Möglichkeit der Erwachsenenfirmung während des Bistumsfestes gehört hatten, hätten sie sich direkt angemeldet. In der Vorbereitungszeit hätten sie „sehr persönlich über den Glauben gesprochen“ und ihre Gedanken dazu miteinander geteilt, berichtet Reuland. Auch Anders hat das „offene Gespräch über Gott und den Glauben“ viel bedeutet. Nun sind sie froh, diesen Meilenstein gemeinsam zu feiern – mit einer „fröhlichen Messe mit viel Gesang und Musik“, wie Anders es beschreibt. Für Rocchino Rosito hat die Firmung auch einen ganz konkreten Grund. Im Mai wird der 39-Jährige aus Merzig Pate bei seinem kleinen Neffen werden. „Und da will ich mit gutem Beispiel vorangehen können“, freut er sich.
Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von den Domsingknaben aus Essen und Trier unter Leitung von Thomas Kiefer (Trier) und Harald Martini (Essen) sowie Marcel Eliasch an der Domorgel. Eine Gruppe von Priesteramtskandidaten aus verschiedenen deutschen Bistümern mit ihren Ausbildungsverantwortlichen (eigener Bericht folgt) feierten den Gottesdienst ebenfalls mit, zusammen mit den Paten und Begleitungen der Firmlinge sowie Pilgerinnen und Pilgern.
Informationen zur Erwachsenenfirmung unter www.katechese.bistum-trier.de und im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Pastorale Grundaufgaben, Tel.: 0651-7105-446; Ansprechpartner ist Niklas Trierweiler, Referent für Katechese und Glaubenskommunikation.
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