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153 Jubelpaare haben in Trier ihr Ehejubiläum gefeiert :Ein starkes Zeichen der Ermutigung 

153 Ehepaare aus dem ganzen Bistum haben gemeinsam im Trierer Dom Eucharistie gefeiert.
Das Ehepaar Thieltges aus Trier (links) mit Bischof Ackermann und weiteren Paaren am Tisch
Datum:
21. Apr. 2026
Von:
Inge Hülpes

Trier – Seit vielen Jahren gehen sie gemeinsam durch Dick und Dünn: Verbunden im  Sakrament der Ehe haben 153 Paare aus dem ganzen Bistum gemeinsam mit Freunden und Familie am Tag der Ehejubilare (20. April) während der Heilig Rock Tage in Trier gefeiert. Neben einer Eucharistiefeier im Hohen Dom mit Bischof Stephan Ackermann gab es für die Jubelpaare, die sich über ihre Goldene, Diamantene oder Eiserne Hochzeit freuen, bei Kaffee und Kuchen im Kulturzelt auf dem Domfreihof auch Gelegenheit zum Austausch mit dem Trierer Bischof und den Weihbischöfen Brahm, Gebert und Peters. 

Das Geheimnis einer glücklichen Ehe

Mit dabei waren auch Gisela und Josef Thieltges aus Dreis. Die beiden feiern Goldene Hochzeit und sind sich einig, was das Geheimnis einer glücklichen Ehe ist: „Man muss dem anderen die Gelegenheit geben, sich zu entfalten – auch mal Freiheiten lassen“, erklärt Gisela. Es schade auch nicht, immer zu machen, was die Frau will, schmunzelt Josef: „Da fährt man gut mit!“ Die beiden haben drei Töchter und fünf Enkelkinder.

Monika und Donald Eichenwald aus Püttlingen feiern Goldene Hochzeit

Aus Püttlingen waren Monika und Donald Eichenwald angereist. Sie sind seit 50 Jahren verheiratet, haben eine Tochter und einen Sohn sowie zwei Enkelkinder. Donald erklärt: „Es braucht Vertrauen, Zuversicht und Toleranz“ – auf diesen drei Säulen stehe die Beziehung sicher, ohne zu wackeln. Monika ergänzt: „Wenn das sich immer die Waage hält, dann ist ein sehr gutes Fundament.“ 

Rosel und Burkhard Lohmer aus Spabrücken

Rosel und Burkhard Lohmer aus Spabrücken feiern ebenfalls Goldhochzeit. Eine gute Familie und Gemeinschaft zu haben, viel zusammen zu gestalten – das stärkt die Beziehung, wissen die Lohmers, die drei Kinder haben. „Unsere acht Enkelkinder sind im Alter von 1 bis 18 Jahren – eine tolle Familie!“, freut sich Rosel. Für junge Ehepaare haben die beiden einen Tipp: „Mutig sein, auch die schwierigen Fragen angehen, und sie gemeinsam lösen! Den anderen akzeptieren und nicht immer gleich explodieren, sondern einfach mal eine Nacht drüber schlafen.“ 

Versprechen, verzeihen und hoffen

Das Ehepaar reicht sich die Hände im Gottesdienst

In seiner Predigt ging Bischof Ackermann auf das Eheversprechen ein. Ein Versprechen bedeute, jemandem etwas zuzusichern, ohne vorab zu wissen, welche Herausforderungen kommen werden. Eines der stärksten Versprechen sei das der Ehe, denn es beziehe sich auf die ganze Spanne des Lebens: „In einem einzigen Moment nimmt ein Mensch sein ganzes Leben in die Hand und verspricht es einem anderen.“ Ähnliches geschehe beim Verzeihen: Wenn man einem Menschen verzeihe, lege man den Fokus nicht auf das Vergangene, sondern in die Zukunft und ermögliche so einen Neuanfang. „Eheliche Gemeinschaft und Familie leben von der Bereitschaft zu vergeben und zu verzeihen.“ Ohne diese Bereitschaft gebe es keine Hoffnung. Doch Hoffnung brauche es gerade in einer Zeit, in der es Menschen schwer falle zu hoffen. Daher sei ein Jubiläum „ein starkes Zeichen der Ermutigung in dieser Zeit!“ Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass alle Bündnisse, die Menschen miteinander eingehen, auf dem Fundament des Bundes Gottes mit den Menschen stehe. „Alles, was wir einander versprechen, ist Ausdruck dieses Bundes.“ 

Weitere Fotos finden Sie in der Tagesgalerie.