100 Jahre Schönstätter Marienschwestern

Ein Wochenende, das trägt – Schönstätter Marienschwestern feiern den 100. Gründungstag ihrer Gemeinschaft
Über 1600 Gäste feierten am 2. und 3. Oktober 2026 in Vallendar-Schönstatt das Jubiläum des Säkularinstituts der Schönstätter Marienschwestern. Strömender Regen am Abend des 1. Oktober in der Feier der Schwestern am Ursprungsort der Schönstatt-Bewegung konnte das Feuer nicht löschen, das aus dem Urheiligtum zum Feuerbecken gebracht wurde. Im anschließenden Festgottesdienst in der Pilgerkirche freuten sich schon viele Gäste am internationalen Projektchor und dem Blumenschmuck. Welchen Segen symbolisierte dieser Regen, auf den am Freitag und Samstag zwei warme spätsommerliche Tage folgten?
Der Wallfahrer Johannes K. aus Franken fasst das Erlebnis der Tage so zusammen:
„Das Urheiligtum, die Pilgerkirche und der Berg Schönstatt, an dem man spürt, wie viel hier gebetet wird; die Führung durch die Ausstellung im Mutterhaus; zu sehen, wie aus einem kleinen Anfang in hundert Jahren so viel geworden ist, das hat mich staunen lassen.
Die Lichtfeier auf dem Berg Schönstatt: Der Gesang, die Lichteffekte, die Stille dazwischen. Da hatte ich Gänsehaut. Da bin ich in mich gegangen, und manche Worte und Lieder haben mich genau an der richtigen Stelle getroffen.
Der Festgottesdienst am Samstag. Der Chor der Schwestern war auf höchstem Niveau, und dann zogen die Schwestern mit ihren Nationalfahnen ein. Dieses Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Das Jubiläumslied „Maria, Licht unserer Hoffnung" hat mich immer wieder mitgerissen. …
Am Sonntag standen wir in den Räumen, in denen Pater Kentenich seine letzten Jahre gelebt hat. Wir waren dort, wo er seine letzte Messe gefeiert hat. Es war still, und er war ganz nah. Ein Satz von ihm begleitet mich seitdem: „Das Leben wird nicht durch viele Gedanken gemeistert, sondern durch ganz bestimmte kleine Momente."
Es war ein Wochenende, von dem ich lange zehren werde. Mein Vertrauen in Maria ist gewachsen.“
Maria, Licht unserer Hoffnung! Das Motto, das die Marienschwestern über ihr Jubiläum schrieben, durchstrahlte diese Tage. Sie, die Frau des neuen Anfangs, kam ganz groß heraus, besonders auch durch den Vortrag von Kardinal Koch in der Festakademie, „Schönheit, die rettet. Die verändernde Kraft Marias für die Kirche von heute und morgen“ und durch seine Predigt im Jubiläumsgottesdienst zum Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabet. Die Internationalität der Schwesterngemeinschaft sowie der Novizinnen und Kandidatinnen, die im Festakt auf der Bühne erschienen, warf ein Hoffnungslicht nicht nur auf die Zukunft der Marienschwestern. Spürbar war der offensichtliche Synergieeffekt, der in allen Veranstaltungen deutlich wurde und froh machte: Schwestern aus allen Erdteilen und viele Helfer, auch Eltern und Schülerinnen der Marienschule in Vallendar, ließen das Fest zu einem einmaligen Erlebnis für alle Beteiligten werden.
Sr. Lioba Ruprecht
Einzelne Berichte und Dateien zum Herunterladen unter https://www.schoenstatt.de/de/news/7428/112/Schoenheit-die-rettet-Maria-als-Zukunftsbild-der-Kirche.htm
https://www.s-ms.org/2026/10/03/100-jahre-offizielle-feier
https://www.s-ms.org/2026/10/02/jubilaeumsfeierlichkeiten-eroeffnet