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Wallfahrt nach Maria Laach

Fast 100 Ordensleute unterwegs ..... Am 22. August 2026, dem Fest Maria Königin, pilgerten Ordensleute aus dem Bistum Trier zur Benediktinerabtei Maria Laach.
Maria Laach_Ordenswallfahrt Bistum Trier 2026_84
Datum:
25. Aug. 2026
Von:
Sr. Manisha Paul

Wallfahrt nach Maria Laach am Fest Maria Königin

Die Wallfahrt fiel in eine besonders festliche Zeit, da in Maria Laach die traditionelle Laacher Festwoche gefeiert wurde. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das Jubiläum „100 Jahre Basilica Minor“. Die Abtei-kirche wurde im Jahr 1926 durch Papst Pius XI. zur päpstlichen Basilika Minor erhoben und blickt damit auf ein Jahrhundert dieser besonderen Auszeichnung zurück. Fast 100 Ordensschwestern, Ordensbrüder, Patres sowie Mitglieder verschiedener Säkularinstitute kamen zu einem Tag der Begegnung, des Gebets und der Gemeinschaft zusammen. Die Freude über das Wiedersehen, der gemeinsame Austausch und das gemeinsame Glaubenszeugnis prägten die Atmosphäre dieses besonderen Tages.

Der Wallfahrtstag begann mit einem feierlichen Pontifikalamt in der beeindruckenden Abteikirche von Maria Laach. Hauptzelebrant war Abt Dr. Mauritius Wilde OSB, der im vergangenen November die Leitung des Laacher Konventes übernommen hat. Die feierliche Liturgie, getragen vom Chorgesang der Mönche und der einzigartigen Atmosphäre der Basilika, bot einen würdigen Rahmen für das gemeinsame Gebet und stärkte die geistliche Verbundenheit aller Anwesenden. In seiner Predigt sprach Abt Mauritius über Maria, die Mutter Gottes und Königin des Himmels. Er erinnerte daran, dass Maria trotz ihrer einzigartigen Erwählung zur Mutter Gottes voller Demut blieb und von sich selbst sagte: „Ich bin die Magd des Herrn.“ Mit treuer Hingabe begleitete sie ihren Sohn Jesus Christus auf seinem gesamten Lebensweg bis unter das Kreuz. Der Abt stellte einen Bezug zum geweihten Leben her. So wie Maria von Gott auserwählt wurde, die Mutter seines Sohnes zu werden, seien auch Ordensleute und Mitglieder der Säkularinstitute von Gott in besonderer Weise zum geweihten Leben berufen worden. Diese Berufung sei ein Geschenk und zugleich ein Auftrag. Deshalb, so der Abt, sollten die Gläubigen darum beten, dass Gott ihnen die Gnade schenke, ihm treu zu bleiben und Christus bis zum Ende ihres Lebens nachzufolgen – so wie Maria ihren Sohn bis zuletzt begleitet hat.

Prälat Dr. Georg Holkenbrink, Bischofsvikar für die Orden, brachte in seiner Danksagung am Ende des Pontifikalamtes die große Freude über die gute Resonanz auf die Wallfahrt zum Kloster Maria Laach zum Ausdruck und bedankte sich im Namen aller Anwesenden für die Gastfreundschaft. Bereits zum dritten Mal machten sich die Ordensleute und Mitglieder der Säkularinstitute gemeinsam auf den Pilgerweg. Das Angebot wird hervorragend angenommen, sehr geschätzt und erfreut sich einer regen Teilnahme. Besonders für die Ordensleute aus der Weltkirche bietet die Wallfahrt eine wunderbare Gelegenheit, die Klöster sowie das geistliche Erbe des Bistums und der Umgebung näher kennenzulernen.

Zusammen mit den Mönchen wurde nach dem feierlichen Gottesdienst im Refektorium der Abtei das gemeinsame Mittagessen eingenommen. Hier bot sich Gelegenheit zum Austausch mit den Gastgebern, aber auch mit den Ordensleuten der anderen Gemeinschaften. Eine anschließende Führung durch den Klosterkomplex Maria Laach bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere Einblick in das Leben der Mönche. Besonders beeindruckend waren die Bibliothek, der Kapitelsaal und die Sakristei. Ein besonderes Highlight war der Besuch im Atelier von Bruder Stefan Oppermann, der einen Einblick in sein künstliches Schaffen gab.

Die Wallfahrt nach Maria Laach wurde so zu einem Tag der geistlichen Erneuerung, der Begegnung und der Stärkung im Glauben. Besonders im Jubiläumsjahr der Basilika erhielt die gemeinsame Feier eine tiefe symbolische Bedeutung und wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als ein segensreicher Tag in Erinnerung bleiben.

Sr. Jyothi Mathew FCC

Neuwied

 

Impressionen vom Wallfahrtstag

40 Bilder