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Maiglöckchen

Datum:
6. Mai 2026
Von:
Barbara Schartz
Maiglöckchen

KEB-Naturtipp: Maiglöckchen

  • Seinen Namen hat es natürlich vom Monat, in dem es hauptsächlich blüht. Und von der Glöckchenform seiner Blüten.
  • Das Maiglöckchen ist nicht nur eine beliebte Gartenpflanze, sondern kommt in lichten Wäldern, meist Laubwäldern, auch wildwachsend vor. Es ist vor allem bekannt wegen seines auffällig angenehmen Duftes, der in vielen Parfums verwendet wird.
  • Wichtig zu wissen: Es ist auch ziemlich giftig – 2014 war es zur Giftpflanze des Jahres gewählt worden. Alle Teile der Pflanze sind giftig, es wird sogar nach dem Pflücken von Maiglöckchen empfohlen, die Hände zu waschen. Die roten Beeren, die sich nach der Blüte bilden, sollten auf keinen Fall zum Essen verleiten. Wegen der Ähnlichkeit der Blätter und der Standorte gehört das Maiglöckchen zu den gefährlichen Verwechslungspflanzen des Bärlauchs.
  • Mit der Giftigkeit geht auch beim Maiglöckchen, wie bei vielen anderen Pflanzen, die Verwendung als Heilpflanze einher. Schließlich gab es die längste Zeit der Menschheitsgeschichte keine andere Medizin als die, die die Natur uns lieferte. Heil- und Giftwirkung liegen aber sehr nahe, und so sollte niemand auf die Idee der Selbstanwendung kommen!!! Wegen der Verwendung als Heilmittel gibt es auch historische Darstellungen von Lehrkundigen und Ärzten mit einem Maiglöckchen.
  • In der christlichen Kunst wird das Maiglöckchen neben der Lilie und der Rose als Marienblume verwendet. Die zarten, weißen Blüten symbolisieren die keusche Liebe und Bescheidenheit der Gottesmutter.
  • Als Zeichen der Liebe schenkt man sich in Frankreich zum ersten Mai Maiglöckchen-Sträuße.