Bistum Trier veröffentlicht Statistik des kirchlichen Lebens für das Jahr 2025:Katholische Kirche ist nur im Miteinander von Haupt- und Ehrenamt denkbar

Trier/Koblenz/Saarbrücken – “Es ist gut, dass wir durch die jährliche Statistik verlässlich wissen, wie viele Menschen sich der katholischen Kirche zugehörig fühlen und wie etwa die Sakramente angenommen werden. Gleichzeitig ist das nur ein kleiner Ausschnitt – das Feld kirchlichen Handelns in unserem Bistum ist wesentlich weiter als es in dieser Statistik abgebildet ist.“ So kommentiert Dr. Ulrich von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier, die Statistik des kirchlichen Lebens für das Jahr 2025, die am 16. März veröffentlicht wurde.
Miteinander von Haupt- und Ehrenamt
„Mir ist es wichtig, dass wir unseren Blick nicht nur auf die zweifelslos drängenden Fragen nach den zurückgehenden Ressourcen richten. Nach wie vor haben wir hoch engagierte Mitarbeitende in den verschiedenen Handlungsfeldern, denen es ein Herzensanliegen ist, da zu sein für die Menschen. Und ich bin zutiefst dankbar, wenn ich etwa bei den Visitationen sehe, wie viele Menschen sich in unserem Bistum ehrenamtlich engagieren.“ Deshalb habe das Bistum schon in seinem Geschäftsbericht, der zu Beginn des Jahres vorgestellt wurde, ein besonderes Augenmerk auf die Engagemententwicklung gelegt, erinnert von Plettenberg. „Wir gehen in diesem Bereich mit den Engagemententwickler*innen in den Pastoralen Räumen neue Wege - drei von ihnen dürfen wir näher kennen lernen.“ Hier das Portrait von Jörg Koch.
Erfreulich sei, dass auch der Bundespräsident dieses wertvolle Engagement mit einem Ehrentag am 23. Mai würdigt: „Daran werden wir uns natürlich auch beteiligen.“ Denn nur im Miteinander von Haupt- und Ehrenamt sei die katholische Kirche denkbar. „Das wollen wir in unserer Diözese in besonderer Weise leben, nicht zuletzt auch, indem wir das synodale Prinzip, also die gemeinsame Beratung und Entscheidung, auf allen Ebenen mehr und mehr leben.“
Gut 1,1 Millionen Menschen gehören zur katholischen Kirche im Bistum Trier
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lebten 1.105.188 (2024: 1.139.958) Katholik*innen auf dem Gebiet des Bistums Trier; das sind 43,4 (2024: 44,6) Prozent der Gesamtbevölkerung. Erneut ist die Zahl der Kirchenaustritte gesunken: 17.914 Menschen verließen 2025 die katholische Kirche (2024: 18.894). 58 Menschen anderer Konfessionen (2024:56) traten zur katholischen Kirche über; zudem gab es 252 Wiederaufnahmen (2024: 220). Die Teilnahmezahl an Gottesdiensten hat wiederholt leicht zugenommen von 4,5 Prozent auf knapp 4,7 Prozent. 2025 gab es 5.683 Taufen (2024: 6.297); davon waren 90 Erwachsene. Zur Erstkommunion gingen 8.487 Kinder (2024: 8.387); das Sakrament der Firmung empfingen 4.981 Jugendliche (2024: 4.714). Die Zahl kirchlicher Trauungen sank im Vergleich zum Vorjahr (1.043) auf 879. Katholisch bestattet wurden 14.185 Menschen (2024: 14.655).
Das Bistum Trier hat eine Gesamtfläche von 12.870 Quadratkilometer, gegliedert in 34 Pastorale Räume und 168 Pfarreien (Stand 1.1.2026). Es gibt (Stand 1.1.2025) insgesamt 431 Bistumspriester, davon 199 im Ruhestand. Im Bistum arbeiten zusätzlich 89 Ordenspriester, 58 Priester aus anderen Diözesen, 24 Diakone im Hauptberuf und 68 Diakone mit Zivilberuf, 167 Pastoralreferent*innen sowie 223 Gemeindereferent*innen. Rund 1.800 Mitarbeiter*innen des Bistums arbeiten in Beratungsstellen (inkl. TelefonSeelsorge), Bildungshäusern, im Bischöflichen Generalvikariat Trier, in Bistumsschulen, Fachstellen für Katholische Erwachsenenbildung, Fachstellen für Kirchenmusik, Fachstellen für Jugendpastoral, Häuser der offenen Tür, im Johannesfoyer Saarbrücken, in den Pastoralen Räumen, in Katholischen Hochschulgemeinden, Rendanturen, Schülerzentren, bei Verbänden und weiteren Dienststellen.