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Zweiter Selfmailer in Wiebelskirchen:Pfarrei lädt zur Suche nach dem Glück ein

"Glückst Du?!" lautet das Motto der Mitgliederkampagne der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Neunkirchen-Wiebelskirchen. Mit dem Schreiben lädt die Gemeinde zur Teilnahme am Jahresthema ein.
Glückst Du?!
Datum:
26. Jan. 2026
Von:
Ute Kirch

Neunkirchen-Wiebelskirchen  Taufe, Erstkommunion, vielleicht noch Firmung sowie kirchliche Trauung oder Beerdigung: Das sind bei zahlreichen Kirchenmitgliedern neben Weihnachten und Ostern mitunter die einzigen Ereignisse, an denen sie Kontakt zur Kirche haben. Die Zeit dazwischen? Funkstille. Damit das nicht so bleibt, spricht die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Neunkirchen-Wiebelskirchen gezielt ihre Mitglieder an, um jenseits der großen Feste auf die vielfältigen Angebote der örtlichen Pfarrei aufmerksam zu machen.

Im vergangenen Jahr erhielten erstmals Familien, die in den letzten fünf Jahren ihre Kinder taufen ließen, Post von der Pfarrei. „Wir haben sie zu einem Tauferinnerungsfest eingeladen und auf unsere weiteren Angebote für Kinder und Familien aufmerksam gemacht. Die Resonanz war durchaus gut“, sagt Pfarrer Markus Krastl. Von rund 100 Täuflingen seien 35 im Mai zum Tauferinnerungsgottesdienst und dem anschließenden Tauffest in der KiTa Heilige Dreifaltigkeit gekommen.

Glaskunstwerk mitgestalten

'Glückst Du?!' lautet das Thema des zweiten Selfmailers in der Pfarrei Wiebelskirchen

Jetzt geht das Projekt in die zweite Runde, und zwar mit Post zum Thema „Glückst Du?!“. Dieses Mal können sich rund 1.120 Pfarrangehörige im Alter von 30 bis 50 Jahren über einen schön gestalteten Brief ihrer Pfarrei mit Glücks-Wünschen zum neuen Jahr und verschiedenen Angeboten zum Thema Glück freuen. „Diese Zielgruppe fühlt sich von unseren ,klassischen‘ Angeboten vielleicht weniger angesprochen. Wir hoffen, hier auch neue Kontakte knüpfen zu können oder bestehende aufzufrischen“, sagt Pfarrer Krastl. Die Frage nach dem „Glück“ ist das Jahresthema der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit. „Gehen Sie mit uns auf die Suche nach dem, was ,Glück‘ bedeuten kann“, schreiben die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brunella Raffele Schiafone, Gemeindereferentin Claudia Busch, KEB-Bildungsreferent Klaus Becker und Pfarrer Krastl in dem Brief, der in den kommenden Tagen zugestellt wird. Sie laden die Pfarrangehörigen mit dem Schreiben zu zwei großen Veranstaltungsreihen zum Thema Glück ein.

So organisiert die Pfarrei in der Zeit vom 19. April bis 17. Mai die Ausstellung „Glück in Glas“ mit dem Künstler Markus Holstein, an der alle Interessierten aktiv mitgestalten können. Bereits am Aschermittwoch, 18. Februar, geht es um 19 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit (Prälat-Schütz-Straße) los. Neben illuminierten Glasexponaten sind die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich eingeladen, selbst aktiv zu werden. Interessierte können – allein, mit einer Gruppe oder einem Verein – auf Glasscherben ihre persönlichen Gedanken und Impulse zum Thema „Glück“ festhalten. Diese beschrifteten Scherben werden vom Künstler gesammelt und im Verlauf der Ausstellung zu einem neuen Kunstwerk zusammengefügt, das zwischen dem 19. April und dem 17. Mai 2026 entsteht. Weitere Infos unter www.dreifaltigkeit-nk.de/orte-von-kirche/ausstellung-2026-glueck-in-glas oder im Pfarrbüro unter Tel. 06821-52107.

Als zweite große Veranstaltungsreihe zum Thema Glück lädt die Pfarrei zur Teilnahme an der Aktionswoche „Tu‘ Dir was Gutes!“ vom 4. bis 10. Mai ein. Geboten werden verschiedene Veranstaltungen, die alle Sinne ansprechen und zum Genießen und Entspannen von Körper, Geist und Seele einladen.

"Wir haben einiges zu bieten"

Zwei Menschen stehen vor einer Kirche und präsentieren eine Karte, die sie in der Hand halten

Die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, zu der die Neunkircher Stadtteile Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies 
gehören, ist neben den Pastoralen Räumen Daun und Kaisersesch Teil der auf drei Jahre angelegten Pilot-Kampagne „Mitgliederkommunikation“ des Bistums Trier. „Studien zeigen, dass viele Menschen den direkten Kontakt zu ihrer Kirche vor Ort verloren haben“, sagt Thomas Theis vom Zentrum für Stiftungen, Fundraising und Förderwesen im Bistum Trier. Entfremdung und fehlende Bindung seien dann auch das bestimmende Motiv zum Austritt. Ziel der Kampagne ist es, die Sichtbarkeit von Kirche vor Ort erhöhen und auch die Personen zu erreichen, die nicht unbedingt in der „kirchlichen Bubble“ aktiv sind. Angesprochen werden sollen vor allem die Gemeindemitglieder, die nicht mehr selbstverständlich über kirchliche Angebote Bescheid wissen, wie zum Beispiel junge Erwachsene und Familien. „Wir wollen mal auf einem anderen Weg ‚Hallo‘ sagen und zeigen: Wir interessieren uns für Dich. Und wenn Du magst, haben wir auch ein Angebot, das Dich interessieren könnte“, sagt Theis. Dies seien Angebote jenseits der oft klassisch bekannten Bibelkreise oder Seniorennachmittage. „Wir haben einiges zu bieten und können das noch besser kundtun“, findet Theis.
 

Die Kampagne wird während der drei Jahre begleitend evaluiert, sodass künftig weitere Pfarreien und Pastorale Räume auf die Erfahrungen der drei Piloten zurückgreifen können.