Requiem für den verstorbenen Trierer Dompropst Hermann Josef Leininger :Zeuge der Hoffnung

Trier – „Ein erfülltes Leben geprägt von Arbeit, Zuwendung und Nachdenklichkeit hat Hermann Josef Leininger in die Hände des Schöpfers zurückgegeben in vertrauender Hoffnung, dass der Tod Heimgang bedeutet.“ Mit diesen Worten hat Dompropst Weihbischof Jörg Michael Peters seinen Vor-Vorgänger im Amt verabschiedet. Leininger war am Abend des 25. November im Alter von 94 Jahren in Trier gestorben (siehe Meldung). Am 3. Dezember wurde für ihn im Trierer Dom das Requiem gefeiert; danach fand er seine letzte Ruhestätte im Kreuzgang.
Bezugnehmend auf die Lesung aus dem Lukasevangelium zitierte Dompropst Peters das biblische Zitat, das auch auf dem Glockenturm des Domes zu lesen ist: „Nescitis qua hora dominus veniet – Ihr wisst nicht, zu welcher Stunde der Herr kommt.“ Wachsamkeit und Treue hätten Hermann Josef Leininger stets als christliche Tugenden am Herzen gelegen. Und das bis zur letzten Krankheit, die ihn „über den Tod heimführte in die Herrlichkeit Gottes“. „Diese Grundhaltung hat er gelebt als Priester und in all den Aufgaben, die ihm übertragen wurden“, stellte Peters dar und blickte auf Stationen des Lebens Leiningers, der 68 Jahre seinen priesterlichen Dienst leistete.
„Unaufgeregt und bescheiden, hellwach, offen und immer ansprechbar“ sei er als Priester und Lehrer, in der Bistumsleitung und als Dompropst tätig gewesen, habe aber auch schwer an manchen Entscheidungen getragen. Immer habe er sich aber an seinem Primizspruch orientiert: „Lobsingt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet Tag für Tag sein Heil, denn der Herr ist groß und allen Lobes würdig.“ Dem sei er bis zuletzt treu geblieben. In besonderer Weise wusste sich Leininger „unserem altehrwürdigen Dom verpflichtet und hat sich zeitlebens für ihn eingesetzt“. Tatkräftig und loyal habe er die Bischöfe unterstützt, deren Amtszeiten er miterlebte. In seiner Funktion als Leiter der Hauptabteilung Personal im Bischöflichen Generalvikariat habe er Sorge getragen für rund 2.800 Bistumsangestellte.

„In der festen Überzeugung, dass Ostern stimmt und Jesus lebt, ist Hermann Josef Leininger gegen Ende des Heiligen Jahres gestorben“, erklärte Peters. Er werde als „starker Zeuge der Hoffnung, für die er immer gelebt hat, in Erinnerung bleiben.
Zahlreiche Trauernde „um den Menschen und Mitbruder“ feierten das Requiem im Dom mit, das Dompropst Weihbischof Peters zusammen mit Generalvikar Ulrich von Plettenberg, dem emeritierten Weihbischof Franz Josef Gebert, Domkapitular Martin Lörsch, Domkapitular Msgr. Ottmar Dillenburg und Pfarrer Christian Adams zelebrierte. Musikalisch gestaltet wurde das Requiem von Kantorin Christina Elting, Sängerinnen und Sänger aus Domchor und Kathedraljugendchor unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer sowie Domorganist Marcel Eliasch an der Hauptorgel und Ulrich Krupp an der Chororgel.