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Eine hilfreiche Ergänzung zu den gewählten Gremien:Lokale Teams

Die gute Nachricht zuerst: Für eine lebendige Kirche braucht es keine festen Strukturen oder Regelungen. Es reichen engagierte Menschen, gute Ideen und die Bereitschaft, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Datum:
7. Sept. 2026
Von:
Melanie Engelmann

Orte von Kirche

Genau hier kommen die Lokalen Teams ins Spiel. Dahinter steckt die Idee, dass Menschen vor Ort selbst gestalten, entscheiden und Verantwortung übernehmen können. Innerhalb unseres Bistums gibt es schon viele dieser Teams.

Im Nachgang zur Synode wurde der Begriff der „Orte von Kirche“ geprägt, um deutlich zu machen: auch in größeren Verwaltungseinheiten geschieht kirchliches und christliches Engagement an vielen Orten. Das kann ein Jugend- oder Kirchenchor sein, ein Stadtteilcafé oder eine Initiative für den Erhalt einer Wallfahrtskapelle. Eine eigene Rahmenordnung gibt es hierfür nicht.

Erste Schritte

Eine Grafik in der das Zusammenspiel von Pfarrgemeinderat und Lokalen Teams dargestellt wird

Wo bisher ein Pfarrgemeinderat für ein, zwei oder drei Dörfer zuständig war, trägt er nun in der Regel auf der Ebene der ehemaligen Pfarreiengemeinschaft Verantwortung für die pastorale Planung. Dadurch entsteht die Herausforderung, das kirchliche Leben in den ehemaligen Pfarreien vor Ort zu erhalten und zu gestalten. Bereits im Zuge der ersten Pfarreifusionen – noch vor der Bistumssynode - kam es zur Bildung von „Gemeindeteams“, die sich unterhalb der Ebene des Pfarrgemeinderats in einzelnen Dörfern oder Stadtteilen für das dortige kirchliche Leben engagiert haben.

Lokale Teams

Heute hat sich der Begriff „Lokale Teams“ etabliert. Genau wie die ersten Gemeindeteams wollen Lokale Teams vor Ort (in der Regel in einer ehemaligen Pfarrei oder einem Pfarrbezirk) das kirchliche Leben gestalten, weiterentwickeln und unterstützen. In einem typischen Lokalen Team kommen die Vertreter*innen verschiedenster örtlicher Gruppierungen und Orten von Kirche zusammen und koordinieren gemeinsam das gemeindliche Leben. Im Gegensatz zu den Ordnungen für den Pastoralen Raum und für den Pfarrgemeinderat gibt es für Lokale Teams keine eigene Ordnung. Damit soll Flexibilität und Selbstorganisation ermöglicht werden, die durch zu viele Regelungen gegebenenfalls gehemmt würde.

Der Unterschied

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Zur Unterscheidung von Lokalen Teams und Orten von Kirche:

Während Lokale Teams eher von der „generalistischen“ Perspektive mit dem Blick auf alle Facetten des gemeindlichen Lebens ausgehen, haben Orte von Kirche die Möglichkeit, sich auf eine konkrete Örtlichkeit, ein Thema oder eine Einrichtung zu konzentrieren.

Wie kann ein Lokales Team gebildet werden?

  • Mitglieder des Pfarrgemeinderats oder des Kirchengemeinderats und das Pastoralteam laden zu einer Pfarr- bzw. Gemeindeversammlung ein.
  • Vertreter*innen der verschiedenen Gruppierungen (z.B. Chöre, Frauen-gemeinschaften, Kommunionhelfer, Jugend, Besuchsdienste …) werden gezielt eingeladen, ebenso alle Interessierten aus der Pfarrei bzw. des Pfarrbezirks.
  • Es sollte gemeinsam über die Arbeitsweise und Aufgaben des lokalen Teams beraten werden. Gut ist es, wenn der Pfarrgemeinderat sich vorher dazu beraten hat und Vorschläge machen kann.
  • Auf dieser Grundlage können sich dann Menschen bereit erklären, in diesem Team mitzuarbeiten.

Das ist zu beachten

Wichtig ist für die Arbeit der Lokalen Teams die Verbindung zu den Pfarrgemeinderäten, was in der Ordnung für die Pfarrgemeinderäte unter §3, Abs. 4 angegeben ist:

"Der Pfarrgemeinderat informiert sich über die Arbeit von Lokalen Teams, Gruppen, Verbänden und Orten von Kirche, die in der Pfarrei tätig sind. Er ist mitverantwortlich für die Vernetzung der Personen, die sich auf pfarrlicher Ebene (z.B. in Lokalen Teams oder Orten von Kirche) um die Anliegen der Menschen und der Pfarrei kümmern und sorgt für die Unterstützung und Begleitung dieser Kontakt- und Bezugspersonen."