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Begräbnisse leiten

Ehrenamtlich Engagiert im Begräbnisdienst

Vom Selbstverständnis der Kirche her und aus der Perspektive der Menschen ist die Bestattung der Toten ein wichtiges seelsorgliches Handlungsfeld. In der frühen Kirche war dies eine selbstverständliche Aufgabe der Gemeinde und gehört in der Tradition der Kirche zu den sieben Werken der Barmherzigkeit. Im Bistum Trier beschreibt das Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst, wie dieser Dienst qualitätsvoll ausgeübt werden kann.

Pluralität und Individualität prägen die Erwartungen der Menschen an die Begräbnisfeier. Immer mehr Menschen haben den Wunsch, diese auf unterschiedliche Art und Weise persönlich mitzugestalten. Manche fühlen sich im Angesicht des Todes aber auch hilflos und überfordert. Auch die Bestattungsformen und die damit verbundene Trauerkultur haben sich stark ausdifferenziert und verändern sich weiter.

Auf diesem Hintergrund werden im Bistum Trier Frauen und Männer für den ehrenamtlichen Dienst der Leitung von Begräbnissen und für das Gespräch mit den Angehörigen qualifiziert. 

Inhalte der Qualifizierung

Die Qualifizierung besteht aus 6 Modulen, die im Zeitraum von ca. einem Jahr an verschiedenen Orten im Bistum Trier stattfinden.

Michaela Tholl

Ihre Ansprechpartnerin für die Ausbildung

Modul 1

  • Kennenlernen und Motivation, Einstieg in den gemeinsamen Lernprozess  
  • Mein Leben ist endlich – was bedeutet das für mich und meinen Glauben?
  • Reflexion der eigenen Erfahrungen zu Sterben, Tod und Trauer
  • An der Grenze des Lebens: was sagt die Bibel dazu? Was glaube ich?
  • Theologische Grundlagen

Modul 2

  • Die Besonderheit der Zeit zwischen Tod und Bestattung (nach Ruthmarijke Smeding) 
  • Kondolenzgespräche vorbereiten und durchführen | Grundlagen
  • Ein erster Blick auf die Rolle des Begräbnisleiters/der Begräbnisleiterin

Modul 3

  • Bestattung aus christlicher Sicht und Bestattungsformen heute
  • Besuch des Krematoriums in Dachsenhausen
  • Funktion und Bedeutung eines Abschiedsrituals
  • Die Liturgie der Bestattung: Bedeutung und Gestaltung der Riten und Symbolhandlungen
  • Kondolenzgespräche vorbereiten und durchführen | Vertiefung

Modul 4

  • Eigene Entwürfe für Elemente einer Beisetzung besprechen
  • Jeder trauert anders: Auswirkungen von Beziehung, Persönlichkeit, Todesart und Todesumständen auf die Trauer
  • Kinder und Jugendliche in Trauersituationen angemessen berücksichtigen
  • Die Ansprache im Kontext der Bestattung

Modul 5

  • Die Rolle einer Begräbnisleiterin bzw. eines Begräbnisleiters einüben und ausgestalten
  • Verkündigung im Angesicht von Tod und Trauer: Die Menschen und die Bibel im Blick
  • Traueransprachen: zwischen Klage und Auferstehungsbotschaft
  • Meine Sprache finden für die Verkündigung in Trauersituationen
  • Liturgische Präsenz in der Begräbnisfeier 

Modul 6

  • Herausforderungen und Entwicklungen in Trauerprozessen – Unterstützungsmöglichkeiten
  • Gegebenheiten, Rahmenbedingungen und Konzepte in der Trauerpastoral vor Ort kennen und reflektieren
  • Sicherheit gewinnen in den Erfordernissen von Verschwiegenheit und Datenschutz
  • Rückblick auf den fachlichen und spirituellen Prozess im Kurs

Begleitung durch Mentorinnen und Mentoren

Neben den sechs Kursmodulen umfasst die Qualifizierung auch eine praktische Orientierung und Einübung vor Ort. Dazu werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch einen Mentor oder eine Mentorin aus dem Kreis der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger begleitet. Diese ermöglichen Hospitationen bei Kondolenzgesprächen und Beisetzungen, begleitende Reflexionsgespräche sowie das schrittweise Hineinwachsen in die Rolle eines Begräbnisleiters bzw. einer Begräbnisleiterin, z. B. durch die Übernahme von einzelnen Elementen in Kondolenzgesprächen und im Bestattungsritus. Die Begleitung durch die Mentorinnen und Mentoren dient der Vertiefung, Diskussion und Umsetzung der Erfahrungs- und Lerninhalte aus den Kursmodulen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Kursgröße höchstens 15 Personen
  • Mindestalter 30 Jahre
  • Höchstalter in der Regel 67 Jahre

Für die Qualifizierung entstehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern keine Kosten.

Flyer Fortbildung "Begräbnisse leiten" 2027

Alle Informationen, Termine und die Anmeldemodalitäten finden Sie hier im Flyer zum aktuellen Ausbildungskurs.

Rahmenkonzept Bestattungsdienst

Das Rahmenkonzept ist die Grundlage für den Dienst und den dazugehörigen Ausbildungskurs. 

Aus dem Nachrichtenportal des Bistums Trier

Ausbildungskurs "Begräbnis leiten"

Abschied gestalten, Angehörige begleiten

Für Ehrenamtliche, die sich für die Leitung von Begräbnissen ausbilden lassen möchten, bietet die Fachgruppe Bestattungsdienst einen neuen Qualifizierungskurs an.

Ehrenamtlich Begräbnisse leiten und Menschen begleiten

Bei der Tagung für die Begräbnisleitenden in Wittlich erläutert Stefan Nober von der Fachgruppe Bestattungsdienst (links) das neue rheinland-pfälzische Bestattungsgesetz. Datum: 1

Zahlreiche Menschen im Bistum Trier leiten ehrenamtlich kirchliche Beerdigungen

"Begräbnisse leiten" Engagiert für wichtigen Dienst

Elf Frauen und Männer (Foto mit der Kursleitung) haben sich für den Begräbnisdienst qualifiziert.

Fünf Frauen und sechs Männer haben den jüngsten Qualifikationskurs „Begräbnisse leiten“ erfolgreich abgeschlossen. Der nächste Kurs startet im Mai.

Für den Begräbnisdienst qualifiziert

Gruppenfoto der Absolvent*innen zusammen mit Weihbischof Jörg Michael Peters

Weihbischof Jörg Michael Peters hat zwölf ehrenamtlich Engagierten ihr Zertifikat zum abgeschlossenen Qualifizierungskurs „Begräbnisse leiten 2022/2023“ überreicht. 

"Ein ansprsuchsvolles, emotional forderndes Ehrenamt"

Gruppenfoto zusammen mit Bischof Ackermann (links)

14 Ehrenamtliche haben sich im Kurs zur Leitung von Begräbnisfeiern qualifiziert

Intensive Zeit der Qualifizierung abgeschlossen

Erster Diözesaner Ausbildungskurs „Begräbnisse leiten“ endete im April

Hörenswert - Die Podcastfolge "Vom Einzelnen her denken"

Podcast-Titel 2024

Wer einen geliebten Menschen durch den Tod verloren hat, weiß darum, wie schwer und wichtig zugleich der Abschied am Grab ist. Meine Gesprächspartnerinnen haben ganz bewusst den Beerdigungsdienst gewählt. Sie möchten Hinterbliebenen mit ihren je eigenen Bedürfnissen auf diesem Weg begleiten. Was sie zu diesem Dienst motiviert hat und wie sie sich darauf vorbereitet haben erzählen mir die Engagierten Katja Bock, Ute Morbach und die Pastoralreferentin Dr. in Carola Fleck*.

Anmerkung: Frau Fleck hat ihre Qualifizierung, anders als die beiden Ehrenamtlichen, beim Theologisch-Pastoralen Institut in Mainz absolviert.