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Pilger der Bistumswallfahrten feiern Abschluss des Pilgerjahres und würdigen scheidenden Geistlichen Wallfahrtsleiter Joachim Waldorf:Gutes vergegenwärtigen – und miteinander teilen

Teilnehmende der diesjährigen Bistumswallfahrten haben mit Bischof Stephan Ackermann den Pilgertag gefeiert und den scheidenden Geistlichen Wallfahrtsleiter Joachim Waldorf gewürdigt.
Die Pilgerfahne des Bistums wird in den Dom getragen
Datum:
24. Nov. 2025
Von:
Inge Hülpes

Trier – Zum Abschluss des Pilgerjahres haben sich die Teilnehmer*innen der diesjährigen Bistumswallfahrten bei einem gemeinsamen Pilgertag am 23. November (Hochfest Christkönig) in Trier getroffen. Nach dem Pontifikalamt mit Bischof Stephan Ackermann im Trierer Dom tauschten sich die Pilgerinnen und Pilger, die an den Wallfahrten nach Rom und Lourdes teilgenommen haben, mit Weihbischof Jörg Michael Peters in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariates (BGV) aus. Mit dabei waren auch die Zuständigen für die Bistumswallfahrten Ulrich Stinner, Leiter der Abteilung Seelsorge und Lebenswelten im BGV, und Mirjam Lutgen. Pfarrer Joachim Waldorf, der mehr als drei Jahrzehnte als Geistlicher Leiter der Bistumswallfahrten tätig war und dessen feierliche Verabschiedung am Pilgertag geplant war, konnte aufgrund einer Erkrankung nicht teilnehmen, ließ aber herzliche Grüße ausrichten.

„Count your blessings!“

Bischof Ackermann bei der Predigt

„Das heutige Hochfest Christkönig lenkt unseren Blick darauf, dass Jesus nach seiner Auferstehung als der Lebendige und Erhöhte den Menschen aller Orte und aller Zeiten nah sein kann. Das dürfen wir als Pilgerinnen und Pilger an den Kraftorten der Kirche und der Gemeinschaft erleben“, sagte Ackermann bei seiner Begrüßung. In seiner Predigt verwies er auf das amerikanische Erntedankfest (Thanksgiving), das traditionell Ende November gefeiert wird, und ermutigte die Gottesdienstgemeinde, für die im Laufe des Jahres erhaltenen Segnungen, Gaben und Geschenke Gottes zu danken. Das Sprichwort „Count your blessings“ bedeute nicht nur, die guten Dinge im Leben aufzuzählen, sondern auch, sich dieser bewusst zu werden – und sie miteinander zu teilen. „Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat! Wo hat er uns gesegnet in diesem zu Ende gehenden Jahr?“ Der Pilgertag gebe dazu besondere Gelegenheit, indem man reflektiere, was man auf den Wallfahrten erlebt habe und was man daraus für den Alltag mitnehmen könne. „Erntedank und Pilgertag: Das heißt, sich gemeinsam der guten Erlebnisse zu vergewissern – auch im Teilen und Wiederbegegnen.“ Das diesjährige, noch von Papst Franziskus unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellte Heilige Jahr gebe Gelegenheit, über Hoffnung nachzudenken und den Blick auf Vergangenes, aber in die Zukunft zu richten, „weil Hoffnung eben nicht unbegründet ist. Gott lässt uns nicht aus den Augen, er vergisst uns nicht.“ Das Pontifikalamt wurde musikalisch gestaltet von einem Projektchor unter der Leitung von Theresa Hagmeyer (Trier). Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von der Bläsergruppe aus Stadtkyll unter der Leitung von Jürgen Kettel sowie von David Keller an der Chororgel. Messdienerinnen und Messdiener aus der Pfarrei von Joachim Waldorf, St. Paulin Trier, unterstützen die Domministratur.

Dank an Pfarrer Waldorf für 33 Jahre Pilgerbegleitung

Abteilungsleiter Ulrich Stinner gab einen Rückblick auf das Wirken Pfarrer Waldorfs, daneben Mirjam Lutgen, zuständig für die Bistumswallfahrten.

„33 Jahre hat Pfarrer Waldorf die Pilgerinnen und Pilger bei den offiziellen Bistumswallfahrten an die verschiedenen Gnadenorte begleitet – ein unglaublicher Dienst, den Joachim Waldorf mit Herzblut und großer Treue ausgeführt hat, und der unsere große Dankbarkeit sowie unseren Respekt verdient“, würdigte Bischof Ackermann den Einsatz des langjährigen Wallfahrtsleiters, der die Reisen sowohl geistlich als auch inhaltlich geprägt habe. In seiner Ansprache gab Ulrich Stinner einen Rückblick auf das Wirken Pfarrer Waldorfs, der insgesamt „sicherlich rund 20.000 Menschen bei den Pilgerreisen“ begleitet habe. Waldorf sei es besonders wichtig gewesen, sich immer wieder neu mit den Menschen auf den Weg machen, „so dass die Reise für jeden Pilgernden mit seinem eigenen Anliegen ein nachdrückliches Glaubenserlebnis sein konnte“. Zudem lobte er Waldorfs unermüdliches Engagement für erkrankte Lourdes-Pilgernde und würdigte zudem die daraus entstandenen Kooperationen mit den Bistumsschulen, deren Schülerinnen und Schüler jedes Jahr hilfsbedürftige Pilgernde unterstützen. Letztlich habe vor allem Waldorfs Humor stets dazu beigetragen, dass in all den Jahren „trotz oder angesichts der schweren Momente auf den Pilgerreisen auch viel gelacht werden“ konnte. „So sage ich Herrn Pfr. Waldorf von Herzen Dank für die Leitung der Bistumswallfahrten über so viele Jahre hinweg. Ich binde in diesen Dank auch sehr gerne Doris Fass ein, die an der Seite von Pfr. Waldorf die organisatorische Leitung ebenfalls über viele Jahre wahrgenommen hat“, so Stinner.

Wallfahrten für Kranke unterstützen und Rückblick Pilgern im Heiligen Jahr

Im Heiligen Jahr nahmen 237 Menschen an den Pilgerfahrten des Bistums nach Lourdes (mit Generalvikar Ulrich von Plettenberg) und Rom (mit Weihbischof Peters) teil. Zusätzlich pilgerten 24 Jugendliche und junge Erwachsene Mitte Oktober anlässlich der Diözesanjugendwallfahrt mit Bischof Ackermann und Jugendpfarrer Peter Zillgen nach Rom.

Der Verein zur Förderung der Trierer Bistumswallfahrten für Kranke nach Lourdes ermöglicht auch Menschen mit geringem Einkommen die Teilnahme an der Wallfahrt. Dafür sammelt der Verein Spenden und arbeitet eng mit dem Malteser Hilfsdienst zusammen, der die Krankentransporte organisiert. Wer dabei helfen möchte, kranken Menschen die Erfahrung einer Lourdes-Wallfahrt zu ermöglichen, ist eingeladen, Vereinsmitglied zu werden oder den Verein durch eine Spende zu unterstützen. Weitere Informationen zum Verein sowie das Wallfahrtsprogramm für 2026 gibt es auf www.bistum-trier.de/glaube-und-seelsorge/glaube/wallfahrten.

Weitere Fotos vom Pilgertag

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