Der Pfarrbrief lebt von den Menschen und den Veranstaltungen, die das Gemeindeleben prägen. Ob Pfarrfest, Seniorennachmittag, Familiengottesdienst, Vortrag oder Konzert: Damit ein Termin gut besucht wird, braucht es einen Veranstaltungshinweis, der neugierig macht und die wichtigsten Informationen klar vermittelt. Dabei gilt: Ein guter Veranstaltungshinweis beantwortet nicht nur die Frage „Wann und wo?“, sondern vor allem auch die Frage: „Warum sollte ich kommen?“
Die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang
Jeder Hinweis sollte auf einen Blick die wichtigsten Fakten enthalten:
- Was findet statt?
- Wann findet die Veranstaltung statt?
- Wo ist der Treffpunkt?
- Wer ist eingeladen?
- Gibt es Kosten oder eine Anmeldung?
- Wer diese Informationen lange suchen muss, verliert schnell das Interesse.
- Menschen interessieren sich für Menschen
Oft werden Veranstaltungen nur sachlich angekündigt: „Am 15. Oktober findet um 19 Uhr ein Vortrag im Pfarrheim statt.“
Viel einladender klingt: „Wie gelingt ein guter Neuanfang? Dieser Frage geht Referent Max Mustermann am 15. Oktober um 19 Uhr im Pfarrheim nach. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen." Der Inhalt und der Nutzen für die Besucherinnen und Besucher werden so deutlich.
Ein Veranstaltungshinweis ist keine Tagesordnung. Er sollte Interesse wecken und die Besonderheit der Veranstaltung hervorheben. Fragen können dabei helfen:
- Was erwartet die Teilnehmenden?
- Was macht die Veranstaltung besonders?
- Welche Erfahrungen können die Besucherinnen und Besucher machen?
Statt „Konzert des Kirchenchors“ könnte man beispielsweise schreiben: „Der Kirchenchor lädt zu einem stimmungsvollen Herbstkonzert mit bekannten geistlichen und klassischen Werken ein."
Einladend statt verwaltungsdeutsch
Pfarrbrieftexte wirken freundlicher, wenn sie die Leserinnen und Leser direkt ansprechen:
Statt: „Die Bevölkerung wird zur Teilnahme eingeladen."
Besser: „Wir laden Sie herzlich ein, einen schönen Nachmittag in Gemeinschaft zu verbringen." Ein persönlicher Ton schafft Nähe und senkt Hemmschwellen.
Zielgruppen benennen
Viele Menschen fragen sich: „Bin ich überhaupt gemeint?“ Deshalb lohnt es sich zu schreiben:
- „für Familien mit Kindern“
- „für Jugendliche“
- „für Seniorinnen und Senioren“
- „für alle Interessierten“
Oder ganz bewusst: „Eingeladen sind alle, die Freude an Musik haben – unabhängig von Alter oder Konfession."
Im Pfarrbrief konkurrieren viele Informationen miteinander. Ein Veranstaltungshinweis sollte deshalb möglichst kompakt sein. Oft reichen fünf bis zehn Sätze, um alles Wichtige zu sagen. Ein guter Veranstaltungshinweis informiert nicht nur, sondern macht Lust auf Begegnung. Er beantwortet die grundlegenden Fragen und vermittelt gleichzeitig, warum sich ein Besuch lohnt. Wer es schafft, Menschen neugierig zu machen und ihnen das Gefühl zu geben, willkommen zu sein, hat bereits den wichtigsten Schritt zu einer gelungenen Veranstaltung getan.
Die beste Frage beim Schreiben lautet daher: Würde ich selbst nach dem Lesen gerne kommen? Wenn die Antwort „Ja“ lautet, ist der Veranstaltungshinweis meist gelungen.
