Zum Inhalt springen

Wichtiger Hinweis:Keine Nutzung fremder Inhalte auf eigenen Websites

Warum Sie auf sogenannte inline-Frames verzichten sollten.
Datum:
20. Jan. 2026
Von:
Margit Haubrich

Gelegentlich erreichen  uns Anfragen, dass auf einer Website der Inhalt einer anderen Website eingebunden soll. Dies geschieht normalerweise über sogenannte inline-Frames.
Diese wirken auf den ersten Blick praktisch: Man kann externe Inhalte schnell in eine Seite einbetten, ohne diese selbst pflegen zu müssen. In der Praxis verursachen i-Frames jedoch eine Reihe von Problemen – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Barrierefreiheit, EyeAble-Optimierung und Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Aus den folgenden Gründen lehnen wir den Einbau dieser i-Frames ab und raten auch Ihnen dazu, sie nicht auf der Seite zu nutzen. 

Datenschutz: Externe Inhalte = externe Datenflüsse

Beim Einbinden eines i-Frames werden Inhalte direkt von einem externen Server geladen. Dabei fließen häufig personenbezogene Daten wie IP-Adressen, Browserinformationen oder Nutzungsverhalten automatisch an den Anbieter – ohne dass Besucher diese Datenübertragung aktiv ausgelöst haben.

Das führt zu Risiken:

  • Nutzer können schon beim Seitenaufruf ohne Einwilligung getrackt werden.
  • Externe Dienste setzen häufig Cookies ein oder verwenden Analyse-Tools.
  • Wir als Website-Betreibenden verlieren die Kontrolle über die Verarbeitetung dieser Daten.

Damit drohen Datenschutzverstöße und ein problemloser Betrieb im Sinne des KDG und der DSGVO ist nicht mehr gewährleistet.

Barrierefreiheit: Eingeschränkte Zugänglichkeit

i-Frames stellen Barrierefreiheits-Tools und Screenreader vor große Herausforderungen.

Typische Probleme:

  • Inhalte im iFrame sind für Screenreader oft nicht korrekt als eigener Inhaltsbereich erkennbar.
  • Fehlende Alternativtexte oder Beschriftungen können die Navigation erschweren.
  • Die Tastatursteuerung funktioniert nicht immer zuverlässig innerhalb eines iFrames.
  • Verkleinerte oder scrollbar eingebettete Inhalte erzeugen bedienerunfreundliche Strukturen.

Für barrierefreie Webangebote müssen Inhalte direkt in der Seite eingebunden werden.

EyeAble: Assistive Werkzeuge können iFrames nicht vollständig auswerten

Für EyeAble – unser Tool zur Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit – sind i-Frames ein Problem.

Warum?

  • EyeAble kann nur den sichtbaren Inhalt der Seite analysieren, nicht aber die Inhalte innerhalb eines externen iFrames. 
  • Farb- und Kontrastfunktionen greifen nicht im eingebetteten Bereich.
  • Die Textgrößenanpassung oder Lesefunktion erfassen nur den Hauptinhalt, nicht die iFrame-Inhalte.

Das Ergebnis: Die Nutzerfreundlichkeit für Menschen mit Einschränkungen sinkt deutlich.

SEO: Eingebettete Inhalte gelten nicht als eigener Seiteninhalt

Suchmaschinen wie Google oder Bing können Inhalte in i-Frames zwar technisch erkennen, werten sie aber in der Regel nicht als relevanten Content der eingebettenden Seite.

Das hat Folgen:

  • iFrame-Inhalte verschlechter das Ranking der eigenen Seite.
  • Suchmaschinen können die Struktur schlechter interpretieren.
  • Doppelter-Inhalt-Probleme können entstehen, wenn derselbe externe Inhalt an mehreren Stellen auftaucht.
  • iFrames verursachen oft zusätzliche Ladezeiten, was die Bewertung der Site verschlechtert.

Für gute SEO-Ergebnisse sollte jeder Inhalt nativ auf der Seite vorhanden sein.

Zusammenfassung: i-Frames sind ein Risiko – bessere Alternativen stehen zur Verfügung

Die Nachteile – insbesondere hinsichtlich Datenschutz, Barrierefreiheit und SEO – überwiegen deutlich. Deshalb ist es für die Qualität unserer Webangebote unerlässlich, auf i-Frames zu verzichten.

Stattdessen empfehlen wir:

  • Inhalte selbst erstellen
  • Verlinkungen statt Einbettungen, beispielsweise über Bildkacheln oder Icon-Boxen

Wir beraten Sie gerne - kommen Sie einfach unangemeldet in die Dienstags-Sprechstunde.