Wichtiger Hinweis:Keine Nutzung fremder Inhalte auf eigenen Websites
Gelegentlich erreichen uns Anfragen, dass auf einer Website der Inhalt einer anderen Website eingebunden soll. Dies geschieht normalerweise über sogenannte inline-Frames.
Diese wirken auf den ersten Blick praktisch: Man kann externe Inhalte schnell in eine Seite einbetten, ohne diese selbst pflegen zu müssen. In der Praxis verursachen i-Frames jedoch eine Reihe von Problemen – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Barrierefreiheit, EyeAble-Optimierung und Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Aus den folgenden Gründen lehnen wir den Einbau dieser i-Frames ab und raten auch Ihnen dazu, sie nicht auf der Seite zu nutzen.
Datenschutz: Externe Inhalte = externe Datenflüsse
Beim Einbinden eines i-Frames werden Inhalte direkt von einem externen Server geladen. Dabei fließen häufig personenbezogene Daten wie IP-Adressen, Browserinformationen oder Nutzungsverhalten automatisch an den Anbieter – ohne dass Besucher diese Datenübertragung aktiv ausgelöst haben.
Das führt zu Risiken:
- Nutzer können schon beim Seitenaufruf ohne Einwilligung getrackt werden.
- Externe Dienste setzen häufig Cookies ein oder verwenden Analyse-Tools.
- Wir als Website-Betreibenden verlieren die Kontrolle über die Verarbeitetung dieser Daten.
Damit drohen Datenschutzverstöße und ein problemloser Betrieb im Sinne des KDG und der DSGVO ist nicht mehr gewährleistet.
Barrierefreiheit: Eingeschränkte Zugänglichkeit
i-Frames stellen Barrierefreiheits-Tools und Screenreader vor große Herausforderungen.
Typische Probleme:
- Inhalte im iFrame sind für Screenreader oft nicht korrekt als eigener Inhaltsbereich erkennbar.
- Fehlende Alternativtexte oder Beschriftungen können die Navigation erschweren.
- Die Tastatursteuerung funktioniert nicht immer zuverlässig innerhalb eines iFrames.
- Verkleinerte oder scrollbar eingebettete Inhalte erzeugen bedienerunfreundliche Strukturen.
Für barrierefreie Webangebote müssen Inhalte direkt in der Seite eingebunden werden.
EyeAble: Assistive Werkzeuge können iFrames nicht vollständig auswerten
Für EyeAble – unser Tool zur Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit – sind i-Frames ein Problem.
Warum?
- EyeAble kann nur den sichtbaren Inhalt der Seite analysieren, nicht aber die Inhalte innerhalb eines externen iFrames.
- Farb- und Kontrastfunktionen greifen nicht im eingebetteten Bereich.
- Die Textgrößenanpassung oder Lesefunktion erfassen nur den Hauptinhalt, nicht die iFrame-Inhalte.
Das Ergebnis: Die Nutzerfreundlichkeit für Menschen mit Einschränkungen sinkt deutlich.
SEO: Eingebettete Inhalte gelten nicht als eigener Seiteninhalt
Suchmaschinen wie Google oder Bing können Inhalte in i-Frames zwar technisch erkennen, werten sie aber in der Regel nicht als relevanten Content der eingebettenden Seite.
Das hat Folgen:
- iFrame-Inhalte verschlechter das Ranking der eigenen Seite.
- Suchmaschinen können die Struktur schlechter interpretieren.
- Doppelter-Inhalt-Probleme können entstehen, wenn derselbe externe Inhalt an mehreren Stellen auftaucht.
- iFrames verursachen oft zusätzliche Ladezeiten, was die Bewertung der Site verschlechtert.
Für gute SEO-Ergebnisse sollte jeder Inhalt nativ auf der Seite vorhanden sein.
Zusammenfassung: i-Frames sind ein Risiko – bessere Alternativen stehen zur Verfügung
Die Nachteile – insbesondere hinsichtlich Datenschutz, Barrierefreiheit und SEO – überwiegen deutlich. Deshalb ist es für die Qualität unserer Webangebote unerlässlich, auf i-Frames zu verzichten.
Stattdessen empfehlen wir:
- Inhalte selbst erstellen
- Verlinkungen statt Einbettungen, beispielsweise über Bildkacheln oder Icon-Boxen
Wir beraten Sie gerne - kommen Sie einfach unangemeldet in die Dienstags-Sprechstunde.