KEB-Naturtipp: Zitterpappel
- Im Jahr 2026 wurde die Zitterpappel, auch Aspe oder Espe genannt, von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres ernannt. Sie gilt als in vielfältiger Weise die Ökosysteme bereichernd
- Ihren Namen verdankt sie den schon in leichtem Wind zitternden Blättern. Der quer zur Blattebene stehende Stiel ist die Ursache dieser für die Zitterpappel typischen Blattbewegung
- Sie ist ein Pionierbaum und besiedelt insbesondere sehr rasch Kahlschläge oder aus anderem Grund offene Landschaften. Dies ist ihr möglich, weil sie zum einen schnell wächst, sich zudem aber auch über Wurzelausleger verbreitet und damit Klone bilden kann – so wird eine Pappelansammlung von 47.000 Stämmen in Utah/USA als größter lebender Organismus bezeichnet, da diese Bäume genetisch identisch sind https://www.visitutah.com/de-de/places-to-go/parks-outdoors/fishlake-national-forest/pando)
- Sie ist zweihäusig, d.h., es gibt weibliche und männliche Blüten auf getrennten Bäumen. Beide Blüten haben die Form von „Kätzchen“. Die männlichen Kätzchen stäuben gegen Mitte März gelb-braunen Blütenstaub, die weiblichen Kätzchen lösen sich in zart behaarte, weißwollige Samen auf, die der Wind von Mitte April bis Mai davonträgt und die wie Schnee den Boden bedecken können – Pappelschnee eben
- Sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen heimischer Tag- und Nachtfalter, unter anderem für die Raupen der attraktiven und gefährdeten Falter Kleiner Schillerfalter, Großer Eisvogel und Großer Fuchs