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Gemeiner Holzbock/Zecke

Datum:
25. Juni 2026
Von:
Barbara Schartz
Weibliche und männliche Zecke im Design des KEB Naturtipps

KEB Naturtipp: Gemeiner Holzbock/Zecke

  • Ist DIE Zeckenart, die i.d.R. uns Menschen zum Blutsaugen nutzt. Andere Zeckenarten wie die Igelzecke, die Hirschzecke, die Hundezecke oder die Wiesenzecke finden selten den Weg auf unsere Haut. Weltweit gibt es etwa 850 Zeckenarten, in Deutschland etwa 20 Arten.
  • Gefürchtet ist sie vor allem, weil sie zwei Krankheiten überträgt. Wenn sie selbst vom FSME-Virus befallen ist, überträgt sie dieses sofort nachdem sie uns gestochen hat. Die Krankheit, die von diesen Viren ausgelöst wird, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, da sie vor allem im Frühsommer auftritt/übertragen wird. Gegen diese Erkrankung kann man sich impfen lassen.
  • Mit der zweiten Erkrankung, der Borreliose, infiziert uns eine Zecke erst nach längerem Blutsaugen. Deshalb wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man Zecken so rasch wie möglich entfernen soll. Nach einem Zeckenstich soll auf kreisrunde Rötungen rund um die Einstichstelle geachtet, die Anzeichen der Übertragung der Bakterien sind. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit rechtzeitig Antibiotika verordnet werden.
  • Zecken mit einer spitzen Pinzette gerade aus der Haut ziehen. Keinesfalls Öl oder andere Mittel auf die Zecke geben, da sie dann erst recht Viren/Bakterien abgibt. Es ist nicht schlimm, wenn der „Kopf“ der Zecke stecken bleiben sollte, er fällt meist von selbst ab. Die Einstichstelle sollte gegen Infektionen desinfiziert werden.
  • Zecken lassen sich i.d.R. nicht von Bäumen fallen, sie sitzen auch entgegen früherer Vermutungen nicht häufiger im Ginster, sondern eher im Gras unter dem Ginster.
  • Zecken saugen drei bis vier mal im Leben Blut von geeigneten Wirten – neben dem Menschen sind das andere Säugetiere, aber auch Vögel und Reptilien. Die frühen Entwicklungsstufen des Holzbocks, Larven und Nymphen, bevorzugen kleine Wirbeltiere, ausgewachsene Tiere suchen größere Tiere und klettern daher auch höher, um diesen aufzulauern. Je höher die Zecke sitzt, desto größer ist für sie aber auch die Gefahr auszutrocknen. Zecken brauchen feucht-warme Lebensräume, können aber auch Frost überleben.
  • Auch Zecken sind möglicherweise aber „zu gebrauchen“ – es wird daran geforscht, aus Zeckenspeichel Medikamente gegen Krebs zu gewinnen.