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Blauflügelige Ödlandschrecke

Datum:
8. Sept. 2026
Von:
Barbara Schartz
Collage mit Fotos der Blauflügeligen und Rotflügeligen Ödlandschrecke im Layout KEB-Naturtipp

KEB-Naturtipp: (Blauflügelige) Ödlandschrecke

•    Im Naturführer von 2013 heißt es noch, die Blauflügelige Ödlandschrecke sei „in Deutschland ziemlich selten“. Das hat sich bis heute ziemlich geändert. Insbesondere in Weinbergslagen ist sie eher häufig anzutreffen
•    Wie der Name andeutet, findet man sie auf „Ödland“, also auf warmem, sandigem oder steinigem Untergrund mit wenig Bewuchs – neben Weinbergswegen ist das in Sandgruben, auf Kiesflächen oder auf Trockenrasen der Fall
•    Sie lebt am Boden und klettert fast nie auf Pflanzen. Wenn man sich ihr nähert, springt sie nicht weg, wie es die meisten Heuschrecken tun, sondern sie fliegt bis zu 10 Meter weit und schlägt kurz vor der Landung häufig auch noch einen „Haken“
•    Sie passt sich bei den Häutungen und auch noch als ausgewachsenes Tier farblich gut an den Untergrund an und ist grau bis ockerrot gefärbt mit zwei bis drei mehr oder weniger gut sichtbaren dunkleren Streifen und damit ist sie sehr gut getarnt.
•    Trotzdem sieht man sie inzwischen bei uns relativ häufig, weil sie im Flug auffällt: wenn man es nicht weiß, könnte man sie dann mit ihren blauen Flügeln fast für einen Schmetterling halten
•    Verwechselt werden könnte sie mit der allerdings viel heller blau geflügelten Blauflügeligen Sandschrecke. Deren Flügel sind nicht nur heller, sie haben auch nicht den dunklen Rand, den sie bei den Blau- und Rotflügeligen Ödlandschrecken haben
•    Sehr viel seltener ist die rotgeflügelte „Schwester“, die ebenfalls in warmen und trockenen Flusstälern an Rhein, Mittelmosel oder Nahe vorkommen kann
•    Die ausgewachsenen Tiere beider Arten sterben im Winter. Sie legen Eier in den Boden, und im folgenden Jahr schlüpft eine neue Generation der Tiere