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Sozialraumorientierung zur Praxis machen

Die Orientierung am Sozialraum der Menschen wird grundlegend sein für die zukünftige pastorale und caritative Arbeit des Bistums Trier. Die Sozialraumorientierung wird der Seelsorge, der Katechese sowie der sozial-caritativen Arbeit als Handlungsprinzip verbindlich zugrunde gelegt.

heraus gerufen. Abschlussdokument der Synode im Bistum Trier 2016, Kapitel 4.1.1

Möchten Sie diesem Impuls der Synode folgen und Ihre kirchliche Arbeit sozialraumorientiert entwickeln?

Der Arbeitsansatz der Sozialraumorientierung hilft ganz konkret, vor Ort eine diakonische Kirche zu sein. Es geht bei der Qualifizierung zur Sozialraumorientierung um ein Lernen in und aus der eigenen Praxis. In konkreten Sozialräumen gilt es, kirchliches Handeln vor Ort diakonisch zu entwickeln.

In diesem Verständnis leisten oder vermitteln wir nach Möglichkeit die passende Form der Unterstützung.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

So erreichen Sie uns

Sozialraumorientierung als Ansatz kirchlicher Arbeit zu entwickeln ist ein Auftrag an Seelsorge und Caritas. Deshalb arbeiten wir auch in der Unterstützung dieses Ansatzes eng zusammen.

Stefan Nober

Stefan Nober

Bischöfliches Generalvikariat
Mustorstraße 2
54290 Trier
Christiane Schuffenhauer

Christiane Schuffenhauer

Diözesan-Caritasverband
Dietrichstraße 30a
54290 Trier
Zur Homepage der Caritas Trier

Fortbildung

Zu den Menschen gehen

Seelsorge sozialräumlich ausrichten

Wie kann Seelsorge in einer veränderten Kirche und Gesellschaft wirksam sein? Viele sagen: Indem sie nicht allein an den klassischen kirchlichen Orten bleibt, sondern rausgeht, an die unterschiedlichsten Orte und in die Lebenswelten der Menschen hinein. Wie geht das? Einen wichtigen Schlüssel dazu liefert das FachkonzeptSozialraumorientierung. Sozialraumorientiert Seelsorge betreiben, das ist vor allem ein Entdeckungsvorgang. Es gilt herauszufinden, was die wichtigen Themen der Menschen vor Ort sind, aber auch: was in dieser Situation die Botschaft des Evangeliums bedeutet und was demnach hier getan werden kann.

Dieser Kurs bietet die Gelegenheit, diesen Weg methodisch strukturiert zu erproben. Dazu gibt er zunächst Raum für eine Standortbestimmung zum eigenen Verständnis von Seelsorge in der aktuellen beruflichen Situation. Von da ausgehend, führt der Kurs in den Ansatz der Sozialraumorientierung ein und liefert Rüstzeug, konkreteEntdeckungswege in der eigenen seelsorglichen Arbeit zu entwerfen und methodisch überlegt anzugehen. Bestandteil des Kurses ist, dass die Teilnehmenden einen solchen Entdeckungsweg praktisch erproben. Die Erträge werden im zweiten Kursabschnitt gemeinsam ausgewertet und pastoral-theologisch weitergedacht. Das betrifft zumeinen die konkreten neuen Wege, die sich daraus ergeben. Und zum anderen: Mit Impulsen, die das eigene Verständnis von Seelsorge verändern und bereichern, ist unbedingt zu rechnen!

Dieser Kurs ist Teil des Curriculums für Seelsorger*innen in Ausbildung und zugleich geeignet für Seelsorger*innen aller pastoralen Berufe, die sich neu sozialraumorientiert ausrichten oder ihr Verständnis sozialraumorientierter Seelsorge auffrischen, vertiefen und erweitern wollen. Wir setzen darauf, dass das gemeinsame Lernen von Seelsorger*innen in Ausbildung und solchen mit Berufserfahrung für alle Beteiligten erfrischend und bereichernd sein kann. 

Zeiten

1. Kursabschnitt: 
Dienstag, 17. November 2026, 9:30 Uhr
bis Mittwoch, 18. November, 17:00 Uhr

Exkursion mit Praxisberatung zum eigenen Erkundungsweg:
Dienstag, 2. Februar 2027, ganztags

2. Kursabschnitt: 
Dienstag, 27. April 2027, 9:30 Uhr
bis Mittwoch, 28. April 2027, 13:30 Uhr

Ort

Die beiden Kursabschnitte finden statt in 
St. Thomas - Exerzitienhaus des Bistums Trier
Hauptstraße 23, 54655 St. Thomas.

Kosten

350,00 € – nach genehmigtem Fortbildungsantrag kostenfrei

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Online-Formular der Personalentwicklung an.

Anmeldeschluss: 2. Oktober 2026

Kursleitung / Rückfragen an:

Maria Koob
Fachbegleiterin für Pastoraltheologie in der Seelsorgeausbildung, T 0651 7105-160, maria.koob[at]bistum-trier.de 

Stefan Nober    
Referent in der Abteilung Seelsorge und Lebenswelten, Team Diakonische Seelsorge, T 0651 7105-203, stefan.nober[at]bistum-trier.de

beide im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Mustorstr. 2, 54290 Trier.

Digitaler Werkzeugkasten

Für eine sozialraumorientierte kirchliche Arbeit setzen sich die Evangelische Kirche in Deutschland und die Diakonie deutliche Akzente. In Federführung der Stelle midi - Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung ist die 

WIR & HIER-Toolbox

entstanden. Das ist ein als App gestaltetes Instrument, Sozialraumorientierung in kirchlichen Kontexten zu gestalten, und enthält viele Praxisanstöße und Beispiele. Sie kann unter dem folgenden Link auf- und abgerufen werden. 

Was wir zur Zeit nicht anbieten können

Auf dieser Seite war über längere Zeit zu lesen:

„Um Sozialraumorientierung als kirchlichen Handlungsansatz ausprobieren und etablieren zu können, sind unterschiedliche Unterstützungsformate in Vorbereitung. Sie dienen dazu, diesen Ansatz in der eigenen Praxis zu entwickeln, und sollen beginnend ab dem Jahr 2022 angeboten werden. Näheres wird demnächst hier veröffentlicht.“

Dazu ist es nicht gekommen. Warum?

Im November 2019 hat die Bistumsleitung den Auftrag erteilt, eine Qualifizierung zur Sozialraumorientierung für das Bistum zu konzipieren. Dieser Auftrag wurde Anfang 2020 an die unter anderem dazu gegründete „Fachgruppe diakonische Kirchenentwicklung“ weitergegeben, zu der neben Referent*innen aus dem Generalvikariat und dem Diözesan-Caritasverband vor allem Mitglieder der (damals zukünftigen) Leitungsteams gehörten.

Diese Fachgruppe hat bis Ende 2020 ein differenziertes Konzept unterschiedlicher Lernformen zur Sozialraumorientierung entwickelt. Mitarbeiter*innen aus Seelsorge und Caritas sollten so die Möglichkeit erhalten, sich in einer auf ihren Bedarf angepassten Weise und bezogen auf ihren jeweiligen Arbeitskontext den Arbeitsansatz Sozialraumorientierung anzueignen und die kirchliche Arbeit damit zu entwickeln, so wie es die Synode aufgetragen hat. Diese Lernformen sollten flexibel und zugleich in einer gewissen Breite angeboten werden, um Mitarbeiter*innen überall im Bistum Trier die Möglichkeit zu geben, sie tatsächlich zu nutzen.

Um die Lernprozesse in diesen Formaten zu begleiten, sind personelle Ressourcen erforderlich. Diese Ressourcen wurden im Sommer 2021 grundsätzlich bewilligt. Die Entscheidung, diese Ressourcen dafür tatsächlich einzusetzen, ist jedoch bisher nicht getroffen.

Deshalb können diese Unterstützungs- und Lernformate nicht angeboten werden.