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Adventsaktion "Hoffnungsschimmer" 2025 :Dein Licht scheint in der Nacht

Mehr als 500 Menschen haben sich an der hybriden Adventsaktion „Hoffnungsschimmer“ beteiligt. Zum Abschluss fand ein Pilgerweg für Hoffnungsfreudige statt.
Gruppe der Teilnehmenden des Projektes Hoffnungsschimmer stehen auf einer Wiese im Schnee und lächeln in die Kamera.
Datum:
9. Jan. 2026
Von:
Judith Schwickerath

Trier/Koblenz/Saarbrücken – In gemeinschaftlicher Verbundenheit durch die Advents- und Weihnachtszeit gehen und sich gegenseitig in der Hoffnung bestärken – das haben weit mehr als 550 Teilnehmende aus allen Regionen des Bistums, aus ganz Deutschland, aus den Nachbarländern Belgien, Luxemburg, Österreich, Italien und der Schweiz getan. Anlass war das Projekt „Hoffnungsschimmer“, das nun bereits zum sechsten Mal vom Arbeitsfeld Inklusion gemeinsam mit dem Pastoralen Raum Merzig, der Diözesanstelle geistlich leben und weiterblicken.com stattgefunden hat.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Als roter Faden begleitete die Teilnehmenden das Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. Pastoralreferentin Judith Schwickerath, die das Projekt seit Beginn begleitet, erklärt: „Was Dietrich Bonhoeffer aus seiner Haft heraus an eigenem Erleben, an Hoffnung, an Zweifel, an Sehnsucht in Worte gegossen hat, berührt Menschen bis heute. Viele finden sich in seinen Zeilen wieder und verbinden damit persönliche existentielle Erfahrungen, zum Beispiel den Tod von Angehörigen.“ Auch Diplom-Religionspädagogin Kerstin Mikolajewski betont: „Gerade in der Adventszeit sind viele Menschen besonders sensibel. Die Welt und unser Leben sind fragil. Die Teilnehmenden verbindet die Hoffnung auf Licht und die Menschwerdung Gottes. Wie Bonhoeffer dürfen auch wir an die Macht der Wunder glauben: Gott ist da.“ Michael Meyer, Kooperator im Pastoralen Raum Merzig, ergänzt: „Für andere da sein – das ist für Bonhoeffer die Essenz des Christseins, der Blick auf die Leidenden, auf die Schwachen und die Verletzlichen. Dieser Blick bleibt aktuell und damit fragt Bonhoeffer auch uns heute ganz direkt in unserem Christsein an.“ Und Sandro Frank, Mitinitiator des Projekts, resümiert: „Ich bin dankbar für das gemeinsame Unterwegssein mit vielen Suchenden. Das sind für mich Hoffnungschimmer, die es in dieser Welt lichtig werden lassen. In Verbundenheit mit den Fragen so Vieler und dem Warten dieser Welt auf Frieden möge uns diese Zuversicht durch das neue Jahr tragen.“

 

Hybrider Charakter ist das Besondere am Projekt

Das Besondere an dem Projekt ist sein hybrider Charakter: Neben den analogen Hoffnungsschimmer-Karten lud das Begleitteam an den Adventssonntagen und am Sonntag nach Weihnachten zu digitalen Gottesdiensten ein, an denen je 80 bis 120 Menschen teilnahmen. Zum Jahresbeginn trafen sich rund 30 Teilnehmende am 4. Januar in Trier zu einem Pilgerweg der Hoffnung. Dabei blickten sie auf die Advents- und Weihnachtszeit zurück und tauschten persönliche Erfahrungen aus. „Die täglichen Nachrichten sind dazu angetan, hoffnungslos zu machen. Da braucht es wirklich Hoffnungsschimmer und kraftvolle Impulse. So habe ich mich wieder auf den adventlichen Weg mit der Hoffnungsschimmer-Gemeinschaft gefreut.“, meldet Teilnehmerin Elisabeth aus Bad Kreuznach zurück. Steffie aus Münster-Sarmsheim ergänzt: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir, was kommen mag - das braucht in dieser schweren Welt-Zeit viel Mut. Ich übe mich mit anderen weiter in Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen und will daraus leben und handeln.“ Und Gabi aus Würzburg meldet zurück: „Die Wie-Worte des Hoffnungsschimmers im Advent bis zum Weihnachtsfest und die gestalteten Gottesdienste haben mich durch die Zeit getragen. Herzlichen Dank für alle Ideen, liebevolle Gestaltung, anregende Gedanken und gesammelte Gebetsatmosphäre!“

Die Aktion wurde von der Stiftung Glauben leben im Bistum Trier finanziell gefördert. Das Parallelprojekt „#Lebenszeichen – Ostern entgegen" begleitet Interessierte durch die Karwoche. Weitere Informationen gibt es bei Judith Schwickerath, E-Mail: judith.schwickerath@bistum-trier.de, Tel.: 0151-11124413.