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Warum Bildbeschreibungen wichtig sind – und wie sie ganz einfach gelingen :Warum muss ich mir die Mühe mit alternativen Bildbeschreibungen machen?

Ein Zeichen, das sagt, dass es Zeit ist glücklich zu sein.

Die meisten Menschen nehmen Bilder intuitiv wahr. In digitalen Medien ist das jedoch nicht für alle möglich. Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung nutzen häufig Screenreader, die Inhalte von Webseiten oder digitalen Dokumenten vorlesen. Damit auch Bilder verstanden werden können, benötigen sie sogenannte Alternativtexte (Alt-Texte). Diese beschreiben den Inhalt eines Bildes in wenigen Worten und machen digitale Angebote für mehr Menschen zugänglich. 

Doch Bildbeschreibungen sind nicht nur ein Thema der Barrierefreiheit. Auch Suchmaschinen können Bilder nicht so verstehen wie Menschen. Gut formulierte Alternativtexte helfen deshalb dabei, Inhalte besser auffindbar zu machen. Darüber hinaus werden Bilder auch dann verständlich, wenn sie aufgrund technischer Probleme nicht geladen werden können. Ein guter Alternativtext hilft also gleich mehreren Zielgruppen. 

Was macht einen guten Alternativtext aus? Die wichtigste Regel lautet: Beschreiben Sie, was für das Verständnis des Beitrags wichtig ist. Stellen Sie sich vor, Sie müssten das Bild jemandem am Telefon erklären. Was würde die Person wissen müssen, um den Zusammenhang zu verstehen? 

Dabei gilt: 

  • Beschreiben Sie das Wesentliche. 
  • Schreiben Sie möglichst konkret. 
  • Vermeiden Sie Interpretationen und Vermutungen. 
  • Denken Sie an den Zusammenhang des Artikels. 

Ein Foto zu einem Pfarrfest könnte etwa so beschrieben werden: „Mehrere Menschen sitzen an Bierzeltgarnituren auf dem Kirchplatz und unterhalten sich beim Pfarrfest.“ Das ist hilfreicher als: „Schönes Bild vom Pfarrfest.“ 

Wer unsicher ist, kann sich diese Fragen stellen: 

  • Was ist auf dem Bild zu sehen? 
  • Was passiert dort? 
  • Welche Elemente sind für den Artikel wichtig? 
  • Würde jemand etwas Wesentliches verpassen, wenn das Bild nicht sichtbar wäre? 

Oft reichen bereits ein oder zwei Sätze: 

  • Nicht optimal: "Gruppenfoto." 
    Besser: "Zwölf Sternsingerinnen und Sternsinger stehen vor dem Eingangsportal der Kirche." 
  • Nicht optimal: "Gottesdienst." 
    Besser: "Die Erstkommunionkinder ziehen gemeinsam mit den Messdienenden in die Kirche ein." 
  • Nicht optimal: "Pfarrer bei der Segnung." 
    Besser: "Der Pfarrer segnet die neuen Räumlichkeiten des Kindergartens vor den versammelten Familien." 

Wer regelmäßig Pfarrbrief, Homepage oder Social-Media-Kanäle betreut, muss Bildbeschreibungen nicht allein verfassen:  

  • Pfarrbriefservice.de bietet zu jedem Text einen Alternativ-Text an. Einfach kopieren und übertragen. 
  • Moderne KI-Werkzeuge können auch unterstützen. Dazu genügt oft eine einfache Aufforderung wie: „Beschreibe dieses Bild für einen Alternativtext. Die Beschreibung soll kurz, sachlich und für einen Screenreader geeignet sein.“ Anschließend sollte der vorgeschlagene Text kurz geprüft werden. Die beste KI kennt den Zusammenhang eines Artikels nicht so gut wie die Redaktion vor Ort. 
  • Kleiner Trick zu Bildern von frei nutzbaren Bilddatenbanken (wie etwa unsplash.com). Oft findet sich in der URL des Bildes ein kleiner Text, der mit wenigen Handgriffen auch als Alternativ-Text verwendet werden kann. Aus https://unsplash.com/de/fotos/ein-zeichen-das-sagt-dass-es-zeit-ist-glucklich-zu-sein-kp0fidHN0SQ wird dann: Ein Zeichen, das sagt, dass es Zeit ist glücklich zu sein.