#Lebenszeichen 2026: Das Leben als Tanz verstehen:Geistliches Angebot begleitete Menschen durch Karwoche und Osterzeit

#Lebenszeichen 2026: Das Leben als Tanz verstehen

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Wie lebt sich das eigene Leben, wenn es nicht als starres Gefüge, sondern als ein Tanz verstanden wird? Diesem Impuls ist das Projekt #Lebenszeichen – Karwoche & Ostern 2026 nachgegangen. Angeregt durch Texte der französischen Mystikerin Madeleine Delbrêl begleitete das Angebot Menschen durch die Karwoche und Osterzeit – mit Impulsen, digitalen Formaten und gemeinschaftlichen Erfahrungen.
Spiritualität mitten im Alltag
Delbrêl suchte Gott nicht abseits der Welt, sondern mitten im Leben – im ganz banalen Alltag. Bereits vor Jahrzehnten formulierte sie eine Haltung, die heute neue Aktualität gewinnt: „Wir sind zu jedem Aufbruch bereit, weil unsere Zeit uns so geformt hat, und weil Christus im heutigen Tempo mitgehen muss, um mitten unter den Menschen zu bleiben.“
Diese Dynamik greift das Projekt #Lebenszeichen auf.
„Delbrêls Texte zeigen eine Spiritualität, die leicht, frei, beweglich und offen für Gottes Impulse ist“, erklärt Pastoralreferentin Judith Schwickerath, Initiatorin des Projektes. „Es ist ein Ruf, das eigene Leben nicht statisch, sondern als lebendige Bewegung mit Gott zu verstehen. Ihr Blick kann uns dafür senisbilisieren, dass Gottes Spur dort beginnt, wo unser Alltag uns berührt – in der Freude, im Zweifel, in der Sehnsucht, in der Suche nach Sinn.“
Auch ihre Kollegin Kerstin Mikolajewski hebt die Wirkung dieser Texte hervor: „Madeleine Delbrêls Worte berühren mich und bringen mich in Bewegung. Sie schaffen es, Menschen zu inspirieren und zu motivieren. Es ist ein gelebter Glaube, der nah bei den Menschen ist.“
Michael Meyer, ebenfalls Teil des Begleitteams, sieht in #Lebenszeichen eine zeitgemäße Form gelebter Sendung: „Die Art und Weise, wie Madeleine Delbrêl ihre Mission lebt, spricht heute an. Die Missionare ‚ohne Schiff‘ sind jene, die vor Ort, mitten in ihrem Alltag, das Evangelium leben. Die Lebenszeichen in der Karwoche haben dazu starke Akzente gesetzt.“
Hybrides Angebot: Persönliche Wege und gemeinschaftliches Unterwegssein
Als hybrides Angebot verband #Lebenszeichen persönliche spirituelle Zugänge mit gemeinschaftlichen Erfahrungen. Impulskarten begleiteten die Teilnehmenden durch die Karwoche. Digitale Angebote wie die tägliche „Morgenhoffnung für Aufgeweckte“, an der jeweils etwa 75 bis 100 Menschen teilnahmen, sowie eine Online-Pinnwand als Hoffnungsraum ermöglichten Austausch, gemeinsames Gebet und Verbundenheit – auch über große Entfernungen hinweg.
Wie tragend diese Formen digitaler Gemeinschaft erlebt wurden, zeigen zahlreiche Rückmeldungen.
Christine aus dem Westerwald schreibt: „Danke für die erneuten Anstrengungen, uns trotz Weltenkrise und Angst abzuholen und Blickwinkel zu schenken, die dieses Leben auch für uns bereithält!“
Christine aus dem Saarland berichtet: „Ich danke für diese besondere Karwoche: für die morgendliche Freude, die Gemeinschaft – auch wenn ich physisch allein war – und die tragende Hoffnung, die ich durch diese Verbundenheit spüren durfte.“
Sehr persönlich fasst Gudrun ihre Erfahrungen zusammen: „Weg von lähmender Beschwertheit hin zu Befreiung und mutmachenden Anstößen: sich öffnen, sich einschwingen in den Tanz des Lebens – das hat mir sehr gutgetan.“
Begleitet wurde das Projekt von Sandro Frank, Michael Meyer, Kerstin Mikolajewski und Judith Schwickerath.
Mehr als 550 Menschen nahmen teil – aus allen Regionen des Bistums Trier und weit darüber hinaus.
Bereits zum sechsten Mal fand das Projekt des Arbeitsfeldes Inklusion in Kooperation mit dem Patoralen Raum Merzig und weiterblicken.com statt.
Ausblick: pilgerndes Unterwegssein an Fronleichnam
Zum Abschluss lädt das Vorbereitungsteam zu einem pilgernden Unterwegssein an Fronleichnam ein. Teilnehmen können auch Interessierte, die in der Karwoche nicht dabei waren. Anmeldungen und weitere Informationen sind unter https://eveeno.com/emmaus-pilgern2026 oder bei Judith Schwickerath erhältlich.
Das Projekt „#Lebenszeichen – Karwoche & Ostern 2026“ wurde von der Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier finanziell gefördert.
Das Parallelprojekt „Hoffnungsschimmer – unterwegs im Advent“ begleitet Interessierte in der Adventszeit. Kontakt: judith.schwickerath@bistum-trier.de, Tel. 0151 11124413.
