Bei den Special Olympics

Die Special Olympics sorgen für große Begeisterung und eine tolle Atmosphäre im Saarland
Vom 15. bis 20. Juni hat sich das Saarland in eine bunte Bühne des Miteinanders verwandelt. Über 4.000 Athletinnen, 13.000 akkreditierte Personen und 110.000 Zuschauerinnen waren mittendrin. In 27 Sportarten gab es spannende Wettkämpfe.
Die Nationalen Spiele der Special Olympics werden oft als „Saarländisches Sommermärchen“ bezeichnet. „Das können wir auch im Arbeitsfeld Inklusion nur unterstreichen. Unsere acht Stationen an verschiedenen Orten im Saarland, gemeinsam mit dem kirche:mobil! des Pastoralen Raums Völklingen, waren ein großer Erfolg,“ so das Fazit von Pastoralreferent Christoph Morgen
Ursprünglich war die Idee, ein Mitmachangebot an den Sportstätten zu schaffen – ein Bedarf, der von den Organisator*innen der Special Olympics Saarland benannt wurde. Doch daraus entstand weit mehr: Bei den Einsätzen wurden das Riesen-Jenga und vor allem das Cornhole (im Saarland auch „Sackloch“ genannt) rege genutzt. „Besonders wichtig war es uns jedoch, allen Besucher*innen eine Botschaft mitzugeben: Jeder Mensch, unabhängig von Beeinträchtigung, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung, ist wertvoll und besitzt die gleiche Würde,“ so Pastoralreferent Christoph Morgen. „Deshalb haben wir an unserem Stand über 1450 Armbänder mit der wichtigen Botschaft „Du bist wertvoll“ verteilt.“ Zugleich wurde dazu eingeladen, auf einem Thronsessel Platz zu nehmen und sich als Königin oder König gemeinsam mit einer Königsfigur von Ralf Knobloch fotografieren zu lassen. Die Königsfiguren machen deutlich, dass jeder Mensch „königlich“ ist und stehen symbolisch für die unantastbare Würde jedes Einzelnen. Es entstanden unzählige Fotos und viele berührende, unvergessliche Momente. Beim kirche:mobil! kam es zudem zu Hunderten von inklusiven Begegnungen und Gesprächen mit Menschen aus dem Saarland, ganz Deutschland und weiteren Nationen wie Israel, Finnland und Italien, die als internationale Gäste an den Nationalen Spielen teilnahmen.
Schon vor den eigentlichen Nationalen Spielen ging es los mit den Fackelläufen, bei denen die Fackel der Hoffnung auf die Special Olympics aufmerksam machte. Bei drei Fackelläufen war das Arbeitsfeld Inklusion aktiv dabei: zunächst in Völklingen, dann an der Bergehalde in Ensdorf sowie am Schaumberg in Tholey. In Tholey war der einzige Tag, an dem das Wetter mit konstanten Nieselregen nicht mitspielte. Während der Nationalen Spielen wurde es dann sommerlich heiß. Das kirche:mobil! besuchte das Roller Skating in Völklingen, die Handballspiele in Saarlouis sowie die Wettbewerbe im Freiwassersschwimmen und Beachvolleyball im Strandbad am Bostalsee. Krönender Abschluss waren die InkluSaar im Rahmen des Special Olympics Festival in Saarbrücken am letzten Tag der Special Olympics. Bei der InkluSaar gab es eine gelungene Kooperation mit der Behindertenseelsorge des Bistums Speyer. Die meisten Athlet*innen waren in Saarbrücken unterwegs und nahmen an der Abschlussfeier teil. Vorher kamen sehr viele beim Stand vorbei und nutzen rege das abwechslungsreiche Angebot.
Beteiligt an den Einsätzen waren insgesamt über 20 Personen, darunter viele Kolleg*innen aus den Pastoralen Räumen und der KEB im Saarland sowie einige ehrenamtlich Engagierte vom Team des kirche:mobil!.