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Gebetsmeinungen von Papst und Bischof

Bischof Ackermann reicht dem Papst die Hände.

Für 2025 haben Papst Leo XIV. und Bischof Dr. Stephan Ackermann die unten stehenden Gebetsanliegen festgelegt. Das erste Anliegen (im jeweiligen Monat im Fettdruck dargestellt) ist vom Papst festgelegt, die zwei weiteren (kursiv gesetzten) vom Trierer Bischof. Die Gebetsanliegen werden auch im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier veröffentlicht.

Die Gebetsintentionen haben der Papst und Bischof Stephan jeweils bereits im Vorjahr festgelegt. So erklärt sich, dass sie nicht tagesaktuell auf Ereignisse eingehen können.

Der Papst stellt seine Anliegen monatlich in einem Video (auch in einem eigenen Kanal auf Youtube) persönlich vor.

Sie finden aktuelle Gedanken zu den monatlichen Gebetsintentionen aus dem Bistum Trier auf dieser Seite - zusammengestellt vom Gebetsapostolat

Gebetsanliegen für August 2026

Mit Papst Leo beten wir, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

Großstädte sind Orte großer Möglichkeiten, aber auch Orte der Gegensätze. Menschen leben Tür an Tür und kennen sich oft doch kaum. Viele erleben Einsamkeit mitten im Trubel, suchen Orientierung, Sinn und verlässliche Beziehungen. Das Evangelium ist von seinem Wesen her eine Botschaft der Begegnung. Jesus sucht die Menschen auf ihren Wegen, in ihren Häusern und an den Orten ihres Alltags. Er durchbricht Ausgrenzung, schenkt Gemeinschaft und eröffnet neue Hoffnung. Die Kirche setzt diese Sendung fort. Sie ist nicht nur für Menschen da, die bereits den Weg in die Gemeinde gefunden haben, sondern sie ist gesandt, hinauszugehen und Gottes Nähe erfahrbar zu machen.

Gelungene Beispiele finden sich in vielen deutschen Großstädten. So öffnen Gemeinden und kirchliche Initiativen ihre Türen als Orte der Begegnung – etwa durch Vesperkirchen, Nachbarschaftscafés oder neue Formen von Stadtgemeinden wie „Fresh Expressions of Church“ in Berlin und Leipzig. Hier geht es nicht zuerst um große Programme, sondern darum, Menschen wahrzunehmen, zuzuhören und Gemeinschaft zu ermöglichen.

 

Dr. Barbara Engel-Ries

Gebet

Guter Gott,
du kennst die Sehnsucht der Menschen nach Nähe,
Geborgenheit und einem erfüllten Leben.
Du siehst die Einsamkeit vieler Menschen in unseren Städten
und weißt um ihre Hoffnungen und Sorgen.
Schenke deiner Kirche den Mut, neue Wege zu gehen,
damit die Frohe Botschaft die Herzen der Menschen erreicht.
Erfülle alle Christinnen und Christen mit Fantasie, Offenheit und Liebe,
damit sie Orte schaffen, an denen Menschen willkommen sind und Gemeinschaft erfahren.
Lass uns aufmerksam sein für die Einsamen, die Suchenden und jene,
die sich nach einem offenen Ohr sehnen.
Hilf uns, dein Evangelium nicht nur mit Worten,
sondern vor allem durch unser Leben zu verkünden,
damit unsere Kirche zu einem Zeichen deiner Nähe
und zu einem Ort der Hoffnung mitten in der Welt werde.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Mit Bischof Stephan beten wir für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa und für alle, die mit Sorge auf die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken.

Der Friede gehört zu den größten Gaben Gottes und zugleich zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Menschheit. Der Schalom Gottes meint ein Leben in Gerechtigkeit, Freiheit und Versöhnung – ein Leben, in dem Menschen ohne Angst ihre Zukunft gestalten können. Der Einsatz für Frieden verlangt deshalb das Zusammenwirken vieler Kräfte. Diplomatie, Dialog und internationale Zusammenarbeit bleiben die ersten und wichtigsten Wege, Konflikte zu verhindern und Versöhnung zu fördern. Zugleich zeigt die Erfahrung unserer Zeit, dass Frieden so verletzlich ist wie schon lange nicht mehr. Wo autoritäre Regime das Recht missachten, Menschen unterdrücken oder Gewalt anwenden, geraten Freiheit und Menschenwürde in Gefahr. Viele Menschen blicken deshalb mit Sorge auf die Entwicklungen in Europa und darüber hinaus.

In dieser Situation denken wir besonders an die Soldatinnen und Soldaten, die Verantwortung für den Schutz von Menschen, Freiheit und Sicherheit übernehmen. Ihr Dienst verlangt Mut, Gewissenhaftigkeit und die Bereitschaft, persönliche Belastungen auf sich zu nehmen. Die Kirche begleitet sie im Gebet und in der Seelsorge. Sie weiß zugleich, dass jeder militärische Einsatz dem Ziel verpflichtet bleiben muss, den Frieden zu sichern und das Leben zu schützen. 

 

Dr. Barbara Engel-Ries

Gebet

Treuer Gott,

du bist der Ursprung allen Friedens und die Hoffnung der Welt.
Wir bitten dich für die Soldatinnen und Soldaten, die Verantwortung für Frieden und Sicherheit tragen.
Stärke sie in ihrem Dienst, bewahre sie vor Gefahr
und lass sie ihre Aufgaben mit Besonnenheit, Menschlichkeit und Achtung vor der Würde jedes Menschen erfüllen.
Wir bitten dich für alle Menschen,
die mit Sorge auf Kriege, Gewalt und die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken:
Nimm ihnen die Angst und schenke ihnen Zuversicht.
Ermutige die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft,
Wege des Dialogs, der Gerechtigkeit und der Verständigung zu suchen.
Lass deinen Geist überall dort wirken,
wo Hass, Machtstreben und Unrecht Menschen gegeneinander aufbringen.
Verwandle Herzen, stärke den Willen zum Frieden
und führe die Völker Europas und der ganzen Welt auf den Weg der Versöhnung.

Darum bitten wir durch Christus, den Friedensfürsten und unseren Herrn. Amen.

Mit Bischof Stephan beten für die Kinder, die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen oder zum ersten Mal zur Schule gehen.

Der Beginn eines neuen Schuljahres ist für viele Kinder ein besonderer Aufbruch. Manche freuen sich auf das Wiedersehen mit Freundinnen und Freunden, andere sind gespannt auf neue Fächer oder eine neue Schule: „Neben wem sitze ich?“ „Bekomme ich wieder meine Lieblingslehrerin?“ Diese Fragen hat sich sicher jeder einmal gestellt. Für die Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der mit Neugier, Freude, aber auch mit Unsicherheit verbunden sein kann.

Auch Eltern, Familien und Lehrkräfte erleben diesen Neubeginn mit Hoffnungen und Erwartungen. Christliche Bildung richtet den Blick auf den ganzen Menschen. Sie fördert nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz und das Gewissen. Kinder sollen erfahren, dass sie mit ihren Begabungen und ihrer unverwechselbaren Persönlichkeit von Gott gewollt und geliebt sind. Schule ist zugleich ein Ort des Miteinanders. Hier lernen Kinder, aufeinander Rücksicht zu nehmen, Unterschiede zu achten, Konflikte friedlich zu lösen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. 

 

Dr. Barbara Engel-Ries

Gebet

Guter Gott, wir bitten dich für alle Kinder,
die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen
oder zum ersten Mal die Schule betreten:
Segne ihren Weg. Schenke ihnen Freude am Lernen, Neugier auf das Neue
und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Nimm ihnen die Angst vor unbekannten Situationen
und lass sie Freundschaft, Wertschätzung und Geborgenheit erfahren.
Segne auch die Eltern, Familien, Lehrkräfte und alle, die die Kinder begleiten.
Gib ihnen Geduld, Verständnis und die Kraft,
jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu fördern.
Lass die Schulen Orte sein, an denen Wissen wächst,
Talente entdeckt werden und junge Menschen lernen,
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Begleite alle mit deinem Segen und führe sie auf ihren Wegen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Gebetsanliegen für 2026

  1. Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für die Erforschung der Natur und den Schutz der Umwelt einsetzen zur Bewahrung Deiner Schöpfung.

  3. Wir beten für diejenigen, die in den Sommermonaten Ferienfreizeiten organisieren und Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Momente ermöglichen.

  1. Wir beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

  2. Wir beten für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa und für alle, die mit Sorge auf die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken.

  3. Wir beten für die Kinder, die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen oder zum ersten Mal zur Schule gehen.

  1. Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.

  2. Wir beten für alle, die in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig sind und durch ihre Arbeit Sorge tragen für die Ernährung und die Erhaltung unseres Lebensraumes.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die in den muttersprachlichen Gemeinden unseres Bistums Heimat gefunden haben.

  1. Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

  2. Wir beten für alle Kunst-und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

  3. Wir beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum Trier für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

  1. Wir beten um einen gerechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

  2. Wir beten für die Menschen jüdischen Glaubens, die bis heute Hetze, Diskriminierung und Hass erfahren müssen.

  3. Wir beten für alle, die haupt- und ehrenamtlich im Beerdigungsdienst tätig sind und Menschen sowohl in ihrer Trauer begleiten wie auch durch ihre Verkündigung die Hoffnung auf das ewige Leben bestärken.

  1. Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

  2. Wir beten für alle, die der Kälte des Winters ausgesetzt sind und darunter leiden; für alle, die in unseren sozial-caritativen Einrichtungen Obdachlosen eine Unterkunft anbieten.

  3. Wir beten für alle, die in der Adventszeit Trost und Hoffnung suchen und von der Feier der Geburt Deines Sohnes Licht in den Dunkelheiten ihres Lebens erhoffen.

Von Anfang an haben die Mitglieder des Gebetsapostolats um das Wachsen des Reiches Gottes hier auf Erden gebetet. Die Verantwortlichen haben ihnen monatlich ein konkretes Missionsanliegen vorgelegt und sie eingeladen, für dieses Anliegen in besonderer Weise zu beten. Bereits seit dem Jahre 1887 hat der Papst selbst die Festlegung des monatlichen Missionsanliegens übernommen. Heute wählen Vertreter aller Kontinente die jährlichen päpstlichen Gebetsanliegen in einem besonderen Verfahren aus einer Vielzahl von Vorschlägen aus. Die Schlussauswahl legen sie dem Papst vor, der sie dann bestätigt.

Es gibt zwei Anliegen für jeden Monat, ein allgemeineres und ein mehr missionarisches. - In einem „Weltgebet“ machen sich die Christen auf allen Kontinenten die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu eigen. Eine große, weltweite Solidarität von Millionen Gläubigen wird durch dieses Gebet Wirklichkeit.

Damit jedoch die kirchlichen Belange eines Bistums mit ihren Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen in das Gebet mit einbezogen werden, können auch die Bischöfe eigene Gebetsanliegen hinzufügen. Der Bischof von Trier tut dies seit einigen Jahren.

Das "Gebetsapostolat" sorgt für die Verbreitung dieser monatlichen Gebetsanliegen.