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Gebetsmeinungen von Papst und Bischof

Bischof Ackermann reicht dem Papst die Hände.

Für 2025 haben Papst Franziskus und Bischof Dr. Stephan Ackermann die unten stehenden Gebetsanliegen festgelegt. Das erste Anliegen (im jeweiligen Monat im Fettdruck dargestellt) ist vom Papst festgelegt, die zwei weiteren (kursiv gesetzten) vom Trierer Bischof. Die Gebetsanliegen werden auch im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier veröffentlicht.

Die Gebetsintentionen haben der Papst und Bischof Stephan jeweils bereits im Vorjahr festgelegt. So erklärt sich, dass sie nicht tagesaktuell auf Ereignisse eingehen können.

Der Papst stellt seine Anliegen monatlich in einem Video (auch in einem eigenen Kanal auf Youtube) persönlich vor.

Sie finden aktuelle Gedanken zu den monatlichen Gebetsintentionen aus dem Bistum Trier auf dieser Seite - zusammengestellt vom Gebetsapostolat

Gebetsanliegen für Januar 2026

Mit dem Papst beten wir, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.

Manchmal liegen die Worte der Bibel neben uns wie ein vertrautes Buch – bekannt und doch im Alltag leicht überhört. Und zugleich spüren wir eine leise Sehnsucht: nach Orientierung, nach Sinn, nach einer Hoffnung, die trägt. Das Gebet mit dem Wort Gottes kann genau hier zur Nahrung werden – nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als Kraftquelle für unser Leben.

Wenn wir die Schrift nicht nur lesen, sondern betend auf uns wirken lassen, beginnt sie, uns anzusprechen. Dann ist sie kein Text von gestern, sondern ein lebendiges Wort, das unsere Fragen kennt, unsere Brüche aushält und unsere Hoffnungen nährt. Im Hören auf Gottes Wort dürfen wir erfahren: Wir sind gemeint. Unser Leben, mit allem, was es ausmacht, hat Platz in Gottes Geschichte mit uns Menschen. So wird das Gebet mit der Bibel zu einer Quelle der Hoffnung – für jede und jeden Einzelnen, aber auch für unsere Gemeinschaften.

Wo Menschen sich vom Wort Gottes berühren lassen, wächst Verständnis füreinander. Es entsteht Raum für Geduld, für Barmherzigkeit und für neue Wege des Miteinanders. Geschwisterlichkeit ist dann nicht nur ein schönes Ideal, sondern eine Haltung, die sich im Alltag einübt. Zugleich öffnet das Gebet mit dem Wort Gottes den Blick nach außen. Es macht sensibel für die Nöte anderer.

Eine Kirche, die aus dem Hören und Beten lebt, wird missionarisch – nicht laut oder aufdringlich, sondern einladend, glaubwürdig und hoffnungsvoll.

 

Sandra Baltes

Gebet

Gott, dein Wort ist älter als wir und zugleich ganz nah an unserem Leben.

Schenke uns offene Herzen, damit wir im Hören und Beten Kraft finden.

Dein Wort wecke in uns Hoffnung und gebe uns Mut Zeichen deiner Liebe in der Welt zu sein.

Amen. 

Mit Bischof Stephan beten wir für für diejenigen, die sich in unseren Gemeinden ehrenamtlich in Gremien engagieren und sich nach der Wahl und der Konstituierung zusammenfinden, um den Glaubensalltag zu gestalten.

In unseren Gemeinden tragen viele Menschen Verantwortung, oft leise und nebenbei. Sie bringen Zeit, Kraft und Erfahrung ein, engagieren sich ehrenamtlich in Gremien, nehmen an Sitzungen teil, lesen Protokolle, ringen um gute Entscheidungen.

Nach Wahlen und Konstituierungen kommen sie neu zusammen – manchmal mit frischem Elan, manchmal mit Unsicherheit, was kommen wird. Ihr Engagement ist ein kostbares Fundament kirchlichen Lebens vor Ort. Diese Menschen gestalten den Glaubensalltag nicht abstrakt, sondern ganz konkret: in Gesprächen, in Planungen, in Konflikten, in der Suche nach tragfähigen Wegen für die Zukunft. Dabei treffen unterschiedliche Sichtweisen, Erwartungen und Prägungen aufeinander.

Es braucht Geduld, Offenheit und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Vor allem braucht es das Vertrauen, dass Gott auch in diesem gemeinsamen Ringen gegenwärtig ist. Sie sind Gemeinschaft, verbunden durch mehr als Strukturen und Ordnungen.

Gemeinsam tragen sie Verantwortung, einander mit Respekt zu begegnen, Unterschiede aushalten und gemeinsam nach dem zu fragen, was dem Leben und Glauben heute verbindet. 

 

Sandra Baltes

Gebet

Gott, dein Geist möge Beratungen begleiten,

Entscheidungen prägen und Freude am gemeinsamen Gestalten schenken,

damit unsere Gemeinden Orte bleiben,

an denen Glaube wachsen kann – getragen vom Engagement vieler

und von der Hoffnung, die uns verbindet.

Amen.

Mit Bischof Stephan beten wir für die Gläubigen, die nach dem Abschluss des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland Wege der Erneuerung aus dem Geist des Evangeliums erhoffen.

Viele Gläubige verbinden mit dem weltweiten synodalen Prozess Hoffnungen auf eine Kirche, die hörender, beteiligungsorientierter und näher an den Lebenswirklichkeiten der Menschen ist. Der von Papst Franziskus angestoßene synodale Weg versteht sich dabei weniger als abgeschlossenes Reformprojekt, sondern als geistlicher Prozess: als Einladung, gemeinsam zu gehen, zuzuhören und im Licht des Evangeliums zu unterscheiden.

Für die Kirche in Deutschland erhält dieser weltweite Weg eine besondere Bedeutung. Der Synodale Weg hierzulande ist formal beendet, doch die Fragen, die ihn getragen haben, wirken weiter. Themen wie Beteiligung, Macht, Verantwortung, Glaubwürdigkeit und pastorale Zukunft sind nicht erledigt, sondern fordern weiterhin Aufmerksamkeit.

Im weltkirchlichen Kontext wird deutlich, dass diese Anliegen keine rein deutschen Fragen sind, sondern Ausdruck einer globalen Suche nach angemessenen Formen kirchlichen Lebens heute. Zugleich zeigt der Blick auf die Weltkirche die Vielfalt kirchlicher Erfahrungen und Perspektiven. Synodalität bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Vereinheitlichung, sondern das Aushalten von Unterschieden. Es geht darum, Spannungen nicht vorschnell aufzulösen, sondern sie im gemeinsamen Hören fruchtbar zu machen.

Gerade für Deutschland eröffnet der weltweite synodale Prozess die Chance, eigene Erfahrungen einzubringen und sich zugleich korrigieren und erweitern zu lassen. Erneuerung wird dabei weniger als schneller Strukturwandel verstanden, sondern als langfristiger Weg aus dem Geist des Evangeliums. Synodalität fordert Geduld, Lernbereitschaft und die Bereitschaft, Macht neu zu verstehen – als Dienst am gemeinsamen Glauben und für die Welt. Der weltweite synodale Weg kann so zu einem Resonanzraum werden, in dem sich auch die Kirche in Deutschland weiterentwickelt: nicht isoliert, sondern im Dialog mit der Weltkirche und im Vertrauen darauf, dass Gottes Geist die Kirche weiterhin führt.

 

Sandra Baltes

Gebet

Gott, du begleitest all unsere Wege, du rufst deine Kirche, gemeinsam unterwegs zu sein.

Lass uns lernen zuzuhören – einander und deiner Geiskraftt.

Schenke Geduld für lange Prozesse und Mut, das Evangelium in unserer Zeit neu zu leben.

Begleite die Kirche weltweit und in Deutschland, damit sie glaubwürdig, vielfältig und dem Leben zugewandt bleibt.

Amen.

Vorschaubild_Youtubechannel Papst

Video

Hier geht's zum Youtube-Channel "Das Video vom Papst". Das Video vom Papst ist ein Projekt des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes (Gebetsapostolat), eine Offizielle Einrichtung des Vatikans. In kurzen Videos stellt Papst Franziskus seine monatlichen Gebetsanliegen vor, in denen es um die Herausforderungen der Menschheit und den Auftrag der Kirche geht.

Gebetsanliegen für 2026

  1. Wir beten, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.

  2. Wir beten für diejenigen, die sich in unseren Gemeinden ehrenamtlich in Gremien engagieren und sich nach der Wahl und der Konstituierung zusammenfinden, um den Glaubensalltag zu gestalten.

  3. Wir beten für die Gläubigen, die nach dem Abschluss des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland Wege der Erneuerung aus dem Geist des Evangeliums erhoffen.

  1. Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren.

  2. Wir beten für die Sportlerinnen und Sportler, die an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und durch friedlichen Wettstreit ein Beispiel für Fairness und internationalen Zusammenhalt geben wollen.

  3. Wir beten für alle, die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leiden. Für diejenigen, deren Familien durch Flucht und Verschleppung zerrissen wurden.

  1. Wir beten, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für den Schutz und die Bewahrung unserer Umwelt einsetzen. Stärke ihren Einsatz und schenke ihnen Erfolg.

  3. Wir beten für die Menschen im rheinland-pfälzischen Teil unseres Bistums, die zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen sind.

  1. Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.

  2. Wir beten für die Katastrophe von Tschernobyl und für alle, die noch vier Jahrzehnte danach unter den Folgen leiden.

  3. Wir beten für die Pilgerinnen und Pilger, die anläßlich der Heilig-Rock-Tage nach Trier kommen und sich im Blick auf das ungeteilte Gewand Jesu neu im Glauben stärken lassen.

  1. Wir beten, dass sich alle, von den großen Erzeugern bis zu den kleinen Verbrauchern, dafür einsetzen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, und daß jede Person Zugang zu einer qualitätsvollen Nahrung hat.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich durch ihr Engagement in Politik, Justiz und Gesellschaft für die Bewahrung unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats einsetzen.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die sich zum Katholikentag in Würzburg versammeln, den Glauben gemeinsam feiern und Zeugnis geben von ihrem gelebten Christ-Sein.

  1. Wir beten, dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung und des Dialogs unter den Kulturen und Nationen sei und die Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördere.

  2. Wir beten für die Menschen, die anlässlich der Fußball-WM durch den Sport Momente der Freude und der Gemeinschaft teilen.

  3. Stärke alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität engagieren in ihrem Einsatz für die Schwachen und Bedürftigen.

  1. Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für die Erforschung der Natur und den Schutz der Umwelt einsetzen zur Bewahrung Deiner Schöpfung.

  3. Wir beten für diejenigen, die in den Sommermonaten Ferienfreizeiten organisieren und Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Momente ermöglichen.

  1. Wir beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

  2. Wir beten für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa und für alle, die mit Sorge auf die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken.

  3. Wir beten für die Kinder, die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen oder zum ersten Mal zur Schule gehen.

  1. Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.

  2. Wir beten für alle, die in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig sind und durch ihre Arbeit Sorge tragen für die Ernährung und die Erhaltung unseres Lebensraumes.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die in den muttersprachlichen Gemeinden unseres Bistums Heimat gefunden haben.

  1. Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

  2. Wir beten für alle Kunst-und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

  3. Wir beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum Trier für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

  1. Wir beten um einen gerechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

  2. Wir beten für die Menschen jüdischen Glaubens, die bis heute Hetze, Diskriminierung und Hass erfahren müssen.

  3. Wir beten für alle, die haupt- und ehrenamtlich im Beerdigungsdienst tätig sind und Menschen sowohl in ihrer Trauer begleiten wie auch durch ihre Verkündigung die Hoffnung auf das ewige Leben bestärken.

  1. Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

  2. Wir beten für alle, die der Kälte des Winters ausgesetzt sind und darunter leiden; für alle, die in unseren sozial-caritativen Einrichtungen Obdachlosen eine Unterkunft anbieten.

  3. Wir beten für alle, die in der Adventszeit Trost und Hoffnung suchen und von der Feier der Geburt Deines Sohnes Licht in den Dunkelheiten ihres Lebens erhoffen.

Von Anfang an haben die Mitglieder des Gebetsapostolats um das Wachsen des Reiches Gottes hier auf Erden gebetet. Die Verantwortlichen haben ihnen monatlich ein konkretes Missionsanliegen vorgelegt und sie eingeladen, für dieses Anliegen in besonderer Weise zu beten. Bereits seit dem Jahre 1887 hat der Papst selbst die Festlegung des monatlichen Missionsanliegens übernommen. Heute wählen Vertreter aller Kontinente die jährlichen päpstlichen Gebetsanliegen in einem besonderen Verfahren aus einer Vielzahl von Vorschlägen aus. Die Schlussauswahl legen sie dem Papst vor, der sie dann bestätigt.

Es gibt zwei Anliegen für jeden Monat, ein allgemeineres und ein mehr missionarisches. - In einem „Weltgebet“ machen sich die Christen auf allen Kontinenten die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu eigen. Eine große, weltweite Solidarität von Millionen Gläubigen wird durch dieses Gebet Wirklichkeit.

Damit jedoch die kirchlichen Belange eines Bistums mit ihren Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen in das Gebet mit einbezogen werden, können auch die Bischöfe eigene Gebetsanliegen hinzufügen. Der Bischof von Trier tut dies seit einigen Jahren.

Das "Gebetsapostolat" sorgt für die Verbreitung dieser monatlichen Gebetsanliegen.