Mit Papst Leo beten wir, beten wir um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.
Schon lange wird deutlich, dass neben den wichtigen Rohstoffquellen wie Öl, Gas, seltene Erden usw. das Wasser als Ressource eine zunehmend zentrale Bedeutung gewinnt. Immer wieder konnte man in der Vergangenheit insbesondere aus den südlichen Teilen der Erde wie Afrika und Lateinamerika Nachrichten wahrnehmen, wie stark bereits der Kampf um das Wasser geführt wird und wie dabei oft über die Rechte der dort lebenden Menschen hinweg regiert wird.
Die Macht über das Wasser wird zur Macht über die Menschen. Vor allem die kirchlichen Hilfswerke weisen immer wieder auf die sich ausbreitenden Unrechtssysteme rund um die Verwaltung des Wassers hin samt dem Ausblick auf die Folgen, die das Problem der immer geringer werdenden Ressource Wasser auch für uns haben würde.
Die Fürbitte des Papstes wird weit im Voraus formuliert und für das Jahr festgelegt. Dass das Thema des knappen Wassers gerade jetzt auch bei uns so aktuell sein würde, war wohl so konkret nicht abzusehen und doch – wenn man ehrlich ist – irgendwann zu erwarten. Auf dramatische Weise wird in diesen Tagen deutlich, dass das Thema des gerechten Umgangs mit Wasser nicht mehr nur ein Thema ferner Länder ist, sondern ein ganz globales Thema, was uns alle betrifft: in ganz Europa bis hinein in unsere Flüsse, Bäche und Vorgärten. Wir spüren ganz konkret: Der gerechte Umgang mit dem Wasser wird die zentrale und existentielle Herausforderung unserer Tage.
Markus Leineweber, Dipl. Theologe
Gebet
Herr Jesus Christus,
öffne unsere Augen, damit wir erkennen,
wo Menschen unter ungerechten Strukturen körperlich und seelisch leiden,
weil sie nicht an das Wasser als Quell des Lebens gelangen.
Gib uns den Mut, Ungerechtigkeit zu benennen
und die Kraft, für gerechte Strukturen weltweit und bei uns vor Ort einzutreten.
Amen.
Markus Leineweber, Dipl. Theologe
