Mit Papst Leo XIV. beten wir im Juni dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung, des Dialogs unter den Kulturen und Nationen sei und Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördere.
Sport als Brücke des Friedens
Frieden ist in der Bibel weit mehr als nur die Abwesenheit von Streit oder Konflikten. Sie beschreibt ein gelingendes Miteinander, in dem Menschen sich gerecht und respektvoll begegnen. Der Begriff „Schalom“ steht für ein umfassendes Heilsein: Beziehungen stimmen, Gemeinschaft wächst, und der Mensch lebt in Harmonie mit Gott, sich selbst und anderen. Gerade der Sport hat Potential, zu einem solchen Ort des Friedens zu werden. Denn dort begegnen sich Menschen auf besondere Weise. Auf dem Spielfeld stehen nicht Herkunft, Sprache oder kulturelle Unterschiede im Vordergrund, sondern ein gemeinsames Ziel: das Spiel. Wenn Fairness gelebt wird, Regeln eingehalten werden und der Gegner nicht als Feind, sondern als Partner im Wettkampf gesehen wird, entsteht ein Raum gegenseitiger Achtung. Hier kann sichtbar werden, was Jesus in der Bergpredigt verheißt: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ (Matthäus 5,9).
Internationale Sportbegegnungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Frieden: Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommen zusammen, lernen einander kennen und treten in Dialog. So wird der Sport zur Brücke zwischen Menschen, die Vorurteile abbaut und Verständnis fördert. Dabei vermittelt er zugleich zentrale Werte wie Respekt und Verantwortung: Jeder Mensch wird unabhängig von Herkunft oder Leistung in seiner Würde geachtet, und auch der Gegner wird als gleichwertig anerkannt.
So kann Sport – richtig verstanden – zu einem Ort gelebten Glaubens werden. Er macht Frieden konkret erfahrbar, stärkt Gemeinschaft und zeigt: Frieden ist kein fernes Ideal, sondern beginnt im Alltag – auch auf dem Spielfeld.
Andrea Schwindling
Gebet
Guter Gott,
du bist der Friede, der unsere Herzen erfüllt.
Wir danken dir für den Sport, der Menschen zusammenführt.
Lass ihn zu einem Ort werden, an dem Respekt wächst,
Begegnung gelingt und Verständigung möglich wird.
Schenke uns die Kraft, fair zu handeln,
den anderen zu achten und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Hilf uns, Brücken zu bauen und Frieden zu stiften –
im Kleinen wie im Großen, auf dem Spielfeld und im Alltag.
Amen.
