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Gebetsmeinungen von Papst und Bischof

Bischof Ackermann reicht dem Papst die Hände.

Für dieses Jahr haben Papst Leo XIV. und Bischof Dr. Stephan Ackermann die unten stehenden Gebetsanliegen festgelegt. Das erste Anliegen (im jeweiligen Monat im Fettdruck dargestellt) ist vom Papst festgelegt, die zwei weiteren (kursiv gesetzten) vom Trierer Bischof. Die Gebetsanliegen werden auch im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier veröffentlicht.

Die Gebetsintentionen haben der Papst und Bischof Stephan jeweils bereits im Vorjahr festgelegt. So erklärt sich, dass sie nicht tagesaktuell auf Ereignisse eingehen können.

Der Papst stellt seine Anliegen monatlich in einem Video (auch in einem eigenen Kanal auf Youtube) persönlich vor.

Sie finden aktuelle Gedanken zu den monatlichen Gebetsintentionen aus dem Bistum Trier auf dieser Seite - zusammengestellt vom Gebetsapostolat

Gebetsanliegen für Oktober 2026

Mit Papst Leo beten wir, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

Im Januar 2024 fand im Vatikan im Dikasterium für Kommunikation die erste Konferenz zu psychischer Gesundheit und Seelsorge statt. Dabei standen Berichte von Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die mit psychisch Erkrankten arbeiten, im Mittelpunkt. Besonders besorgniserregend sind dabei Menschenrechtsverletzungen gegenüber Menschen mit psychischen Problemen.

Ängste im Zusammenhang mit dem Klimawandel waren ebenfalls ein Themenschwerpunkt, so wie auch das Zusammenleben mit traumatisierten Flüchtlingen aus der Ukraine oder anderen Ländern. Diakon Ed Shoener erzählte vom Suizid seiner Tochter, die lange Jahre an einer psychischen Erkrankung litt. Zusammen mit anderen gründete er die „Association of Catholic Mental Health Ministers“, die Pfarreien und Diözesen bei der Einrichtung von Diensten für psychische Gesundheit unterstützt. Er sagte: „Menschen, die mit diesen Krankheiten kämpfen, müssen wissen, dass sie von Gott geliebt werden, dass sie von ihren Nachbarn geliebt werden, dass sie von ihrer Kirche geliebt werden und dass sie verstanden werden.“ (Quelle: www.vaticannews.va)

 

Carola Fleck

Gebet

Gott unser Schöpfer,
Du hast jeden Menschen einzigartig geschaffen und liebst uns, so wie wir sind.
Lehre uns die Vielfalt zu lieben und ihr nicht mit Misstrauen zu begegnen.
Schenke uns ein offenes Herz für die, die es aus psychischen Gründen schwer haben, ihr Leben zu leben.
Lass sie auch durch uns fühlen, dass sie geliebt und angenommen sind, so wie sie sind.
Amen.

Mit Bischof Stephan beten wir für alle Kunst- und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

„Als wäre es vorbei: Texte aus dem Krieg“ ist ein 2025 erschienenes Buch der deutsch-ukrainischen Schriftstellerin Katja Petrowskaja. Es enthält kurze Prosatexte und Fotokolumnen, die zwischen Februar 2022 und Herbst 2024 als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine entstanden sind. Jeder Text geht von einem Bild oder Foto aus, das meist in den sozialen Netzwerken oder dem privaten Alltag der Zivilbevölkerung stammt. Die Autorin wählt bewusst Aufnahmen, die das Grauen nicht reißerisch zur Schau stellen, sondern innere Zustände, Fragmente und Momentaufnahmen des Krieges festhalten. Die Texte wirken einer drohenden Kriegsmüdigkeit entgegen und dokumentieren die schleichende Normalisierung des Ausnahmezustands. Sie stellen Fragen: Wie verändert der Krieg die Bilder? Wie verändert er das Sehen? Wie verändert er diejenigen, die ihm standhalten oder ihm zuschauen? Mit ihrem Schreiben stellt sich Petrowskaja gegen das Abstumpfen und verbindet Menschen, insbesondere in Deutschland und in der Ukraine.

 

Carola Fleck

Gebet

Gott, heiliger Geist,
halte unseren Verstand wach und unsere Hoffnung groß.
Stärke unsere Liebe und lass uns nicht Abstumpfen gegenüber Krieg und Vertreibung und der Not,
die dadurch über Menschen hereinbricht.
Sie sind unsere Brüder und Schwestern, an jedem Punkt der Erde.
Schenke uns Deinen Frieden, der das menschliche Denken und Handeln übersteigt und uns die Richtung weist,
zu Dir und zueinander.
Amen.

Mit Bischof Stephan beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

Das Motto der Bolivien-Partnerschaftswoche 2026 lautet „Aus Liebe handeln – auf Gottes Gerechtigkeit vertrauen“. In der Partnerschaftswoche (26.9. - 4.10.26) wird ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass Nächstenliebe und Gerechtigkeit im christlichen Leben untrennbar zusammengehören. Unser Glaube erinnert uns daran, dass die Würde des Menschen nicht von seiner Leistung abhängt, und dass Nächstenliebe konkret im Alltag gelebt wird. Dafür werden im Werkheft zu dieser Partnerschaftswoche viele Impulse gegeben. Aktionen werden angeregt, Projekte und liturgische Elemente werden vorgestellt. All dies zeichnet ein lebendiges Bild von einer Partnerschaft, die sich weiterentwickelt und ihre Impulse in Deutschland und in Bolivien setzt. In dieser Partnerschaft setzen sich von Anfang an Menschen für Versöhnung ein, wo ungerechte Verhältnisse menschliche Beziehungen nachhaltig belastet oder zerstört haben. Sich selbst (wieder) als wirksam handelnd zu erleben, ist dabei von entscheidender Bedeutung.

 

Carola Fleck

Gebet

Schlussgebet aus dem Gottesdienstvorschlag im Werkheft für die Bolivienpartnerschaftswoche von Elisabeth Pick:

Ewiger Gott, Du Quelle allen Lebens.
Heile, was in uns zerbrochen ist, wo Wunden der Vergangenheit noch bluten.
Lass Gerechtigkeit wie einen klaren Strom fließen und erwecke in uns die Hoffnung,
die stärker ist als jede Nacht; die uns aufrichtet, wenn wir fallen.
Entzünde in uns eine Liebe, die Brücken baut über tiefe Gräben, die den Fremden zu unserem Bruder und zu unserer Schwester macht.
So gehen wir hinaus in Deine Welt, gestärkt durch Deine Wahrheit
und geborgen in Deinem Licht.
Amen.

Gebetsanliegen für 2026

  1. Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

  2. Wir beten für alle Kunst-und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

  3. Wir beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum Trier für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

  1. Wir beten um einen gerechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

  2. Wir beten für die Menschen jüdischen Glaubens, die bis heute Hetze, Diskriminierung und Hass erfahren müssen.

  3. Wir beten für alle, die haupt- und ehrenamtlich im Beerdigungsdienst tätig sind und Menschen sowohl in ihrer Trauer begleiten wie auch durch ihre Verkündigung die Hoffnung auf das ewige Leben bestärken.

  1. Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

  2. Wir beten für alle, die der Kälte des Winters ausgesetzt sind und darunter leiden; für alle, die in unseren sozial-caritativen Einrichtungen Obdachlosen eine Unterkunft anbieten.

  3. Wir beten für alle, die in der Adventszeit Trost und Hoffnung suchen und von der Feier der Geburt Deines Sohnes Licht in den Dunkelheiten ihres Lebens erhoffen.

Von Anfang an haben die Mitglieder des Gebetsapostolats um das Wachsen des Reiches Gottes hier auf Erden gebetet. Die Verantwortlichen haben ihnen monatlich ein konkretes Missionsanliegen vorgelegt und sie eingeladen, für dieses Anliegen in besonderer Weise zu beten. Bereits seit dem Jahre 1887 hat der Papst selbst die Festlegung des monatlichen Missionsanliegens übernommen. Heute wählen Vertreter aller Kontinente die jährlichen päpstlichen Gebetsanliegen in einem besonderen Verfahren aus einer Vielzahl von Vorschlägen aus. Die Schlussauswahl legen sie dem Papst vor, der sie dann bestätigt.

Es gibt zwei Anliegen für jeden Monat, ein allgemeineres und ein mehr missionarisches. - In einem „Weltgebet“ machen sich die Christen auf allen Kontinenten die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu eigen. Eine große, weltweite Solidarität von Millionen Gläubigen wird durch dieses Gebet Wirklichkeit.

Damit jedoch die kirchlichen Belange eines Bistums mit ihren Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen in das Gebet mit einbezogen werden, können auch die Bischöfe eigene Gebetsanliegen hinzufügen. Der Bischof von Trier tut dies seit einigen Jahren.

Das "Gebetsapostolat" sorgt für die Verbreitung dieser monatlichen Gebetsanliegen.