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Gebetsmeinungen von Papst und Bischof

Bischof Ackermann reicht dem Papst die Hände.

Für 2025 haben Papst Franziskus und Bischof Dr. Stephan Ackermann die unten stehenden Gebetsanliegen festgelegt. Das erste Anliegen (im jeweiligen Monat im Fettdruck dargestellt) ist vom Papst festgelegt, die zwei weiteren (kursiv gesetzten) vom Trierer Bischof. Die Gebetsanliegen werden auch im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier veröffentlicht.

Die Gebetsintentionen haben der Papst und Bischof Stephan jeweils bereits im Vorjahr festgelegt. So erklärt sich, dass sie nicht tagesaktuell auf Ereignisse eingehen können.

Der Papst stellt seine Anliegen monatlich in einem Video (auch in einem eigenen Kanal auf Youtube) persönlich vor.

Sie finden aktuelle Gedanken zu den monatlichen Gebetsintentionen aus dem Bistum Trier auf dieser Seite - zusammengestellt vom Gebetsapostolat

Gebetsanliegen für März 2026

Mit Papst Leo beten wir, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sprach der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz von einer Zeitenwende. Vier Jahre später sehen wir mehr und mehr die konkreten Auswirkungen dieser Zeitenwende. So haben sich die NATO-Bündnispartner inzwischen verpflichtet, bis 2035 jährlich 5 % des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit aufzuwenden. Die Rüstungsindustrie boomt. Viele sehen die Notwendigkeit dafür, um unsere freiheitlich-demokratische Ordnung und unseren Wohlstand zu sichern. Und trotzdem macht es vielen Menschen auch Angst. So direkt und nah war die Kriegsgefahr lange nicht.

Seit 2022 begehen die Vereinten Nationen den 5. März eines jeden Jahres als Internationalen Tag der Abrüstung und der Förderung des Bewusstseins für Nichtverbreitung. Mit diesem Tag soll weltweit darauf hingewiesen werden, dass der Bedarf an Abrüstungs- und Nichtverbreitungserziehung größer denn je ist, insbesondere im Hinblick auf Massenvernichtungswaffen. Der Tag möchte das Verständnis für die Risiken globaler Aufrüstung fördern und die Bedeutung von Bildungsmaßnahmen betonen, die friedliche Sicherheitskonzepte und Abrüstung in den Mittelpunkt rücken.

In einer Ansprache zu diesem Tag im Jahr 2024 sagte Papst Franziskus: „Ich hoffe aufrichtig, dass die internationale Gemeinschaft begreift, dass Abrüstung in erster Linie eine Pflicht ist: Abrüstung ist eine moralische Pflicht. Das sollten wir uns einprägen. Und dies erfordert den Mut aller Mitglieder der großen Völkerfamilie, vom Gleichgewicht der Angst zum Gleichgewicht des Vertrauens überzugehen.“ Aufrüstung scheint in unserer Zeit ein notwendiges Übel zu sein. Vor allem aber müssen wir in der Diplomatie und im gegenseitigen Vertrauen aufrüsten, damit Waffen mehr und mehr überflüssig werden.

 

Marco Weber

Gebet

Herr und Vater der Menschheit,
du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.

Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.

Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.

Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt
ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.

Gib, dass unser Herz sich allen Völkern und Nationen der Erde öffne,
damit wir das Gute und Schöne erkennen, das du in sie eingesät hast,
damit wir engere Beziehungen knüpfen
vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen.

Amen.

(Gebet von Papst Franziskus in der Enzyklika Fratelli Tutti)

Mit Bischof Stephan beten wir für die Menschen, die sich für den Schutz und die Bewahrung unserer Umwelt einsetzen. Stärke ihren Einsatz und schenke ihnen Erfolg.

Vielfach wird beklagt, dass Klima- und Umweltschutz in der momentanen Weltlage hinter Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen zurücktreten und nicht mehr genügend Beachtung in den politischen Entscheidungsprozessen finden. Das beste Beispiel ist das Scheitern der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém im vergangenen November. Man konnte sich dort nicht auf einen verbindlichen Plan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas einigen. Die wissenschaftlichen Daten sind bekannt; die Szenarien sind klar. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat festgestellt, dass die Erde selbst bei Einhaltung aller gegenwärtigen Klimaschutzzusagen bis 2100 auf eine Erwärmung von ca. 2,3 Grad Celsius zusteuert. Es scheint also genug geredet; jetzt getan werden.

Das meinte auch Papst Leo XIV., wenn er bei der ersten Feier der 2025 neu eingeführten „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“ in seiner Predigt das Anliegen benannte, „dass wir für die Bekehrung vieler Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche beten müssen, die noch nicht die Dringlichkeit erkennen, für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen. Viele Naturkatastrophen, die wir noch immer in der Welt sehen, fast täglich an vielen Orten, in vielen Ländern, sind zum Teil auch durch die Exzesse des Menschen mit seinem Lebensstil verursacht. Deshalb müssen wir uns fragen, ob wir selbst diese Bekehrung leben oder nicht: Wie notwendig ist sie doch!“

 

Marco Weber

Gebet

Das Tagesgebet dieser Messe lautet:

Gott und Vater,

du hast in Christus, dem Erstgeborenen der ganzen Schöpfung,

alles ins Dasein gerufen.

Wir bitten dich: Der Lebensatem deines Geistes entfalte sich in uns,

damit wir das Werk deiner Hände in Liebe bewahren.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Mit Bischof Stephan beten wir für die Menschen im rheinland-pfälzischen Teil unseres Bistums, die zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen sind.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 hatte das evangelische Online-Magazin „Sonntagsblatt“ ein Gedankenexperiment mit verschiedenen KI-Chat-Tools unternommen und die Frage gestellt: „Was würde Jesus wählen?“ Die Kernaussagen des Evangeliums wurden mit den Parteiprogrammen verglichen. Nähe oder Distanz zu den politischen Einstellungen von heute konnten so festgestellt werden. Eine Alternative war, dass Jesus eher Nichtwähler gewesen wäre, „da sein Wirken nicht an politische Strukturen gebunden war. Stattdessen würde er vermutlich dazu aufrufen, die göttlichen Werte der Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit im täglichen Leben umzusetzen, unabhängig von politischen Parteien.“  Aber heißt das zwangsläufig, dass Jesus sich komplett aus der Politik herausgehalten hätte?

Nicht erst die Kontroverse zwischen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bischof Georg Bätzing hat die Frage, wie politisch der christliche Glaube sein darf, wieder aufkommen lassen. Jesus kommt, um Gottes Reich aufzurichten, ein Reich, das nicht von dieser Welt ist (Joh 18,36). Und doch beginnt sich dieses Reich in der Welt auszuwirken, nämlich da, wo Nächstenliebe erfahrbar wird, Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe gelebt werden und Menschen für Gewaltlosigkeit und Frieden eintreten. Jesu Frohe Botschaft ist so ein steter Aufruf, die Welt zum Guten zu verändern. Und dann ist der christliche Glaube immer auch politisch.

Jesus wollte keine weltliche Herrschaft aufrichten, aber er hat sich aus den Fragen, die die Menschen seiner Zeit bedrängt haben, nicht einfach herausgehalten. Und das können wir als Christinnen und Christen auch nicht. Die Möglichkeit wählen zu dürfen, ist ein Privileg, das viele Menschen auf dieser Erde nicht haben. Deshalb sollte es für Christinnen und Christen selbstverständlich sein, von diesem Grundrecht Gebrauch zu machen, sich mit seinen Überzeugungen auch politisch einzubringen und so die Demokratie zu stärken. Im Bundesland Rheinland-Pfalz ist bei der Landtagswahl am 22. März dazu wieder die Gelegenheit.

 

Marco Weber

Gebet

Gott, wir bitten dich: Stärke in uns den Willen,
unsere Verantwortung als Christinnen und Christen 
in Öffentlichkeit und Politik wahrzunehmen.

Gib uns Unterscheidungskraft, so dass wir uns nicht durch Stimmungen leiten,
sondern durch deine Weisheit inspirieren lassen.

Lenke du die persönlichen Überlegungen und Wahlentscheidungen,
dass unser Land heute und morgen verantwortungsvoll regiert wird.

(aus einem Gebet vor politischen Wahlen aus dem Bistum Dresden-Meißen)

Vorschaubild_Youtubechannel Papst

Video

Hier geht's zum Youtube-Channel "Das Video vom Papst". Das Video vom Papst ist ein Projekt des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes (Gebetsapostolat), eine Offizielle Einrichtung des Vatikans. In kurzen Videos stellt Papst Franziskus seine monatlichen Gebetsanliegen vor, in denen es um die Herausforderungen der Menschheit und den Auftrag der Kirche geht.

Gebetsanliegen für 2026

  1. Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren.

  2. Wir beten für die Sportlerinnen und Sportler, die an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und durch friedlichen Wettstreit ein Beispiel für Fairness und internationalen Zusammenhalt geben wollen.

  3. Wir beten für alle, die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leiden. Für diejenigen, deren Familien durch Flucht und Verschleppung zerrissen wurden.

  1. Wir beten, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für den Schutz und die Bewahrung unserer Umwelt einsetzen. Stärke ihren Einsatz und schenke ihnen Erfolg.

  3. Wir beten für die Menschen im rheinland-pfälzischen Teil unseres Bistums, die zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen sind.

  1. Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.

  2. Wir beten für die Katastrophe von Tschernobyl und für alle, die noch vier Jahrzehnte danach unter den Folgen leiden.

  3. Wir beten für die Pilgerinnen und Pilger, die anläßlich der Heilig-Rock-Tage nach Trier kommen und sich im Blick auf das ungeteilte Gewand Jesu neu im Glauben stärken lassen.

  1. Wir beten, dass sich alle, von den großen Erzeugern bis zu den kleinen Verbrauchern, dafür einsetzen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, und daß jede Person Zugang zu einer qualitätsvollen Nahrung hat.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich durch ihr Engagement in Politik, Justiz und Gesellschaft für die Bewahrung unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats einsetzen.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die sich zum Katholikentag in Würzburg versammeln, den Glauben gemeinsam feiern und Zeugnis geben von ihrem gelebten Christ-Sein.

  1. Wir beten, dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung und des Dialogs unter den Kulturen und Nationen sei und die Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördere.

  2. Wir beten für die Menschen, die anlässlich der Fußball-WM durch den Sport Momente der Freude und der Gemeinschaft teilen.

  3. Stärke alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität engagieren in ihrem Einsatz für die Schwachen und Bedürftigen.

  1. Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für die Erforschung der Natur und den Schutz der Umwelt einsetzen zur Bewahrung Deiner Schöpfung.

  3. Wir beten für diejenigen, die in den Sommermonaten Ferienfreizeiten organisieren und Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Momente ermöglichen.

  1. Wir beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

  2. Wir beten für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa und für alle, die mit Sorge auf die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken.

  3. Wir beten für die Kinder, die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen oder zum ersten Mal zur Schule gehen.

  1. Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.

  2. Wir beten für alle, die in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig sind und durch ihre Arbeit Sorge tragen für die Ernährung und die Erhaltung unseres Lebensraumes.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die in den muttersprachlichen Gemeinden unseres Bistums Heimat gefunden haben.

  1. Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

  2. Wir beten für alle Kunst-und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

  3. Wir beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum Trier für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

  1. Wir beten um einen gerechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

  2. Wir beten für die Menschen jüdischen Glaubens, die bis heute Hetze, Diskriminierung und Hass erfahren müssen.

  3. Wir beten für alle, die haupt- und ehrenamtlich im Beerdigungsdienst tätig sind und Menschen sowohl in ihrer Trauer begleiten wie auch durch ihre Verkündigung die Hoffnung auf das ewige Leben bestärken.

  1. Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

  2. Wir beten für alle, die der Kälte des Winters ausgesetzt sind und darunter leiden; für alle, die in unseren sozial-caritativen Einrichtungen Obdachlosen eine Unterkunft anbieten.

  3. Wir beten für alle, die in der Adventszeit Trost und Hoffnung suchen und von der Feier der Geburt Deines Sohnes Licht in den Dunkelheiten ihres Lebens erhoffen.

Von Anfang an haben die Mitglieder des Gebetsapostolats um das Wachsen des Reiches Gottes hier auf Erden gebetet. Die Verantwortlichen haben ihnen monatlich ein konkretes Missionsanliegen vorgelegt und sie eingeladen, für dieses Anliegen in besonderer Weise zu beten. Bereits seit dem Jahre 1887 hat der Papst selbst die Festlegung des monatlichen Missionsanliegens übernommen. Heute wählen Vertreter aller Kontinente die jährlichen päpstlichen Gebetsanliegen in einem besonderen Verfahren aus einer Vielzahl von Vorschlägen aus. Die Schlussauswahl legen sie dem Papst vor, der sie dann bestätigt.

Es gibt zwei Anliegen für jeden Monat, ein allgemeineres und ein mehr missionarisches. - In einem „Weltgebet“ machen sich die Christen auf allen Kontinenten die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu eigen. Eine große, weltweite Solidarität von Millionen Gläubigen wird durch dieses Gebet Wirklichkeit.

Damit jedoch die kirchlichen Belange eines Bistums mit ihren Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen in das Gebet mit einbezogen werden, können auch die Bischöfe eigene Gebetsanliegen hinzufügen. Der Bischof von Trier tut dies seit einigen Jahren.

Das "Gebetsapostolat" sorgt für die Verbreitung dieser monatlichen Gebetsanliegen.