Zum Inhalt springen

Gebetsmeinungen von Papst und Bischof

Bischof Ackermann reicht dem Papst die Hände.

Für 2025 haben Papst Franziskus und Bischof Dr. Stephan Ackermann die unten stehenden Gebetsanliegen festgelegt. Das erste Anliegen (im jeweiligen Monat im Fettdruck dargestellt) ist vom Papst festgelegt, die zwei weiteren (kursiv gesetzten) vom Trierer Bischof. Die Gebetsanliegen werden auch im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier veröffentlicht.

Die Gebetsintentionen haben der Papst und Bischof Stephan jeweils bereits im Vorjahr festgelegt. So erklärt sich, dass sie nicht tagesaktuell auf Ereignisse eingehen können.

Der Papst stellt seine Anliegen monatlich in einem Video (auch in einem eigenen Kanal auf Youtube) persönlich vor.

Sie finden aktuelle Gedanken zu den monatlichen Gebetsintentionen aus dem Bistum Trier auf dieser Seite - zusammengestellt vom Gebetsapostolat

Gebetsanliegen für Februar 2026

Mit Papst Leo XIV. beten wir, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren.

Wie das ist, wenn ein Kind schwer oder gar unheilbar erkrankt, das möchte ich mir als Mutter gar nicht zu genau ausmalen. Eine solche Diagnose stellt das ganze Leben auf den Kopf und die Familien in eine besonders schwere Situation. Oft von einem Moment auf den anderen kommen Unsicherheit, Angst und tiefe Traurigkeit ins Leben. Der Alltag wird durch Krankenhausaufenthalte, Therapien und organisatorische Herausforderungen bestimmt, was körperlich und seelisch sehr anstrengend sein kann. Für die Kinder bedeutet die Krankheit oft, dass sie Dinge vermissen, die für andere selbstverständlich sind: unbeschwertes Spielen, den Schulalltag, Zukunftspläne. Trotzdem zeigen viele von ihnen eine bemerkenswerte Stärke und Lebensfreude im Hier und Jetzt. Aber auch Geschwister leiden unter der Situation, fühlen sich manchmal zurückgestellt oder überfordert, obwohl auch sie eigentlich gerade Unterstützung und Aufmerksamkeit bräuchten.

In dieser Situation sind neben der medizinischen Betreuung auch Nähe, Verständnis und Begleitung besonders wichtig. Finden die Familien in Kinder- und Jugendhospizen, Kliniken oder anderen Einrichtungen psychosoziale Unterstützung und ein stabiles Umfeld, kann das helfen, die gemeinsame Zeit so wertvoll und würdevoll wie möglich zu gestalten. Auch kleine Momente – ein Lächeln, gemeinsames Lachen oder stille Nähe – werden zu Schätzen, die tragen. Wahre Schätze sind darum auch alle Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für diese Familien engagieren.

 

Vanessa Lay

Gebet

Es wachse in dir Mut dich einzulassen
auf dieses Leben mit all seinen Widersprüchen,
mit all seiner Unvollkommenheit,
dass du beides vermagst: kämpfen und geschehen lassen,
ausharren und aufbrechen, nehmen und entbehren.

Es wachse in dir der Mut, dich liebevoll wahrzunehmen,
dich einzulassen auf andere Menschen
und ihnen teilzugeben an dem, was du bist und hast.
Sei gesegnet, du, und mit dir die Menschen, die zu dir gehören,
dass ihr inmitten dieser unbegreiflichen Welt auch den Reichtum des Lebens erfahrt.

Antje Sabine Naegeli

Mit Bischof Stephan beten wir für die Sportlerinnen und Sportler, die an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und durch friedlichen Wettstreit ein Beispiel für Fairness und internationalen Zusammenhalt geben wollen.

 

Die Olympischen Winterspiele stehen nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern auch für wichtige Werte wie Fairness, Verständigung und Frieden. Sportlerinnen und Sportler aus vielen Ländern treffen dort aufeinander, unabhängig von politischen Konflikten oder von kulturellen Unterschieden. Alle Sportlerinnen und Sportler sollen unter gleichen Regeln antreten, respektvoll miteinander umgehen und die Leistung der anderen anerkennen. Ein fairer Wettbewerb kann Vertrauen stärken und zeigen, dass Leistung wichtiger ist als Herkunft oder Nationalität. Die Spiele fördern im besten Falle auch die Verständigung zwischen den Nationen. Menschen aus verschiedenen Kulturen lernen sich kennen, tauschen Erfahrungen aus und bauen Vorurteile ab. Gemeinsamer Sport kann Brücken schlagen. Auch der Gedanke des Friedens spielt eine große Rolle. Schon in der Antike gab es während der Olympischen Spiele eine Waffenruhe. Besonders heute können uns die Winterspiele daran erinnern, dass ein friedliches Miteinander möglich ist und Konflikte nicht das Zusammenleben der Menschen bestimmen sollten.

Wie schön wäre es, wenn die Sportlerinnen und Sportler und die gesamten Olympischen Spiele so zum Vorbild würden, damit Werte wie Fairness, Verständigung und Frieden nicht nur im Sport, sondern auch in Gesellschaft und Politik wieder mehr Beachtung finden. 

 

Vanessa Lay

Gebet

Herr und Vater der Menschheit,
du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.
Gib, dass unser Herz sich allen Völkern und Nationen der Erde öffne,
damit wir das Gute und Schöne erkennen, das du in sie eingesät hast,
damit wir engere Beziehungen knüpfen vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen. 

Amen.

 

Papst Franziskus, Enzyklika Fratelli Tutti

Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leiden. Für diejenigen, deren Familien durch Flucht und Verschleppung zerrissen wurden.

 

Schon seit vier Jahren herrscht Krieg in der Ukraine und das Leid der Bevölkerung geht weiter. Die Bilder, die Entwicklungen machen wütend, hilflos, ratlos und sprachlos. Hinzu kommen weitere Kriege und Konflikte auf der ganzen Welt und Politiker, die leichtsinnig vorhandene Abkommen und Regeln in den Wind schießen und den Frieden aufs Spiel setzen.

Aus Angst vor den Aggressoren und zur Sicherheit unseres Landes erscheinen Aufrüstung und eine neue Militarisierung unausweichlich und notwendig. Alle, die Widerspruch wagen und Krieg nicht als „Normaloption“ anerkennen wollen, die Waffenlieferungen und Aufrüstungsapelle auch nur hinterfragen, werden schnell als „realitätsfremd“ oder als „Spinner“ abgetan. Eine solche polarisierende Debatte hilft letztlich nicht weiter. Einig könnte man sich sein, dass es derzeit keine einfachen Antworten gibt. Über Lösungen in einen respektvollen und konstruktiven Dialog zu treten und immer wieder gemeinsam auszuloten, welche alternativen Handlungsmöglichkeiten, welche „dritten Wege“ es noch gibt – auch das wäre vielleicht schon ein kleines Zeichen für den Frieden.

 

Vanessa Lay

Gebet

Gott des Friedens,
zwischen Angriff und Aufgeben
zwischen Gegengewalt und Wegducken
suchen wir mit Dir nach einem anderen Weg.

Einem Weg, der Leben schützt
und Würde bewahrt.
Einen Weg, der Recht ernst nimmt
und doch Versöhnung nicht vergisst.

Öffne unsere Herzen für Lösungen,
die nicht aus Hass geboren sind.
Schenke uns Fantasie
und Geduld für den langen Atem des Friedens.

Zeige uns den Weg der Menschlichkeit,
der Gerechtigkeit,
des Friedens.

Vorschaubild_Youtubechannel Papst

Video

Hier geht's zum Youtube-Channel "Das Video vom Papst". Das Video vom Papst ist ein Projekt des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes (Gebetsapostolat), eine Offizielle Einrichtung des Vatikans. In kurzen Videos stellt Papst Franziskus seine monatlichen Gebetsanliegen vor, in denen es um die Herausforderungen der Menschheit und den Auftrag der Kirche geht.

Gebetsanliegen für 2026

  1. Wir beten, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.

  2. Wir beten für diejenigen, die sich in unseren Gemeinden ehrenamtlich in Gremien engagieren und sich nach der Wahl und der Konstituierung zusammenfinden, um den Glaubensalltag zu gestalten.

  3. Wir beten für die Gläubigen, die nach dem Abschluss des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland Wege der Erneuerung aus dem Geist des Evangeliums erhoffen.

  1. Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren.

  2. Wir beten für die Sportlerinnen und Sportler, die an den Olympischen Winterspielen teilnehmen und durch friedlichen Wettstreit ein Beispiel für Fairness und internationalen Zusammenhalt geben wollen.

  3. Wir beten für alle, die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leiden. Für diejenigen, deren Familien durch Flucht und Verschleppung zerrissen wurden.

  1. Wir beten, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für den Schutz und die Bewahrung unserer Umwelt einsetzen. Stärke ihren Einsatz und schenke ihnen Erfolg.

  3. Wir beten für die Menschen im rheinland-pfälzischen Teil unseres Bistums, die zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen sind.

  1. Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.

  2. Wir beten für die Katastrophe von Tschernobyl und für alle, die noch vier Jahrzehnte danach unter den Folgen leiden.

  3. Wir beten für die Pilgerinnen und Pilger, die anläßlich der Heilig-Rock-Tage nach Trier kommen und sich im Blick auf das ungeteilte Gewand Jesu neu im Glauben stärken lassen.

  1. Wir beten, dass sich alle, von den großen Erzeugern bis zu den kleinen Verbrauchern, dafür einsetzen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, und daß jede Person Zugang zu einer qualitätsvollen Nahrung hat.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich durch ihr Engagement in Politik, Justiz und Gesellschaft für die Bewahrung unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats einsetzen.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die sich zum Katholikentag in Würzburg versammeln, den Glauben gemeinsam feiern und Zeugnis geben von ihrem gelebten Christ-Sein.

  1. Wir beten, dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung und des Dialogs unter den Kulturen und Nationen sei und die Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördere.

  2. Wir beten für die Menschen, die anlässlich der Fußball-WM durch den Sport Momente der Freude und der Gemeinschaft teilen.

  3. Stärke alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität engagieren in ihrem Einsatz für die Schwachen und Bedürftigen.

  1. Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.

  2. Wir beten für die Menschen, die sich für die Erforschung der Natur und den Schutz der Umwelt einsetzen zur Bewahrung Deiner Schöpfung.

  3. Wir beten für diejenigen, die in den Sommermonaten Ferienfreizeiten organisieren und Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Momente ermöglichen.

  1. Wir beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

  2. Wir beten für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa und für alle, die mit Sorge auf die Bedrohung durch autoritäre Regime blicken.

  3. Wir beten für die Kinder, die in diesen Wochen ein neues Schuljahr beginnen oder zum ersten Mal zur Schule gehen.

  1. Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.

  2. Wir beten für alle, die in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig sind und durch ihre Arbeit Sorge tragen für die Ernährung und die Erhaltung unseres Lebensraumes.

  3. Wir beten für die Christinnen und Christen, die in den muttersprachlichen Gemeinden unseres Bistums Heimat gefunden haben.

  1. Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

  2. Wir beten für alle Kunst-und Kulturschaffenden, die mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten Menschen inspirieren und verbinden.

  3. Wir beten für die Menschen in unserem Partnerland Bolivien und alle, die sich im Bistum Trier für die Partnerschaft einsetzen, um voneinander zu lernen und Glaubenserfahrungen zu teilen.

  1. Wir beten um einen gerechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

  2. Wir beten für die Menschen jüdischen Glaubens, die bis heute Hetze, Diskriminierung und Hass erfahren müssen.

  3. Wir beten für alle, die haupt- und ehrenamtlich im Beerdigungsdienst tätig sind und Menschen sowohl in ihrer Trauer begleiten wie auch durch ihre Verkündigung die Hoffnung auf das ewige Leben bestärken.

  1. Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

  2. Wir beten für alle, die der Kälte des Winters ausgesetzt sind und darunter leiden; für alle, die in unseren sozial-caritativen Einrichtungen Obdachlosen eine Unterkunft anbieten.

  3. Wir beten für alle, die in der Adventszeit Trost und Hoffnung suchen und von der Feier der Geburt Deines Sohnes Licht in den Dunkelheiten ihres Lebens erhoffen.

Von Anfang an haben die Mitglieder des Gebetsapostolats um das Wachsen des Reiches Gottes hier auf Erden gebetet. Die Verantwortlichen haben ihnen monatlich ein konkretes Missionsanliegen vorgelegt und sie eingeladen, für dieses Anliegen in besonderer Weise zu beten. Bereits seit dem Jahre 1887 hat der Papst selbst die Festlegung des monatlichen Missionsanliegens übernommen. Heute wählen Vertreter aller Kontinente die jährlichen päpstlichen Gebetsanliegen in einem besonderen Verfahren aus einer Vielzahl von Vorschlägen aus. Die Schlussauswahl legen sie dem Papst vor, der sie dann bestätigt.

Es gibt zwei Anliegen für jeden Monat, ein allgemeineres und ein mehr missionarisches. - In einem „Weltgebet“ machen sich die Christen auf allen Kontinenten die Gebetsanliegen des Heiligen Vaters zu eigen. Eine große, weltweite Solidarität von Millionen Gläubigen wird durch dieses Gebet Wirklichkeit.

Damit jedoch die kirchlichen Belange eines Bistums mit ihren Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen in das Gebet mit einbezogen werden, können auch die Bischöfe eigene Gebetsanliegen hinzufügen. Der Bischof von Trier tut dies seit einigen Jahren.

Das "Gebetsapostolat" sorgt für die Verbreitung dieser monatlichen Gebetsanliegen.