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Übergangsregeln für die Gremien

Den Übergang gestalten

Update 7. Februar: Klarheit im Frühsommer 2020

Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus

Nachdem die römische Kleruskongregation am 21. November 2019 den Vollzug des Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016 zur Überprüfung ausgesetzt und Bischof Ackermann um Stellungnahme gebeten hatte (mehr), hat Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg am 7. Februar 2020 mitgeteilt, dass die Prüfung der Kleruskongregation „in Anbetracht der Bedeutung des Themas für die Pastoral und für den priesterlichen Dienst in der Diözese“ noch einige Zeit in Anspruch nehme. Als Termin sei der 30. April 2020 genannt worden. Damit sei klar, dass ein unterjähriger Start der neuen Pfarreien in 2020 definitiv ausgeschlossen ist. „Nach Abschluss des römischen Verfahrens werden wir zeitnah einen neuen Zeitplan vorlegen, wann die rechtlichen Rahmenbedingungen veröffentlicht werden und welche Schritte sich daraus ergeben.“ (mehr lesen in der Nachricht)

Die Übergangsregelungen für die Räte finden Sie unter diesem Link.

Für die Gestaltung des Übergangs von der jetzigen Struktur hin zu den Pfarreien der Zukunft hat der Generalvikar in seinem Schreiben vom 11. Februar formuliert: „Es wird in unserem Bistum keine Zeit ohne Gremien geben!“ Denn die Gremien seien eine wichtige Errungenschaft der Mitbestimmung und Beteiligung. Die Errichtung der Pfarreien der Zukunft in zwei Schritten erfordert zusätzlich auch Übergangsregelungen dort, wo die Pfarreien der Zukunft nicht schon zum 1. Januar 2020 errichtet werden. Denn die Amtsperiode der zur Zeit noch amtierenden Gremien endet Ende 2019.

 Warum gibt es eine Umsetzung in zwei Schritten?

Der Bischof hat bei den Informationsveranstaltungen seine Entscheidung begründet: „Bei meiner Entscheidung zur Umsetzung haben mich die Fragen geleitet: Was ist realistisch machbar? Wann überfordern wir die Menschen vor Ort, oder auch uns in der Verwaltung und in der Leitung? Ich meine, dass wir mit einer zweiphasigen Umsetzung den administrativen und auch kommunikativen Herausforderungen besser Rechnung tragen können, als wenn dies alles auf einmal geschehen müsste. … Ich erhoff e mir von diesem Verfahren, 1. dass wir erste konkrete Erfahrungen mit der Umsetzung der pfarrlichen Struktur machen und dass 2. auch eine Dynamik für die anderen 20 Pfarreien entsteht, etwa in dem Sinn, dass die ersten konkreten Erfahrungen auch atmosphärisch dazu beitragen, vorhandene Ängste abzubauen und weitere Menschen für die Reform zu gewinnen.“

Wann starten die 20 Pfarreien der Zukunft, die nicht zum 1. Januar 2020 errichtet werden?

Um den oben genannten Zielen Rechnung zu tragen, will der Bischof zunächst die Rückmeldungen im Rahmen der formalen Anhörung abwarten; damit will er sich ein Bild machen können, wie die Gremien die Veränderungen insgesamt einschätzen. Zum anderen laufen zurzeit viele Detailplanungen für die administrative Umsetzung. Daher wird mit einer Antwort auf diese Frage erst im Herbst zu rechnen sein.  

  • Für die Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden

    1. Der erste Rat der Pfarrei soll laut Gesetzentwurf (PGO § 37) durch eine Wahlversammlung gewählt werden. Die Wahlversammlung setzt sich zusammen aus Delegierten der jetzt in dem Gebiet der zukünftigen Pfarrei bestehenden pfarrlichen Gremien (Pfarrgemeinderäte bzw. Pfarreienräte Direkt bzw. Kirchengemeinderäte, Verwaltungsräte). Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Synodalversammlung gibt, wählt diese Wahlversammlung 20 Personen für den ersten Rat der Pfarrei. Die Wahlversammlung wird vermutlich im November oder Dezember 2019 stattfinden, damit ab 1. Januar 2020 neben dem Leitungsteam auch der Rat der Pfarrei seine Aufgaben übernehmen kann. Diese Übergangszeit dauert zwei oder drei Jahre (vgl. Erklärung zum Rat der Pfarrei bei den Pfarreien, die später errichtet werden). Weitere Informationen z. B. darüber, wie Kandidatinnen und Kandidaten gefunden und nominiert werden können, folgen, wenn die Wahlordnung ausgearbeitet ist.

    2. Die ersten Verwaltungsteams in den Pfarreien der Zukunft sollten sich aus den jetzigen Verwaltungsräten bilden. „Wir wollen auf das Engagement und die Kenntnisse der vielen ehrenamtlichen Verwaltungsräte nicht verzichten und bitten Sie daher, sich auf diese neue Arbeitsform als Verwaltungsteam einzulassen“, so der Generalvikar bei einer Reihe von Informationsveranstaltungen in den Pfarreien der Zukunft. Mindestens drei Mitglieder eines jetzigen Verwaltungsrates müssen zusammenkommen, damit die Mindestgröße für ein Verwaltungsteam erfüllt ist. Sie werden dann vom ersten Rat der Pfarrei als Verwaltungsteam für die Übergangszeit von zwei Jahren bestätigt und erhalten vom Leitungsteam eine Aufgabenbeschreibung (vgl. KVVG 2020 § 30).

    3. Das Leitungsteam als rechtliche Vertretung der Kirchengemeinde wird vom Bischof ernannt. Für die Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 starten, werden die hauptamtlichen Mitglieder der Leitungsteams im Herbst 2019 feststehen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Ehrenamtlichen im ersten Leitungsteam umgehend nach der Errichtung der Pfarrei der Zukunft, spätestens jedoch nach drei Monaten vom Rat der Pfarrei gewählt und vom Bischof berufen werden (vgl. PGO § 38 Abs. 1).

    4. Für die jetzigen Pfarrgemeinderäte gibt es keinen rechtlich geregelten Übergang. Zur Frage, wer die koordinierenden Aktivitäten des Pfarrgemeinderates vor Ort zukünftig übernimmt, finden Sie Hinweise auf der Seite zu den Orten von Kirche.

     

  • Für die Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2021 errichtet werden

    UPDATE: Inzwischen ist festgelegt, dass die Pfarreien der "Phase II" gemeinsam am 1. Januar 2021 errichtet werden.

    1. Es ist vorgesehen, eine gesetzliche Regelung zu erlassen, dass die jetzigen Pfarrgemeinderäte, Pfarreienräte und Pfarreienräte Direkt ihre Geschäfte über das Ende der Amtszeit Ende 2019 fortführen (Übergangsmandat). Die Amtszeit endet dann mit der Errichtung der Pfarreien der Zukunft - also am 31. Dezember 2020 (vgl. Art. 9).

    2. Für die Ende 2019 ausscheidenden Mitglieder der Verwaltungsräte soll der Pfarrgemeinderat wie bislang Mitglieder nachwählen. Die Amtszeit der Mitglieder der Verwaltungsräte endet mit der Errichtung der Pfarreien der Zukunft (vgl. Art. 11).

    3. Der erste Rat der Pfarrei bildet sich genau so wie für die Pfarreien der Zukunft, die schon am 1. Januar 2020 errichtet werden.

    4. Für den Übergang der Verwaltungsräte zu den ersten Verwaltungsteams in den Pfarreien der Zukunft gilt das, was für die Pfarreien beschrieben ist, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden.

    5. Ein Zeitplan für die Besetzung der Leitungsteams für die Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2021 starten, liegt noch nicht vor.

    6. Für die jetzigen Pfarrgemeinderäte gilt nach Ablauf des Übergangsmandats (siehe 1.), was für die Pfarreien beschrieben ist, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden.

19. August 2019

Anpassung aufgrund der Anhörung

Aufgrund der Stellungnahme des Katholikenrates und der Rückmeldungen aus der Anhörung hat die Bistumsleitung den Entwurf für ein verändertes Rätesystem vorgelegt. Zwar soll es weiterhin einen Rat der Pfarrei geben, jedoch mit zwei eigenständigen Kammern. Pastoral- und Vermögenskammer können so themenspezifischer arbeiten; gleichzeitig gibt es jedoch gemeinsame Aufgaben für den Rat wie die Schwerpunktsetzung für das seelsorgliche und kirchliche Handeln in der Pfarrei, Haushaltsplanung und übergeordnete Vermögensverwaltung oder die Wahl der ehrenamtlichen Mitglieder im Leitungsteam. (mehr in der Pressemeldung vom 19. August 2019 / Den Stand nach Erlass des Gesetzes zur Umsetzung der Synodenergebnisse finden Sie in der Zeitung EinBlicke 3 (vom 15. Oktober 2019)

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